Frauen und Mädchen Aktuelles

DSC-Frauen feiern erfolgreiches Jubiläumsjahr

Große Spiele, emotionale Abschiede und 50 Jahre Frauenfußball beim DSC Arminia Bielefeld. Ein aufregendes Jahr 2025 für unsere Arminia-Frauen neigt sich dem Ende entgegen. Wir haben das Jahr für euch zusammengefasst.

Mitte Januar starten unsere Frauen in die Vorbereitung auf die Rückrunde in der Regionalliga West. An der Seitenlinie steht vorerst nicht mehr Cheftrainerin Annabel Jäger, die seit Beginn des Jahres in Elternzeit gegangen ist. Interimsweise übernimmt der bisherige Co-Trainer Daniel Bartke. „Annabel hat in der Vergangenheit ein tolles Team geformt, dieses mit einer Spielidee ausgestattet und herausragende Mannschaftswerte etabliert. Ich übernehme kurzfristig für ein für sie wundervolles Ereignis und bedanke mich für das Vertrauen, das mir zugesprochen worden wird“, so Bartke.

Im ersten Testspiel des Jahres muss das Team direkt eine schwere Nachricht verkraften: Kapitänin Lisa Lösch zieht sich in der Partie einen Kreuzband- sowie Meniskusriss zu und wird bis auf Weiteres ausfallen. „Das ist eine Hiobsbotschaft, vor allem für Lisa. Es war ein Schock für uns alle. Wir drücken ihr die Daumen und hoffen, dass sie sich schnell von dieser schweren Verletzung erholt“, erklärt Bartke. 

Im März begrüßt der DSC insgesamt 30 Spielerinnen aus Bielefeld und Umgebung zum Talentetag an der Schillerstarße. Der Sichtungstag bietet talentierten Spielerinnen die Chance, sich in einem intensiven, aber lockeren Umfeld zu zeigen. Besonders auffällige Spielerinnen werden zu einem weiteren Probetraining eingeladen. „Der Talentetag war eine tolle Gelegenheit, junge Spielerinnen zu beobachten. Wir haben viele talentierte Mädchen gesehen und freuen uns darauf, einige bald wieder bei uns begrüßen zu dürfen“, sagt Fabian Deeg, Koordinator für Frauen- & Mädchenfußball. 

Von Mitte März bis Ende April bleiben die DSC-Frauen in sechs Ligapartien ungeschlagen (fünf Siege, ein Unentschieden) und festigen Rang drei in der Tabelle der Regionalliga West.

Am Ostermontag empfangen unsere Frauen Borussia Dortmund zum Halbfinale des Westfalenpokals. Vor einer atemberaubenden Kulisse von rund 700 Zuschauern in der EDIMEDIEN-Arena muss sich der DSC dem BVB mit 0:3 geschlagen geben und verpasst den Einzug ins Finale. „Dortmund hat von Beginn an viel mehr investiert und verdient gewonnen. Wir waren zu sehr von der Kulisse beeindruckt und auch nervös. Wir haben es nicht hinbekommen vernünftige Pässe zu spielen und auch mal gefährlich vors Tor zu kommen“, resümiert Cheftrainerin Annabel Jäger. Für Jäger ist es nach ihrer kurzen Auszeit das erste Spiel an der Seitenlinie in diesem Kalenderjahr. 

Im letzten Heimspiel der Saison gewinnen unsere Frauen vor über 600 Zuschauern in der SchücoArena mit 2:0 gegen den 1.FFC Recklinghausen. In der 85. Spielminute verlässt Grit Bender unter großem Beifall den Platz. Arminias Rekordspielerin beendet ihre Karriere nach zwölf Jahren im schwarz-weiß-blauen Trikot. Außerdem werden Pamela Jahn, Jacky Manteas und Rike Tolckmitt verabschiedet, die ebenfalls ihre Karriere beenden. „Insgesamt haben wir vor einer tollen Kulisse mit den vielen Verabschiedungen verdient mit 2:0 gewonnen. Ihre Leistung und den Aufstieg der Männer haben die Mädels dann noch entsprechend im Stadion gefeiert“, resümiert Daniel Bartke den gelungenen Tag für den gesamten Verein. Die Saison 2024/25 schließen die DSC-Frauen auf einem starken dritten Platz ab. 

Im Juli präsentiert der Verein zum 50-jährigen Bestehen der Frauenfußballabteilung erstmals ein eigenes Heimtrikot. Das Trikotdesign wurde in enger Zusammenarbeit mit Mitarbeitenden von Dr. Oetker, Haupt- und Trikotsponsor der Frauen- und Mädchenteams, entwickelt und orientiert sich an den Wurzeln der Abteilung: am ersten Trikot von 1975. „Das erste eigene Trikot ist nicht nur eine Würdigung unserer Geschichte, sondern auch ein starkes Zeichen für die Sichtbarkeit und Wertschätzung des Frauenfußballs innerhalb des DSC“, sagt Heike Bedner, Abteilungsleitung Frauen- und Mädchenfußball des DSC Arminia Bielefeld. „Der Frauen- und Mädchenfußball gehört untrennbar zu unserem Verein und ist Ausdruck dessen, wofür wir stehen: Gemeinschaft, Vielfalt und sportliche Entwicklung. Die Abteilung hat sich in vielen Jahren großartig entwickelt und ist ein starkes Aushängeschild für Arminia und die gesamte Region. Das Jubiläumstrikot unterstreicht diese Bedeutung auf sehr emotionale und würdige Weise“, betont DSC-Geschäftsführer Christoph Wortmann.

