„Er ist einfach überall“

„Jeder von uns gibt immer einhundert Prozent. Das zeichnet uns aus“, betonte Schreck bereits nach dem 1:0-Auswärtssieg beim VfL Osnabrück. Wenige Tage später folgte ein weiteres 1:0 – diesmal beim Oberligisten Sportfreunde Siegen im Halbfinale des Krombacher Westfalenpokals. Es war bereits das zwölfte Spiel ohne Gegentor in dieser Saison, die mittlerweile 38 Pflichtspiele umfasst. „Wir verteidigen eklig, sind sehr griffig und haben eine hohe Intensität. Deshalb ist es für unsere Gegner extrem schwer, Tore gegen uns zu erzielen.“
Schreck selbst hat daran großen Anteil – das bestätigt auch Kapitän Mael Corboz: „Er ist einfach überall und erläuft sich jeden Ball.“ Zusammen mit Schreck und Stefano Russo bildet er das stabile Zentrum des Teams. In einer langen Saison, in der Teamstärke und Zusammenhalt entscheidend sind, ist unsere Nummer 8 stets zur Stelle. Seit dem DFB-Pokal-Viertelfinale gehört er wieder regelmäßig zur Startelf. „Fußball ist ein Tagesgeschäft. Ein Spiel sitzt du auf der Bank, im nächsten stehst du auf dem Platz – und dann musst du da sein. Das gelingt mir, glaube ich, ganz gut“, sagt der gebürtige Pinneberger, der im zweiten Jahr unsere Farben trägt.
Zwar sind seine Einsatzzeiten in dieser Saison geringer als in der vergangenen, doch wenn er gebraucht wird, liefert Schreck – besonders in den Pokalwettbewerben. Bis auf eine Ausnahme absolvierte er alle Partien über die volle Distanz. „Die Saison ist für jeden noch lang. Durch unsere Pokalerfolge ist der ohnehin schon volle Kalender noch dichter geworden. Es warten viele englische Wochen, und da muss jeder bereit sein – jeder wird seine Spielzeit bekommen“, ist sich Schreck sicher.
Cheftrainer Mitch Kniat weiß genau, was er an seinem Spieler hat: „Sam ist ein enorm wichtiger Teil unseres Teams. Wenn er spielt, kann man sich auf ihn verlassen, und im Training gibt er immer Vollgas. Er akzeptiert seine manchmal schwierige Situation, aber das zeigt nur seinen Charakter und wie wichtig er für uns ist.“
Im letzten Saisondrittel ist der DSC in drei Wettbewerben aussichtsreich vertreten. Am vergangenen Mittwoch gelang der Einzug ins Finale des Krombacher Westfalenpokals, im DFB-Pokal-Halbfinale wartet am 1. April mit Bayer Leverkusen der amtierende Double-Sieger, und in der 3. Liga belegen wir Platz 4 – mit der besten Defensive (30 Gegentore), der höchsten Laufleistung (durchschnittlich 120,9 km pro Spiel) und der besten Offensive der Rückrunde (19 Tore in zehn Spielen). Nur der 1. FC Saarbrücken hat ebenso oft getroffen. Zudem verteilen sich unsere Tore auf 16 verschiedene Schützen – bislang noch ohne Sam Schreck, dessen vermeintlicher Treffer zum 3:1 gegen Bremen zurückgenommen wurde. „Natürlich war es ein schönes und erlösendes Gefühl, gegen Bremen getroffen zu haben – auch wenn es nicht zählte. Mir ist aber vor allem wichtig, dass wir die Spiele gewinnen. Dann ist es mir nicht so wichtig, wer trifft.“
Und dem gibt es nichts hinzuzufügen. Um Punkte geht's wieder am kommenden Samstag. Dann ist Hannover 96 II zu Gast in der SchücoArena (16:30 Uhr). Bisher sind für den „Spieltach des sozialen Engagements“ bereits knapp über 18.000 Eintrittskarten verkauft.

