Dreierpacker Kania und Biankadi treffen zum Sieg

Mit zwei Veränderungen im Vergleich zur Vorwoche schickte Cheftrainer Mitch Kniat unsere Mannschaft auf den Rasen der Heinz von Heiden Arena in Hannover. Stefano Russo fehlte gelbgesperrt, für ihn begann Sam Schreck auf der Sechser-Position. Zudem wird in der Spitze getauscht. Für André Becker stürmt Julian Kania von Beginn an. Erstmal seit seiner Fraktur im Gesicht am 9. Oktober ist auch Marius Wörl wieder im Kader. Zum Schutz wird er vorerst mit einer Maske auflaufen.
Die Tinte auf dem Spielberichtsbogen war noch nicht richtig trocken, da war der Ball bereits im Netz. Max Großer leitet den Angriff ein, über drei Stationen geht's über Louis Oppie und über seine linke Seite weiter, bis der Linksfuß eine Flanke mustergültig auf den eingelaufenen Julian Kania bringt. Aus halbrechter Position trifft unsere Nummer sieben per Kopf ins lange Eck zum perfekten Start (1:0; 2.). Nach nur fünf Minuten kann Oppie selbst fast auf 2:0 für den DSC stellen. Kapitän Mael Corboz leitet einen Pass von Isaiah Young direkt auf ihn weiter, der muss sich den Ball auf rechts legen und verzieht vom Sechzehnereck knapp am linken Pfosten.
Die Gastgeber spielten genau wie vom Cheftrainer vor der Partie prognostiziert: zielstrebig und schnell nach vorne, bei Ballverlusten pressten sie unsere Mannschaft früh an. Allerdings schafften es die Schwarz-Weiß-Blauen immer wieder, verloren gegangene Bälle wieder zurückzuerobern. So entwickelte sich ein chancenarmes Spiel, das aber vor allem vor dem Kasten von Jonas Kersken größtenteils fern oder ungefährlich blieb. Nach rund 35 Minuten hatte die Mannschaft von Cheftrainer Daniel Stendel bereits 5:0 Ecken und einen weiteren, diesmal knappen, Fernschuss von Robin Kalem auf der Habenseite. Sein Versuch verpasste das Tor am rechten Winkel. Auf der anderen Seite zeigte sich unser DSC brutal effektiv. Mit der ersten Ecke fällt das 2:0. Wieder ist es die Kombination Oppie und Kania, die zum Tor führt. Die Hereingabe landet auf einem Verteidigerbein und dann an der Latte der 96er. Julian schaltet schnell und nickt per Kopf ein (2:0; 42.).
Mit einem frühen Dreifachwechsel brachte Kniat im Durchgang zwei frische Kräfte auf den Rasen. Merveille Biankadi, Mika Schroers und Marius Wörl kamen für Sarenren Bazee, Young und Kunze (58.). Und nur kurz drauf hatten Wörl und Biankadi die nächste Chance kreiert, nachdem der Mann mit der Maske auf Biankadi ablegt und Letzterer das Tor knapp verpasst (60.). Stattdessen treffen die Gastgeber zum Anschluss. Nick-Elias Meier dribbelt sich nur zwei Minuten nach seiner Einwechselung im Sechzehner vor Kersken und legt den Ball flach in die Ecke (64.).
Die junge Zweitvertretung spielte gefällig und mit viel Ballbesitz, schaffte es nach dem Anschlusstreffer aber nicht mit zwingenden Aktionen gefährlich zu werden. So blieb es eine spannende Begegnung, bis Kania zum dritten Mal knippste. Freigespielt von Corboz steht der am Elfmeterpunkt völlig frei und schnürt seinen Dreierpack durch einen flachen Schuss ins rechte Eck – genau vor den Augen der 4.130 mitgereisten Arminen im Auswärtsblock (82.). Mit seinem dritten Treffer in der Partie führt der 23-Jährige mit nun vier Toren die interne Torschützenliste an. Und noch war nicht Schluss: Wieder ist es Wörl, der zuvor von Sam Schreck geschickt wird und auf Bianaki in der Mitte flankt. Humorlos trifft auch der nächste Stürmer im rechten Eck und macht den absoluten Deckel auf die Partie (4:1; 88.).
DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Oppie (71. Hagmann), Schneider, Großer, Lannert – Schreck, Corboz, Kunze (58. Wörl) – Sarenren Bazee (58. Biankadi), Kania (85. Becker), Young (58. Schroers)
Hannover 96 II: Weinkauf – Matsuda, Wallner, Walbrecht, Arkenberg – Engelbreth (89. Dammeier), Westermeier (78. Videira), Chakroun, Stepantsev (46. Frauendorf), Kalem (62. Meier) – Marino (62. Sanne)
Tore: 1:0 Kania (2.); 2:0 Kania (42.); 2:1 Meier (64.); 3:1 Kania (82.); 4:1 Biankadi (88.)
Gelbe Karten: Westermeier, Marino/Kania, Oppie, Hagmann
Zuschauer: 8.200

