Der ewige Pfitzner

Aufstiegstrainer Michael Schiele, Torwart Jasmin Fejzić oder Stürmer Anthony Ujah – sie sind es, die bei Eintracht Braunschweig oft im Rampenlicht stehen. Ein Löwe, der weniger Aufmerksamkeit auf sich zieht, ist er: Co-Trainer Marc Pfitzner. Der in Braunschweig geborene 38-Jährige stand selbst jahrelang als Profi für den BTSV auf dem Platz: Zwischen 2005 und 2008 spielte er für die zweite Mannschaft des Vereins, bevor in der Saison 2008/2009 die Beförderung zu den Profis folgte. Nach zwei Jahren in der zweiten Mannschaft von Werder Bremen, kehrte er 2018 zunächst in die zweite, und ein halbes Jahr später erneut in die erste Mannschaft von Eintracht Braunschweig zurück.
Am 1. Juli 2020 lief er zum letzten Mal für die Löwen auf. Kurz darauf beendete er seine Karriere, in der er gemeinsam mit der Eintracht von der Regionalliga bis zur Bundesliga alles erlebt hat. Insgesamt hat Pfitzner 351 Spiele für die Profis und die zweite Mannschaft von Eintracht Braunschweig absolviert. Kurios: Als Spieler ist er nie auf unsere Arminia getroffen. Seit Sommer 2021 ist er nun zurück und unterstützt als Co-Trainer das Trainerteam rund um Michael Schiele. Damit stellt Pfitzner ein Pendant zu Sebastian Hille dar, der nach seiner Zeit als Profi bei unseren Blauen ebenfalls seinem Verein treu geblieben ist und nun die Tätigkeit als Co-Trainer ausübt.
Zusätzlich trainiert die Vereins-Legende die U19 der Löwen, in deren 2012 neu bezogenem Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) am Sportpark Kennel, welches optimale Bedingungen für die Nachwuchsförderung bereithält. Seit der Einweihung wurden nicht nur neue Plätze, sondern auch Trainingsräume geschaffen, die sowohl den Leistungs- als aber auch den Breitensport in Braunschweig fördern. Im Februar 2016 wurden die Braunschweiger erstmals für die hohe Qualität ihrer Nachwuchsarbeit ausgezeichnet. Auch bereits erreichte Erfolge, wie zum Beispiel der DFB-Pokalsieg der U19 im Jahr 2017, sind unter anderem auf die intensive Förderung des Jugendfußballs im NLZ zurückzuführen.
Aufgrund der hohen, auch psychischen Belastung der Nachwuchsspieler, wird im NLZ von Eintracht Braunschweig neben der physischen, auch besonders viel Wert auf die mentale Gesundheit der Spieler gelegt. Im Rahmen dessen findet eine mehrdimensionale Präventionsstrategie Anwendung, die 2020 mit dem VBG-NEXT-Preis ausgezeichnet wurde.
Auch wenn Eintracht Braunschweig mit ihrer Nachwuchsarbeit die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft des Vereins setzten möchte, gilt es am Sonntag (5. März, 13:30 Uhr) jedoch erstmal wieder für die Profis von Co-Trainer Marc Pfitzner gegen unsere Blauen zu Bestehen. Dann heißt es im Eintracht-Stadion: Eintracht Braunschweig – DSC Arminia Bielefeld.

