Gemeinsam singen – gemeinsam stärker

Geplant wurde der Abend von der Stadt Bielefeld, dem DSC Arminia sowie der Fan-Initiative „Südtribüne hilft“. Lena Dönni, Vertreterin der Fanszene, führte durch den Abend und unterstrich in ihrer Begrüßung die Bedeutung von Gemeinschaft und Zusammenarbeit für mentales Wohlbefinden. Auch DSC Präsident Rainer Kobusch und Ingo Nürnberger, Dezernent für Soziales und Integration der Stadt Bielefeld, betonten die Bedeutung seelischer Gesundheit. Auf die Frage, welche Position mentale Gesundheit in einer Fußballmannschaft besetzen würde, waren sie sich einig: Eine Stärkung der Offensive sei notwendig, man müsse mentale Gesundheit endlich enttabuisieren. Es ist wichtig, dass man füreinander da sei und sich gegenseitig unterstütze, wie der 12. Mann im Stadion.
„Bei Arminia kommen Menschen unterschiedlichster Hintergründe zusammen: diese Gemeinschaft kann eine wichtige Kraft für die seelische Gesundheit sein. Deshalb nutzen wir unsere Reichweite gerne, um für dieses wichtige Thema Aufmerksamkeit zu schaffen und die Bielefelder Woche der seelischen Gesundheit als Partner zu unterstützen“, erklärte Rainer Kobusch.
Persönliche Einblicke
Besonders die persönlichen Einblicke und Erfahrungsberichte, die drei Mitglieder des Organisationsteams der Woche der seelischen Gesundheit, Andrea Wegener, Myriam Oltmanns und Melanie Allbrink mit den Anwesenden teilten, waren sehr berührend, stimmten einige nachdenklich, aber vermittelten auch Hoffnung. An dieser Stelle nochmals vielen Dank für den Mut, die eigenen Gefühle und Erlebnisse vor solch einer Kulisse zu teilen.
Anschließend folgte ein Impulsvortrag von Marie-Pascale Gräbener (SING- REICH Bielefeld) über die Bedeutung des Singens über alle zeitlichen Epochen und Kulturkreise hinweg sowie über die positiven Auswirkungen, die das Singen auf unseren Körper hat. Sie selbst kennt den positiven Einfluss des Singens nur zu gut, da sie mit vielen verschiedenen Menschen zu den unterschiedlichsten Anlässen gemeinsam singt.
„Im Dialog statt im Dunklen – seelische Gesundheit geht uns alle an“
Es folgte der Hauptteil des Abends, der Auftritt der Band Kryp Tonight Crew und das gemeinsam angeleitete Singen. Mit jedem der 13 Hits wie „Wonderwall“ oder „Junimond“, wurden die Anwesenden lauter und mutiger. Manche Lieder wurden gefühlvoll gesungen, manche geschmettert und es wurden auch ein paar bekannte Melodien aus dem Stadion gespielt. Es folgte ein reger Austausch rund um das Thema seelische Gesundheit, denn nach dem Singen konnten sich die Teilnehmenden auf einer eigens aufgebauten Info-Meile über die Arbeit von verschiedenen Organisationen und Einrichtungen informieren.
Die Beteiligten waren sich einig, das Ziel, seelische Gesundheit sichtbarer zu machen, sei enorm wichtig und mit den Aktionen der Woche der seelischen Gesundheit mache man einen großen Schritt in die richtige Richtung. So werden Räume für Informationen, Begegnungen und gemeinsames Erleben geschaffen und gleichzeitig wird ein Zeichen für mehr Offenheit und gegen die Stigmatisierung psychischer Krankheiten gesetzt.
Seelische Gesundheit bedarf aber nicht nur Information, sondern, so berichteten die Teilnehmenden, brauche man auch Freude durch gemeinsames Erleben, Reden und Zuhören oder auch durch Musik und gemeinsames Singen.
Programm und Veranstaltungen
Insgesamt umfasst die 11. Woche der seelischen Gesundheit über 140 Veranstaltungen, wobei das Programm Vorträge, Workshops, Begegnungsangebote und Veranstaltungen von Selbsthilfegruppen umfasst und laufend ergänzt wird. Thematisch wird sich beispielsweise mit persönlichen Kraftquellen, Sucht und Prävention, aber auch mit AD(H)S und Möglichkeiten der gegenseitigen Unterstützung beschäftigt. Mehr Informationen zu den einzelnen Programmpunkten finden sich auf der Internetseite Woche der seelischen Gesundheit | Bielefeld.JETZT.