Mit Beginn der zweiten Jahreshälfte starten unsere Frauen mit einem veränderten Trainerteam in die Vorbereitung auf die neue Saison. Annabel Jäger wird künftig gemeinsam mit Kevin Stwolinski die sportliche Leitung der 1. Frauenmannschaft übernehmen.

Nach drei Pflichtspielsiegen zum Saisonstart, steht im September das nächste große Highlight an. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Frauenabteilung empfängt der DSC die U23 von Bayer Leverkusen in der SchücoArena. Das Jubiläumsspiel ist nicht nur ein sportlicher Höhepunkt, sondern auch ein Symbol der Wertschätzung: 50 Jahre Leidenschaft, Kampfgeist und Gemeinschaft finden ihren Platz auf der großen Bühne der SchücoArena. Am Ende muss sich das Team vor einer tollen Kulisse mit 0:4 geschlagen geben. „Das hatten wir uns anders vorgestellt und wir wollten uns vor unserem Publikum in der SchücoArena auch anders präsentieren. Das Spiel zeigt, wie eng diese Liga ist und dass jede Partie umkämpft ist. Ich hoffe, dass wir daraus einiges lernen und für die kommenden Wochen mitnehmen können“, erklärt Annabel Jäger enttäuscht.  

Im September schließen der DSC Arminia und die Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld (HWK) eine langfristige Partnerschaft. Die HWK wird Partner der AKADEMINIA sowie der Frauen- und Mädchenabteilung der Arminia und das Logo „Das Handwerk“ ziert ab sofort die Trikotärmel aller Mannschaften. „Mit der Handwerkskammer gewinnen wir einen Partner, der unsere Werte teilt und wie wir tief in der Region verwurzelt ist. Das Handwerk und der Fußball haben viele Gemeinsamkeiten: Einsatz, Leidenschaft, Teamgeist und der unbedingte Wille, etwas zu bewegen. Wir freuen uns darauf, gemeinsam junge Talente zu fördern und ein starkes Zeichen für Chancengleichheit zu setzen“, erklärt Nico Luft, Direktor Vertrieb beim DSC.

Anfang Oktober holen unsere Frauen im Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund in letzter Minute verdient einen Punkt. In der 92. Minute trifft Susanne Werner zum viel umjubelten Ausgleich. Mit diesem Ergebnis bleibt unsere Mannschaft weiter an den oberen Tabellenplätzen dran. 

Nach zwischenzeitlich vier Ligasiegen am Stück, gelingt den DSC-Frauen im November ein überzeugender 6:0-Derbysieg gegen den FSV Gütersloh. Anfang Dezember steht dann nochmal ein Spiel in der SchücoArena an. „Wir hatten uns vorgenommen, dass wir uns hier in unserem Stadion besser präsentieren wollen als gegen Leverkusen. Das ist uns auf jeden Fall gelungen“, so Cheftrainerin Annabel Jäger. Vor rund 400 Zuschauern gewinnen unsere Frauen mit 4:1 gegen Vorwärts Spoho Köln und stehen nach 15 gespielten Partien auf einem starken 3. Tabellenplatz. Am Ende einer tollen Hinrunde erreicht der DSC außerdem mit einem 3:0-Auswärtssieg gegen den FC Iserlohn das Viertelfinale des Westfalenpokals. 

Zum Jahresabschluss wird im Rahmen des Legendenabends im Spiegelzelt im Ravensberger Park noch einmal das 50-jährige Jubiläum des Frauenfußballs beim DSC gefeiert. Vor 350 Zuschauern sprechen ehemalige und aktuelle Spielerinnen sowie Trainerin Annabel Jäger mit Moderator Sebastian Wiese über die Entwicklung des Frauenfußballs bei Arminia Bielefeld. „Wir machen deutliche Schritte nach vorne in Richtung Professionalität. Im Hintergrund schaffen wir zurzeit die Strukturen, um oben angreifen zu können. Es ist echt schön zu sehen, wie das Ansehen für die Frauenabteilung gestiegen ist“, lobt Annabel Jäger. Ebenfalls zu Gast ist der DFB-Frauen-Nationaltrainer Christian Wück, der von 2000 bis 2002 für den DSC in der 2. Bundesliga auf dem Platz stand und in der Folge als Co-Trainer der Amateurmannschaft fungierte. Wück macht klar: „Wir sind erst in den Anfängen im Frauenfußball. Aber wir können uns auf die Zukunft freuen. Wenn wir in den Schritten wie bisher weitergehen, wird sich der Frauenfußball enorm weiterentwickeln.“

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