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Duplizität der Ereignisse - aus 0:2 wird 2:2

Fragt man den deutschen Duden, handelt es sich bei der Redewendung "Duplizität der Ereignisse" um "das doppelte Vorkommen von nicht alltäglichen Vorgängen". Doch der Reihe nach. In einem packenden Spiel trennt sich der DSC von Greuther Fürth mit 2:2 (1:2). So lautete auch das Ergebnis in den beiden Aufeinandertreffen der Vorsaison. In beiden Spielen wurde eine 2:0-Führung verspielt. Und im ersten Aufeinandertreffen dieser Spielzeit setzte sich exakt dieser Trend fort.

Das Spiel startete denkbar schlecht. Bei dem Versuch, sich aus dem Strafraum heraus zu kombinieren, unterlief der DSC-Hintermannschaft ein Bock, den Fürths Stürmer Branimir Hrgota nutzte, um aus einem Meter die Führung zu erzielen (4.). Der Treffer zeigte Wirkung. Die Fürther waren in ihren Aktionen schnell und zielstrebig und konnten in der 16. Minute die nächste gute Chance verzeichnen, Julian Greens abgefälschter Schuss landete ganz knapp neben dem Bielefelder Kasten. Sechs Minuten später belohnten sich die Gäste aus Franken für eine starke Anfangsphase. Eine Freistoßflanke von Maximilian Wittek verwerte Havard Nielsen mit dem Kopf zum - zu diesem Zeitpunkt verdienten - 2:0 (22.).

Arminia schüttelte sich kurz, genauer gesagt sieben Minuten: Einem schönen Angriff über die rechte Seite folgte ein berechtigter Elfmeterpfiff nach Foul an Joan Simun Edmundsson. Diesen verwandelte Fabian Klos gewohnt sicher zum 1:2 (29.). Die letzte große Möglichkeit einer ereignisreichen ersten Hälfte gehörte Arminia. Als Flanke gedacht, wurde Marcel Hartels Hereingabe länger und länger, flog aber ein kleines Stück neben das Tor vorbei (45.). Mit dem 1:2 ging es in die Kabine.

Arminia kam unverändert und gut aus den Katakomben. Unmittelbar nach Wiederanpfiff hätte Andreas Voglsammer nach einer einstudierten Freistoßvariante beinahe den Ausgleich erzielt, doch Arminias Nummer 21 trat unglücklicherweise am vom Marcel Hartel gespielten Ball vorbei (47.). Der DSC blieb am Drücker und hatte durch Hartel (49.), Edmundsson und Klos (beide 55.) weitere Möglichkeiten, das 2:2 zu erzielen. Kurz darauf traf das vom Publikum angefeuerte schwarz-weiß-blaue Team dann! Und wie – eine butterweiche Flanke von Jonathan Clauss versenkte der coole Jóan Símun Edmundsson mit dem Kopf gegen die Laufbahn des Fürther Keepers in die Maschen, 2:2 (61.)!

Die Schlussviertelstunde wurde mit einem Schuss vom spielfreudigen Hartel eingeleitet, der diesen jedoch ins Fangnetz setzte (78.). Einen Schreckmoment gab es für die meisten der 15.820 Zuschauer in der 87. Minute, als Fürths Julian Green mit einem "Flatterball" am Bielefelder Aluminium scheiterte. Da in der rund vierminütigen Nachspielzeit nichts mehr passierte und beide Mannschaften gerade zum Ende der rassigen Partie den Temperaturen Tribut zollen mussten, blieb es beim leistungsgerechten 2:2.

Weiter geht's für den DSC nach der Länderspielpause mit einem Auswärtsspiel bei Hannover 96 am Samstag, den 14. September (13:00 Uhr). Und vielleicht lohnt sich ja auch noch ein schneller Blick auf das Wochenende vom 14. bis zum 17. Februar 2020. Dann nämlich spielt der DSC beim "Kleeblatt" aus Fürth. Wenn alles normal läuft, trennen sich beide Teams dann wohl wieder 2:2. Doch ein deutsches Sprichwort besagt eben auch, dass Ausnahmen die Regel bestätigen. Wir sind gespannt.
 

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