Fantastisches 2019 endet mit 0:3

Am Ende eines für den DSC Arminia Bielefeld herausragenden Jahres 2019 kassierte die Mannschaft von Cheftrainer Uwe Neuhaus mit dem 0:3 (0:2) beim FC St. Pauli die zweite Saisonniederlage. Trotzdem geht der DSC mit einer fantastischen Ausbeute von 34 Punkten als Tabellenführer der 2. Bundesliga in das neue Jahr.
Die Hausherren schockten den DSC Arminia früh: eine Ecke landete auf dem Kopf des baumlangen Henk Veermann (2,01 m), der aus sieben Metern zum 1:0 (3.) traf.
Fast im Gegenzug fiel der Ausgleich, doch nach einer herrlichen Hereingabe von Florian Hartherz traf Fabian Klos aus wenigen Metern die Kugel nicht richtig (5.). Sie trudelte am Pfosten knapp vorbei. Auch ein Vorstoß von Jonathan Clauss in den Hamburger Strafraum begann vielversprechend, dann legte sich der Franzose den Ball aber zu weit vor und Paulis Torwart Robin Himmelmann war zur Stelle (8.).
St. Pauli machte weiter viel Dampf und kam mit dem zweiten gefährlichen Angriff direkt zum 2:0. Schneller Angriff über links, scharfe Flanke an den Fünfer, wo Riese Veermann früher am Ball war und ihn in die Maschen haute (25.).
Die Arminia-Moral war aber nicht gebrochen. In der Folge war es fast Einbahnstraßen-Fußball in Richtung Hamburger Tor. Doch wie schon in Heidenheim (0:0) fehlten Präzision und die nötige Portion Glück beim Abschluss. Andreas Voglsammer (32.), Marcel Hartel (34.), Hartherz und Clauss (beide 37.) trafen trotz guter Gelegenheiten leider nicht.
Das dickste Ding zum Anschlusstor zu einem psychologisch guten Zeitpunkt verpasste der DSC Arminia in der 43. Minute: Voglsammer hatte Edmundsson fantastisch in Szene gesetzt. Der Färinger stand frei vor Keeper Himmelmann und schoss – aber nicht ins Tor, sondern den in der Mitte blank postierten Klos nahezu ab. Das Spielgerät flog von des Käpt’ns rechten Schienbeins über das leere Tor und die Hausherren gingen mit dem mittlerweile glücklichen 2:0-Vorsprung in die Kabine.
Nach dem Seitentausch blieb die Arminia-Aufholjagd wie im ersten Spiel des Jahres 2019 – 4:3 nach 1:3 zur Pause in Dresden – leider aus. Das lag zum einen am anhaltenden Schusspech in mehreren Szenen, zum anderen an den leidenschaftlichen und frischer wirkenden Gastgebern, die gleich die erste Chance des zweiten Durchgangs gnadenlos nutzten.
Außenstürmer Ryo Miyaichi durfte viel zu leicht in den Rücken der DSC-Abwehr passen, dort donnerte Viktor Gyökeres die Kugel humorlos zum 3:0 und somit zur Vorentscheidung ins Netz (54.).
Der Rest war schnell erzählt. Arminia versuchte zwar alles, blieb aber weiter glücklos. Die großen Chancen von Klos (58.) und am Ende von Voglsammer (88./Pfosten) waren symptomatisch für einen gebrauchten Arminia-Tag, an dem der DSC zwar ein Torschussverhältnis von 21:9 zu verzeichnen hatte. Aber die Hausherren fuhren auf Grund der Effektivität einen verdienten Sieg ein.

