Derbysieg! Voglsammer trifft am Brückentag

Die Neuhaus-Elf begann druckvoll, konnte jedoch in der Anfangsphase keinen Torabschluss verzeichnen. Den ersten Abschluss der Bielefelder gab es in der siebten Minute. Jonathan Clauss wurde von Cedric Brunner schön in Szene gesetzt, doch der Abschluss des Franzosen verfehlte das Tor deutlich. Die erste richtig gute Chance des Spiels hatte Osnabrück im Gegenzug. Agu spielte den Ball auf Klaas, der aus zentraler Position zehn Meter vor dem Tor die Kugel jedoch nicht im Bielefelder Tor unterbringen konnte (8.). Arminia ließ sich von dieser Aktion aber alles andere als beirren und bestimmte weiter das Spielgeschehen. Abschlüsse von Voglsammer (13.) und Brunner (16.) gingen jedoch am VfL-Gehäuse vorbei. Die nächste gute Gelegenheit für Arminia hatte dann Innenverteidiger Amos Pieper in der 23. Minute nach einer Ecke von Marcel Hartel. VfL-Keeper Kühn lenkte den Ball jedoch über die Latte.
Zwei Minuten später war es wieder Pieper, der seine ungeahnten Offensivqualitäten zeigen konnte. Dieses Mal setzte der Blondschopf zum Solo an und schickte Clauss mit einem schlauen Pass hinter die Kette auf die Reise. Der Franzose fand Soukou in der Mitte, der den Ball jedoch knapp am linken Pfosten vorbei schoss. Bis zur Halbzeit kontrollierte der DSC dann das Spiel und ließ die heimstarken Osnabrücker nicht zur Geltung kommen - knapp 70% Ballbesitz Arminias zur Pause belegten dies.
Zur zweiten Halbzeit kam der gastgebende VfL zu Beginn etwas schwungvoller aus der Kabine und konnte per Freistoß und Ecke gefährlich werden, ohne dabei jedoch einen hochkarätigen Abschluss verzeichnen zu können. Auf der anderen Seite legte Voglsammer in der 49. Minute auf Soukou ab, der einen Meter links am Osnabrücker Tor vorbeizielte. In der 58. Minute durften sich die rund 2.500 mitgereisten Bielefelder Fans dann über die verdiente Führung freuen: Kapitän Stefan Ortega Moreno - er vertrat den etatmäßigen Kapitän Fabian Klos - spielte einen maßgenauen Abschlag auf Clauss, der den Ball optimal aus der Luft nahm. Arminias Nummer 25 passte die Kugel anschließend auf die linke Seite, wo Voglsammer wartete. Dieser ließ einen Gegenspieler ins Leere laufen, legte sich den Ball auf den rechten Fuß, um ihn dann unhaltbar in die lange Ecke zu schlenzen – Freude pur, 1:0 Arminia!
Infolgedessen kontrollierte Arminia das Spiel mit langen Ballbesitzphasen. Mitunter hatten die Bielefelder minutenlang den Ball, ohne dass der Aufsteiger aus Niedersachsen an das Spielgerät kam. Die Osnabrücker kamen ihrerseits zu lediglich einer gefährlichen Aktion, doch der eingewechselte Alvarez, der für seine Standardqualitäten bekannt ist, setzte einen Freistoß aus aussichtsreicher Position in die Bielefelder Mauer (79.). Joakim Nilsson, der wie alle Arminen ein starkes Spiel lieferte, hielt seinen Kopf hin, fälschte den Ball zur Ecke ab und durfte sich anschließend über viel Lob seiner Kollegen freuen.
In der dreiminütigen Nachspielzeit überschlugen sich die Ereignisse an der Bremer Brücke dann noch einmal. Zuerst erkannte das Schiedsrichtergespann um Markus Schmidt einen Treffer von Andreas Voglsammer nach Eingriff des VAR nicht an - Soukou hatte vor dem von Keanu Staude vorbereiteten Treffer im Mittelfeld Foul gespielt. In der Schlussminute sah Osnabrücks Amenyido nach einer Notbremse an Voglsammer noch die rote Karte.
Kurz darauf war Schluss und der vierte Auswärtssieg in der Liga im Sack!

