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"Ich stelle mich schützend vor diese Mannschaft"

Nach dem Spiel gegen den 1. FC Saarbrücken ordnet Kapitän Fabian Klos das Spiel, die Entwicklung des Teams und die Unterstützung der Fans ein.

Kapitän Fabian Klos über…

… das Spiel: „Die erste Halbzeit war sicher deutlich stärker als die Zweite. Die Tore sind aber alle nach einem Muster gefallen. Bei den Gegentoren hat man gemerkt, dass wir ein sehr junges Team sind, das in dem Moment sehr naiv agiert hat. Wir hatten keine gute Restverteidigung mehr und haben uns dementsprechend im eigenen Stadion auskontern lassen. Wir sind immer weiter nach vorne gelaufen, weil das auch der Charakter der Mannschaft ist. Egal wie es steht, wir probieren es noch mal. Es war nicht gut für uns, dass wir relativ schnell das Gegentor hinnehmen mussten. Wenn wir das 1:0 in die Halbzeit nehmen, dann gibt uns das einen Push. So war es natürlich sehr unglücklich. Saarbrücken hat es dann gut gemacht. Es ist eine sehr abgezockte Truppe, die genau das gemacht hat, was sie machen mussten. Das fühlt sich jetzt bitter an, hilft aber nichts. Das ist und bleibt ein Prozess und ich werde mich so lange vor die Mannschaft und das Trainerteam stellen, wie ich hier bin.“

… den Gang in die Kurve: „Ich bin da nicht hingegangen, um mich über die Pfiffe zu beschweren. Dass Pfiffe nach einer Niederlage kommen, damit muss man rechnen. Aber ich möchte daran erinnern, dass Anfang Juni das ganze Stadion und ganz Bielefeld einen Neuanfang und einem Umbruch gefordert hat. Man wünscht sich dann immer, dass das total schnell geht und dass man sich durch Erfolge in der Liga schneller festsetzt oder eine höhere Anzahl an Punkten hat. Aber wir sprechen hier über einen Prozess. Und wir sind noch nicht im Oktober. Man wünscht sich immer, dass Prozesse schneller vorangehen. Wir werden sicher bis zum Winter mit der Situation zu kämpfen haben. Und das ist auch völlig okay. Das muss man den Jungs auch zugestehen, aber das ist nur meine persönliche Meinung. An mir perlt das sicher ein Stück weit ab, weil ich hier schon sehr viel erlebt habe. Aber ich finde, dass man den Leuten die Möglichkeit geben sollte, hier etwas Gutes draus zu machen. Weil ich glaube, dass hier etwas wirklich Gutes entstehen kann. Nur dafür braucht es auch ein wenig Geduld. Deswegen wollte ich mich gerade schützend vor die Mannschaft stellen. Das werde ich immer tun. Denn diese Mannschaft hat einen Charakter, den ich hier in Bielefeld selten bis gar nicht erlebt habe.“

… die Unterstützung der Fans: „Die Reaktion nach dem Spiel von der Südtribüne war sehr positiv. Das war eigentlich das, worauf wir uns vor dem Spiel auch eingeschworen haben. Das haben uns die Jungs und Mädels von der Süd mitgeteilt, dass sie das machen werden und dass sie wissen, dass das ein Prozess ist. Ich habe auch nach dem 6:2 nichts Negatives gehört und sie pushen uns sogar nach dem Spiel noch. Das ist Wahnsinn, und ich bin mir sicher, dass das den Jungs ein viel besseres Gefühl gibt, als wenn sie einfach viele Pfiffe entgegennehmen müssen.“

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