Frauen verlieren Pokalfinale

„Gratulation an Mecklenbeck zum Pokalsieg. Ich finde, dass man auch in einem bitteren Moment sportlich fair bleiben muss. Mecklenbeck war in den 90 Minuten dem Tor nach meinem Empfinden immer einen Tick näher, und wenn sie dann alle fünf Elfmeter souverän verwandeln, ist das anzuerkennen. Uns allen tut die Niederlage weh. Meine Mädels waren enttäuscht und sehr traurig“, sagt Cheftrainerin Annabel Jäger nach Abpfiff. „Ich bedanke mich im Namen des Teams bei allen mitgereisten Fans, die für uns ein toller Rückhalt waren. Außerdem geht ein großes Dankeschön an Geschäftsführer Christoph Wortmann und Mitch Kniat sowie unseren Präsidenten Rainer Schütte und Ehrenpräsident Hans-Jürgen Laufer, die uns vor Ort die Daumen gedrückt haben. Das wissen wir alle in der Mannschaft sehr zu schätzen.“
Vor fast 1.000 Zuschauer auf der gepflegten Platzanlage in Münster-Mecklenbeck entwickelten sich auf dem toll bespielbaren Rasen eine Begegnung, in dem für beide viel auf dem Spiel stand. Neben dem Titel ging es für die Siegerinnen auch um den Einzug in den DFB-Pokal. Unsere Frauen hatten lange ein spielerisches Übergewicht, kamen allerdings zu selten zum Abschluss oder verpassten das präzise Zuspiel im letzten Drittel. Eine Großchance der Gastgeberinnen vereitelte Torhüterin Lisa Venrath mit starker Parade. Nach dem Wechsel blieb Mecklenbeck über Konter gefährlich und hatte rund 20 Minuten vor Schluss die beste Chance des Spiels: Nach einem Angriff über die rechte Seite verfehlte eine Wacker-Spielerin aus fünf Metern freistehend das leere Tor.
„Wir waren in unserem Offensivspiel nicht klar genug, sind zu selten in die Box gekommen“, so Annabel Jäger. „Eine Entscheidung im Elfmeterschießen ist dann immer ein bisschen Lotterie. Ich muss auch klar festhalten: Jocy Hampel und die anderen vier haben die Verantwortung übernommen und sind zum Punkt gegangen. Es gibt überhaupt keinen Vorwurf an Jocy, die nachher natürlich nur schwer zu trösten war. Wenn im Anschluss an die Siegerehrung aber direkt Geschäftsführung und Präsidium die Mädels trösten und mit ihnen abklatschen, ist das für mich ein Zeichen des Respekts. Auch der Applaus unserer Fans tat gut. Vielen Dank für so viel Sensibilität im Moment einer schmerzhaften Niederlage.“
Nach dem letzten Pflichtspiel beginnt für unsere Frauen die Sommerpause, bevor sie in der Saison 2024/25 in der Regionalliga und im Westfalenpokal einen neuen Anlauf nehmen.
Fotos: Michael Meßmann























