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Fünf-Fakten-Freitag: SV Werder Bremen

Dass der SV Werder Bremen grün-weiße Vereinsfarben hat, auf Rang drei der ewigen Bundesliga-Tabelle (hinter Bayern und Dortmund) steht oder 1899 gegründet wurde, dürfte den meisten Fußballfans bekannt sein. Was ein Tau mit der Gründung Werders zu tun hat und welche Rekorde im Weserstadion aufgestellt wurden, dürfte allerdings nicht ganz so klar sein. Grund genug, Werder mal von einer anderen Perspektive zu beleuchten. Der Fünf-Fakten-Freitag.

Davon können wir ein Lied singen:
Am 27. November 1971 spielt Werder beim Nordrivalen Hamburger SV. Die zweite Halbzeit muss die Elf von der Weser dann tatsächlich in Trikots des HSV spielen – der Grund? Schiedsrichter-Ikone Walter Eschweiler sind die Trikots, mit denen in der ersten Hälfte gespielt wird, zu ähnlich, weswegen er Werder in der Halbzeit bittet, den Dress zu ändern. Doof nur, dass Bremens Tross kein Ausweichtrikot dabei hat. So müssen die Grün-Weißen in Abschnitt zwei die nicht gerade geliebte HSV-Raute auf der Brust tragen. Zur Halbzeit steht es 0:0, nach 90 Minuten gewinnt der HSV mit 2:1. Wir haben aber ähnliches erlebt: in der Saison 1980/1981 spielen wir in Frankfurt – im Heimdress "der Adler". Wir haben unsere Trikots einfach vergessen…

Entstehungsgeschichte
Ende des 19. Jahrhundert, genauer gesagt im Jahre 1899, kommt es in Bremen zu einem Tauziehwettbewerb. Eine Gruppe 16-Jähriger zieht am kräftigsten und bekommt einen Fußball als Gewinn. Nachdem sich die Gruppe kurz berät, kommen sie zu dem Entschluss, den Fußballverein Werder Bremen zu gründen. Nicht die schlechteste Idee.

Zuhause ist es am schönsten, oder?
An die Saison 2008/2009 erinnern sich die Werder-Fans nur allzu gerne zurück. Die Elf, die damals von Kult-Trainer Thomas Schaaf trainiert wird, gewinnt ein spannendes Finale gegen Bayer Leverkusen dank des Treffers von Mesut Özil mit 1:0 und holt den DFB-Pokal nach Bremen. Das Kuriose dabei? Werder gewinnt als erste Mannschaft den Pokal, ohne dabei ein einziges Heimspiel bestritten zu haben. Muss man auch erstmal schaffen.

884 Minuten – und dann kam Werder
53.040 Sekunden. So lange blieb VfB-Torwart Timo Hildebrand in der Bundesliga in Folge einst ohne Gegentor. Bis es zum Aufeinandertreffen des VfB mit Werder in der Saison 2003/2004 kam. Bis er am neunten Spieltach das erste Mal seit fast 13 Stunden hinter sich greifen musste. Bis Angelos Charisteas diese bis heute unerreichte Serie beendete.

Ein(wurf) besonderes Tor:
1982/83 erzielt Werders Angreifer Uwe Reinders ein ganz kurioses Tor im Spiel gegen den FC Bayern München: Münchens Torwart Jean-Marie Pfaff lenkt den Einwurf von Reinders damals direkt in sein eigenes Tor – bis heute ist der Siegtreffer den Fans als Einwurf-Tor in Erinnerung geblieben. Wenn man es allerdings ganz genau nimmt, dann war der Treffer ein Eigentor des französischen Schlussmannes. Hätte Pfaff den Ball nicht berührt, dann wäre das Spiel mit einem Abstoß fortgesetzt worden. Hätte, hätte, Fahrradkette.

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