Aktuelles Nachhaltigkeit Soziales

Impulse und Denkanstöße für den Vereinssport in der Region am Tag der Demokratie

Am 15. September, dem Internationalen Tag der Demokratie, wurde die SchücoArena in Bielefeld zum Treffpunkt für engagierte Vereinsvertreterinnen, Sportfans und Akteurinnen aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Bildung. Unter dem Motto „Wie können Vereine Vielfalt und Zugehörigkeit stärken?“ kamen circa 100 Teilnehmende zusammen, um gemeinsam zu diskutieren, wie Sportvereine zu lebendigen Orten gelebter Demokratie, Vielfalt und Inklusion werden können.

Eröffnet wurde der Abend mit einem Impuls Dr. Martin Hyun, Gründer von Hockey is Diversity. Mit eindrucksvoller Tiefer sprach er über eigene Erfahrungen mit Ausgrenzung und Empowerment. Seine klare Botschaft: „Wahre Veränderung entsteht nicht in Sonntagsreden, sondern durch Haltung im Alltag.“

Daran anschließend wurde es konkret. Stefan Geister, Vorstand des mitausrichtenden Vereinity e. V. gab einen Überblick darüber, wie Vereine ihre Strukturen weiterentwickeln und stärken können, um die Zugänglichkeit für alle Menschen zu erhöhen. Beispiele dafür sind Passagen zu Werten des Vereins in der Satzung, Satzungen in verschiedenen Sprachen und einfacher Sprache, sowie die Etablierung einer Anlaufstelle für Betroffene von Gewalt.

Starke Stimmen für Vielfalt

In der folgenden Diskussionsrunde standen Expert*innen aus dem Fußball und der Zivilgesellschaft unserem Moderator Simon Usifo Rede und Antwort zu verschiedenen Aspekten der Chancengleichheit, Vielfalt und Inklusion. 

Nejla Erkilic, Vorsitzende der Kommission Integration beim FLVW, betonte in ihrem Beitrag die Bedeutung von niedrigschwelligen Zugängen und interkultureller Sensibilität im Vereinsalltag. Neuen Mitgliedern den Start durch eine gereichte Hand oder eine direkte Ansprache zu erleichtern, kann ein erster Schritt sein. Thorsten Aberfeld vom Landessportbund NRW unterstützte diesen Ansatz und hob die Bedeutung von bereits praktizierten Buddy-Programmen hervor. So können Menschen einen Zugang zu Ämtern im Sport finden.

Rainer Schütte, Präsident des DSC Arminia Bielefeld, hob hervor, wie sich Profivereine ihrer gesellschaftlichen Verantwortung stellen können – nicht nur durch symbolische Gesten, sondern durch konkrete Maßnahmen auf und neben dem Platz. Dabei unterstrich er auch die bleibenden Herausforderungen struktureller Natur, die zuletzt durch den Bericht zur Lage der Liga durch Fußball kann mehr transparent gemacht wurden.

Viola Obasohan (Internationales Begegnungszentrum Friedenshaus e. V.) unterstich die Bedeutung von Begegnung und konkreten Handlungen. Auf Menschen zuzugehen und sie für die Mitarbeit in Gremien und Ämtern zu motivieren ist entscheidend, wenn die Mehrwerte von Vielfalt in Vereinen wirklich genutzt werden sollen. Es wurde deutlich: Vielfalt ist keine zusätzliche Aufgabe, sondern Kern des Vereinslebens. Besonders im Fokus standen Fragen der Inklusion, des Jugendschutzes und der interkulturellen Öffnung.

Zum Abschluss der offiziellen Programmpunkte wurde ein eindrucksvolles Fazit gezogen: Vielfalt und Zugehörigkeit sind kein Selbstläufer – sie brauchen Strukturen, Schulungen, Engagement und vor allem: die Bereitschaft, zuzuhören.

Raum für Begegnung

An insgesamt neun Infoständen hatten die Teilnehmenden der Veranstaltung die Möglichkeit mit verschiedenen Akteuren der Sportlandschaft ins Gespräch zu kommen. Dabei entstanden viele Ideen für künftige Kooperationen und konkrete Maßnahmen. 

„Der Abend hat gezeigt: Sportvereine haben das Potenzial, demokratische Werte zu vermitteln und dadurch den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern. Die Teilnehmenden senden mit ihrem Engagement ein starkes Signal für eine offene, inklusive und engagierte Vereinslandschaft.“, freut sich Ali Haksal (Nachhaltigkeitsbeauftragter über eine gelungene Veranstaltung.

Vielen Dank an alle Teilnehmenden, Mitwirkenden und Partner – und bis zum nächsten Mal!

Eine Zusammenfassung der Veranstaltung könnt ihr euch auf ArminiaClubTV anschauen.

Über den Tag der Demokratie

Der Tag der Demokratie wurde von der Generalversammlung der Vereinten Nationen 2007 ins Leben gerufen, um die Grundsätze der Demokratie zu fördern und aufrechtzuerhalten. Seitdem wird er jährlich am 15. September mit verschiedenen Schwerpunkten weltweit begangen. Dabei spielen Vereine als wichtiger Sozialraum eine wichtige Rolle in der Vermittlung von demokratischen Grundwerten, die über den Sport hinaus wirken.

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