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HFC ist Dauerbrenner in der 3. Liga

Seit zwölf Jahren spielt der Hallesche FC in der 3. Liga und ist damit in der dritthöchsten deutschen Spielklasse ein Dauerbrenner. In der Saison 2018/19 schaffte der HFC mit Platz vier seine beste Platzierung in der 3. Liga. Aktuell auf Rang 16 und mit drei Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz (das Nachholspiel in Unterhaching steht noch aus) richtet sich in der laufenden Spielzeit wahrscheinlich alles wieder auf das Ziel Klassenerhalt. Dies gelang dem Club aus Sachsen-Anhalt in der Vorsaison mit einem herausragenden Endspurt. Cheftrainer Sreto Ristic (Ex-Profi beim VfB Stuttgart) übernahm den Halleschen FC nach dem 22. Spieltag mit vier Punkten Rückstand auf das rettende Ufer – und schaffte den Klassenerhalt mit 24 Punkten aus den letzten 16 Spielen. Absteigen mussten andere, der HFC rettete sich letztlich mit einem Vorsprung von vier Punkten.

Mit Dominic Baumann stellt der Hallesche FC bislang des besten Torschützen in der aktuellen Spielzeit in der 3. Liga: Elf Treffer (davon drei Elfmeter) in 16 Einsätzen sind für den 28-Jährigen eine starke Bilanz. Noch beeindruckender, wenn man bedenkt, dass Baumann in zehn Spielen traf, also nur einen Doppelpack erzielte. Dieser resultiert aus dem 3:2-Auswärtserfolg am 28. Oktober beim SSV Ulm 1846 . Dominic Baumann ist ein Neuzugang der Hallenser und kam im Sommer vom FSV Zwickau. Aus seiner Zeit bei den Westsachsen kennt er unseren Torwarttrainer Steffen Süßner, der vor der laufenden Spielzeit aus Zwickau zum Sportclub der Ostwestfalen wechselte und seitdem kompetent und zuverlässig unsere Torhüter trainiert und betreut.

Der Hallesche FC (bis 1991 Hallescher FC Chemie) ist ein echter Traditionsverein im Osten, der am 26. Januar 1966 durch Ausgliederung der Fußballsektion aus dem SC Chemie Halle gegründet wurde. Bis auf zwei kurze Unterbrechungen (1973/74 und zwischen 1984 und 1987) spielte der Verein ständig in der DDR-Oberliga und trat bereits dreimal im Europapokal an. Dort scheiterte er aber in der Qualifikation bzw. 1. Runde. Der größte Erfolg in der Nachwendezeit ist die Qualifikation für die 2.Bundesliga in der Spielzeit 1991/92 – es war die erste gesamtdeutsche Saison im Profifußball nach der Wiedervereinigung 1990.

Im Club-Logo des HFC ist das Stadtlogo der rund 240.000 Einwohner zählenden Stadt an der Saale enthalten. Die viertgrößte Stadt der ostdeutschen Bundesländer ist die Heimat von Georg Friedrich Händel und Hans-Dietrich Genscher und nennt sich auch offiziell „Händelstadt“. Seit mehreren Jahrhunderten diskutieren Historiker über die exakte Bedeutung der Logo-Darstellung. Es zeigt einen nach oben geöffneten roten Halbmond und zwei rote Sterne auf weißem Grund. Die Stadt Halle/Saale erklärt zur Herkunft des Logos auf ihrer Website: „Diese Zusammenstellung findet sich zuerst Anfang des 14.  Jahrhunderts als Siegel des Talschöffengerichts, dem die Ordnung des Rechtslebens in der Talstadt Halle, dem Ort der Salzgewinnung, oblag. Das Gericht bezeugte damit die Richtigkeit seiner Erlasse und Urteile. Noch im 14. Jahrhundert wurde das Siegelbild als Beifügung in das Ratssiegel aufgenommen. Dieses zeigte Maria mit Kind, umgeben von drei kleinen Wappenschilden mit Mond und Sternen.“ Andere Deutungen beziehen sich auf eine nur mündlich überlieferte Sage der Gründung Halles, in dem ein Bischof seinen geistlichen Segen für den Bau einer Urbanisierung gab und zum Andenken Sonne, Mond und Sterne aufgenommen wurden. Eine weitere verbreitete Erklärung sei laut Stadt nicht belegbar: „Auch die nüchterne Erklärung, der Mond sei der Querschnitt der Siedepfanne und die Sterne wären die beim Siedeprozess entstehenden Salzkörner oder -kristalle, klingt nicht sehr wahrscheinlich.“

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