Aktuelles Arminis

Jedes Kind hat Rechte!

Ein großes und wichtiges Thema erwartete die Arminis beim Workshop mit UNICEF: Kinderrechte in Deutschland und weltweit. Auf spielerische Weise wurde den Arminis wesentliche Aspekte ihrer eigenen Rechte nähergebracht. Zudem wurde ihr Bewusstsein dafür gestärkt für sich selbst einzustehen, die eigene Meinung zu äußern und sich Hilfe zu suchen, wenn gegen ein Recht verstoßen wird. Aufgrund der aktuellen Krankheitswelle konnte der Workshop nur in einer kleinen Gruppe durchgeführt werden, dennoch war die Atmosphäre engagiert und kreativ.

Ein paar ihrer Rechte kannten die 10 bis 13-jährigen Arminis schon: „Kinder dürfen nicht arbeiten!“ platzte es aus Lasse heraus. Das hatten die anderen auch schon mal gehört, irgendwie selbstverständlich, sollte man meinen. Doch das ist leider nicht in allen Ländern der Fall. In Staaten mit großer Armut müssen häufig auch Kinder arbeiten, um ihre Familien finanziell unterstützen zu können. Dann haben sie keine Zeit in die Schule zu gehen oder zu spielen. Weil ihnen also das eine Recht verwehrt wird, werden auch weitere Kinderrechte nicht eingehalten, z.B. „Recht auf Bildung“ und „Recht auf Spiel und Freizeit“.

Denn alle 54 Kinderrechte, die in der UN-Kinderrechtskonvention zusammengefasst sind, hängen miteinander zusammen erklärten Ann-Sophie, Selin und Wolfgang von der UNICEF-Arbeitsgruppe Bielefeld. Sie hatten große bunte Karten mitgebracht, die die einzelnen Kinderrechte mit einem symbolischen Bild veranschaulichten. So wurde gleich das Interesse der Arminis geweckt. Auf der Rückseite stand die Erklärung, die dann schon ein wenig komplizierter war und im Detail besprochen wurde. 

Im nächsten Schritt teilte sich die Gruppe und jede Gruppenhälfte suchte sich jeweils ein Kinderrecht aus, mit dem sie sich näher beschäftigten wollten. In einem kleinen Sketch stellten sie das Thema kreativ dar und die andere Gruppe musste erraten, welches Recht auf die Bühne gebracht wurde. Dabei gab es lustige Ergebnisse: Samuel, Lasse und Allessandro stellten das „Recht auf Spiel, Freizeit und Erholung“ in den Vordergrund und das mit Arminia-Bezug. Sie führten eine Pressekonferenz auf, was für viel Spaß sorgte. Emilian, Vincent und Alesja hingegen nahmen sich einem ernsteren Thema an, dem „Recht auf Schutz vor Gewalt“. Sie zeigten, wie häusliche Gewalt unter Geschwistern aussehen kann und wie wichtig es ist Stopp zu sagen und sich Hilfe zu holen, wenn man bedroht wird und nicht mehr weiterweiß.

In der Abschlussrunde wurde darüber gesprochen, wo Kinder Hilfe finden können, wenn ihnen oder anderen Gewalt widerfährt. Die Arminis hatten schon ganz gute Ideen, an wen sie sich in verschiedenen Situationen wenden können: in der Schule, im Stadion oder zu Hause, um Unterstützung zu erhalten. Wolfgang macht darauf aufmerksam, dass es ganz wichtig ist, darüber mit jemandem zu sprechen, wenn man solche Erfahrungen macht. Denn wenn man diese furchtbaren Gefühle für sich behält, kann es einem doppelt schlecht gehen. Und erst wenn man darüber spricht, können Freunde, Eltern, Lehrer oder andere Personen helfend eingreifen. 

Generell ist es wichtig, dass Kinder ihre eigene Meinung und Bedürfnisse äußern dürfen und Erwachsene ihnen dafür Zeit und Raum geben. Im Alltag geht das leider oft unter und Kinder laufen in der Erwachsenenwelt einfach irgendwie mit. Das UNICEF-Team machte den Arminis Mut, ihre Stimme zu erheben und sich für die eigenen Rechte einzusetzen. Eure Meinung zählt: zu Hause, in der Schule und im Stadion! 

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