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"Eine tolle Herausforderung, der ich mich gerne stelle!"

Kurz nach seinem 30.Geburtstag steht Manuel Prietl vor seinem ersten Spiel mit der Kapitänsbinde beim DSC. Wir haben mit unserem österreichischen Co-Kapitän über seine neue Rolle und die anstehende Bundesliga-Saison gesprochen.

Servus Prieti, wir dürfen dir noch nachträglich zu deinem 30. Geburtstag gratulieren! Wie fühlst du dich mit 30?

Vielen Dank! Dreißig ist ein schönes Alter. Trotzdem ist es am Ende auch nur eine Zahl. Alles in Allem fühle ich mich noch sehr, sehr fit.

In Deutschland muss man am 30. Geburtstag Klinken putzen oder Treppen fegen. Wie ist das in Österreich? Musstest du auch einen Brauch erfüllen?

Ich musste umziehen! Wir stecken momentan noch mitten in den Umzugsstrapazen. Zu den österreichischen Bräuchen kann ich allerdings nichts sagen, da bin ich nicht besonders eingeweiht.

Geschenke dürfen am Geburtstag selbstverständlich nicht fehlen. War es für dich schon ein verfrühtes Präsent, dass am Samstag zum Testspiel gegen Enschede wieder Zuschauer die SchücoArena belebt haben? Wie hast du das auf dem Platz erlebt?

Für mich gehören Fans einfach zum Fußball dazu. Da ist es natürlich besonders schön, dass die Fans wieder ins Stadion dürfen. Das gibt einem dann nochmal einen richtigen Kick – ich hatte richtig Gänsehaut als ich vom Platz aus wieder die Zuschauer gesehen und gehört habe. Das war echt ein tolles Erlebnis.

Wir sind jetzt schon unmittelbar vor dem offiziellen Pflichtspielstart. Das war jetzt mittlerweile schon deine sechste Vorbereitung bei Arminia. Wie fühlst du dich dabei und inwiefern hat sich die vergangene Vorbereitung von den Vorherigen unterschieden?

Die Vorbereitung war super intensiv. Es ist natürlich immer so, dass jeder Trainer eine andere Art der Vorbereitung mit sich bringt. Die vergangenen Wochen waren auf jeden Fall mit die intensivsten, die ich bisher vor Saisonstart erlebt habe.

Wir spielen am Samstag gegen Bayreuth, die Woche danach geht es direkt in das erste Bundesligaspiel. Auf welchem Weg siehst du die Mannschaft aktuell?

Im Spiel gegen Enschede haben wir in der Defensive in großen Teilen schon sehr gut gestanden. Auch bei den Standards konnten wir schon Gefahr ausstrahlen. Trotzdem müssen wir uns noch den ein oder anderen Plan zurechtlegen, wie wir den Gegner bespielen wollen. Das haben wir uns in dieser Woche angeschaut und werden das auch in der nächsten Woche weiterhin tun. Natürlich brauchen wir auch einen feinen Plan in der Defensive. Die Abwehr war die Basis in der vergangenen Saison und wird auch in diesem Jahr von großer Bedeutung sein. Da müssen wir vielleicht noch an manchen Stellen justieren, dennoch sind wir auf einem guten Weg.

Worin liegen deiner Meinung nach die größten Unterschiede zwischen dem ersten Bundesligajahr und dem zweiten in Folge?

Klar, nach dem Aufstieg und dem Klassenerhalt in diesem Jahr gab es einen großen Umbruch. Es sind viele neue Spieler dazugekommen und manche haben uns verlassen. Da gibt es natürlich den Unterschied, dass man viele neue Spieler in das Team integrieren muss. Das Gute hingegen ist, dass wir jetzt schon ein Jahr Bundesliga-Erfahrung haben und wissen, was auf uns zukommt. Da gilt es dann für diejenigen, die schon Erfahrungen in der Bundesliga gemacht haben, dass wir die anderen mitnehmen und auf das vorbereiten, was kommt. Dann gehen wir alle gut vorbereitet in die Saison.

Allessandro Schöpf, ein Spieler mit viel Erfahrung und Landsmann von dir, ist seit einigen Wochen bei uns im Team. Wie passt er in die Mannschaft und hat er sich gut in die Bielefelder Ösi-Connection eingefunden?

Alessandro ist ein super offener Typ und man merkt auch, dass er schon einige Stationen in Deutschland hinter sich hat und genauso, dass er schon einige Bundesliga-Partien auf dem Buckel hat. Er hat eine super Persönlichkeit, sodass er sich hier schnell integriert hat. Er ist ja mittlerweile auch schon seit zwölf Jahren in Deutschland – der hat schon fast keinen Akzent mehr. (lacht)

Du bist von Frank Kramer zusammen mit Fabian Klos zum Kapitän erwählt worden. Nimm uns doch mal mit: Wie war das für dich und wie fühlt es sich an, Kapitän von einer Bundesligamannschaft zu sein?

Das ist natürlich eine große Ehre für mich. Mich persönlich freut es sehr und ich sehe die Aufgabe auch als eine tolle Herausforderung, der ich mich gerne stelle. Dazu habe ich den Fabi an meiner Seite, der dieses Amt schon seit einigen Jahren ausführt. In Zusammenarbeit wird es für mich natürlich leichter, wenn ich einen Unterstützer habe, mit dem ich die Dinge gemeinsam angehen kann.

Samstag geht es im DFB-Pokal nach Bayreuth zu einem starken Regionallisten. Was erwartet euch da und wie hat Frank euch im Vorhinein auf das Spiel eingestellt?

Der Gegner spielt zwar in der 4. Liga, wir wissen aber auch noch genau, was im letzten Jahr in Essen passiert ist – da müssen wir auf jeden Fall gewappnet sein. Wir müssen sehr präsent sein und das Spiel ab der ersten Minute richtig annehmen. Ich glaube der Gegner wird uns viel Paroli bieten, aggressiv spielen und darauf müssen wir vorbereitet sein. Wir müssen in diesen Spielen einfach spielen, gut in die Partie kommen, gut die Zweikämpfe annehmen. Natürlich sind wir der Bundesligist und Bayreuth ein Viertligist, aber Überraschungen gibt es immer wieder. Wir wollen das Spiel auf jeden Fall gewinnen.

Dabei wünschen wir viel Erfolg! Vielen Dank Prieti und noch einmal alles Gute nachträglich zu deinem Geburtstag!

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