Der „Mainzer Weg“ - nachhaltig und erfolgreich

Die Vereinsgeschichte des FSV Mainz 05 hat gewiss mehr Parallelen zu unserer Arminia als nur das Gründungsjahr 1905. In Sachen Leidensfähigkeit können sich die Landeshauptstädter und Ostwestfalen gut austauschen. Das ständige Auf und Ab sowie das Zurückkämpfen nach Niederlagen, aber auch das Feiern von Erfolgen, kennen Fans beider Clubs nur zu gut.
Die Mainzer haben indes in den letzten Jahren eine nachhaltige Entwicklung in ihrem Verein implementiert und sich sicher auch dadurch in der Bundesliga festgesetzt. Der sogenannte „Mainzer Weg“ gilt seit 2011 dahingehend als Leitbild in allen Bereichen. Von der sportlichen, ökonomischen und sozialen, bis hin zur ökologischen Dimension des Vereins. Die Bewegung ist auch Bestandteil des konstanten Erfolgskurses der vergangenen Jahre, also lohnt sich in jedem Fall ein genauerer Blick auf das, was die 05er dort umsetzen.
Alle vier Bereiche zeigen sich aktuell ziemlich erfolgreich und nachhaltig beim Mainzer e.V., das Thema Nachhaltigkeit hat man sich in Mainz dabei schon früh auf die Fahne geschrieben. Seit 2010 ist der FSV der erste klimaneutrale Verein der Bundesliga. Den Anfang machte 2004 eine Photovoltaikanlage im Bruchwegstadion, der alten Sportstätte der Profis, in dem heute die U23 des FSV spielt. Seit 2011 spielen die 05er in der Mewa Arena, welche sich ebenfalls hauptsächlich über Photovoltaikanlagen selbst mit Strom versorgt. Nachhaltig eben.
Neben der Unterstützung ökologischer Projekte wird bei den 05ern jedoch auch soziales Engagement groß geschrieben. Mainz fasst das Engagement in die vier Themenbereiche Sport, Bewegung und Gesundheit, Bildung und Prävention, Gesellschaft und Solidarität sowie Integration, Inklusion und Vielfalt zusammen.
Zu guter Letzt werfen wir noch einen Blick auf das sportliche Geschehen bei dem Bundesligisten: Ebenso bemerkenswert wie die letztjährige Rückrunden-Aufholjagd (32 Punkte) unter Cheftrainer Bo Svensson, ist der Fakt, dass im Mainzer-Profikader sage und schreibe neun Spieler aus der eigenen Jugend-Akademie stehen. In dieser Saison stehen die 05er unter Svenssons Leitung auf einem guten Platz im oberen Tabellenmittelfeld (Neun). Besonders beeindruckend ist dabei die Mainzer Heimstärke. Der FSV steht in der Heimtabelle auf einem starken vierten Platz und kassierte zu Hause ligaweit die wenigsten Gegentore (acht).
In einer anderen Tabelle befinden sich die Rot-Weißen und der DSC in direkter Nachbarschaft. Die ewige Bundesligatabelle beheimatet den FSV seit kurzem auf Rang 23, die Rheinland-Pfälzer konnten damit zuletzt an Arminia (24) vorbeiziehen. Zurückführen kann man auch dies auf den nachhaltig erfolgreichen „Mainzer Weg“. Dahingehend haben die Rheinländer die sechst längste Bundesligazugehörigkeit in der Liga vorzuweisen. Eine Fortsetzung des „Mainzer Wegs“ in der Bundesliga kann indes beim FSV schon geplant werden. Diesen Weg in das nächste Bundesliga-Jahr würde der DSC nur zu gerne gemeinsam mit den Mainzern antreten.

