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Gut Ding will Weile haben

Die Arminen treten die lange Fahrt nach Freiburg im Breisgau an, wo der Ball am Samstag (12.12, HALBVIER) rollen wird. Nach langer Durststrecke gelang dem DSC gegen Mainz zuletzt ein Sieg – auch vor 500 Jahren mussten die Einwohner Freiburgs sich in Geduld üben, bis 1513 endlich gefeiert werden durfte.

Im Herzen des Zentrums steht es: das Freiburger Münster. Mit seinen 116 Metern Höhe stellt es das höchste Gebäude der Stadt dar und bietet den Passanten mit seinen 19 Glocken Tag für Tag eine klangvolle Atmosphäre in der Altstadt. Auf seine letztendliche Fertigstellung im Jahr 1513 musste die Stadtpfarrkirche allerdings sehr lange warten, denn die Bauarbeiten hatten bereits um 1200 begonnen und umfassten damit sogar mehrere Epochen.

Lange muss auch der SC Freiburg derweil auf einen Sieg warten: Seit dem Erfolg gegen den VfB Stuttgart am ersten Spieltag konnten die Breisgauer nur noch durch fünf Unentschieden punkten, in Summe ergibt das nach zehn Spielen Platz 14 und acht Punkte. Mit einem Punkt weniger rangiert der DSC auf Platz 16, lediglich der 1. FC Köln trennt die beiden Vereine aufgrund eines besseren Torverhältnisses.

Besonders zwei Namen der Elf von Christian Streich haben bisher auf sich aufmerksam gemacht: Nils Petersen und Vincenzo Grifo erzielten beide jeweils vier Tore und damit zusammen zwei Drittel der bisherigen Treffer des SC – letzterer verhalf seiner Mannschaft mit einem verwandelten Elfmeter am vergangenen Spieltag zu einer zwischenzeitlichen 2:1-Führung gegen Borussia Mönchengladbach. Über den ersehnten Dreier durften sich die Breisgauer dann doch nicht freuen, ging das Spiel doch 2:2 aus.

Gefreut hat sich die Stadt Freiburg im Jahr 1513 hingegen mit Sicherheit, denn nach knapp 300 Jahren Bauzeit wurde das Freiburger Münster endlich fertiggestellt. Diese lange Dauer ist auch heute noch sichtbar, denn die Kirche weist einige architektonische Spuren aus unterschiedlichen Epochen auf: Angefangen wurde der Bau ganz im Sinne der Romanik, die sich insbesondere im östlichen Teil der Kirche bemerkbar macht, vollendet wurde das Freiburger Münster hingegen im gotischen bzw. spätgotischen Stil, dessen Einfluss jedoch deutlich stärker zu erkennen ist. Die Engelsgeduld der Freiburger und das architektonische Können der Bauarbeiter hatte sich schlussendlich ausgezahlt, denn die Stadtpfarrkirche zählt bis heute zu den beliebtesten Freiburger Sehenswürdigkeiten.

Ob für eine der beiden Mannschaften am Samstag (12.12, HALBVIER) Geduld ebenfalls der Schlüssel zum Erfolg sein wird, wird sich zeigen.

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