„Der Abstand nach unten muss größer werden“

Im letzten Auswärtsspiel der Hinrunde erwarten wir rund 700 Arminia-Fans vor Ort, die unserer Mannschaft den Rücken stärken werden.
Cheftrainer Mitch Kniat über…
… den Besuch der ganzen Mannschaft im Kinderzentrum des Klinikums Bethel: Wir waren am Dienstagnachmittag alle gemeinsam vor Ort. Michael Mutzel, alle Spieler und das komplette Trainerteam haben die Kinder dort besucht. Wenn man dann die Schicksale dort sieht, ist das bewegend. Ein Beispiel: Ein Kind wurde vor zweieinhalb Monaten vom Lkw angefahren und liegt jetzt dort im Klinikum. Das ist schon hart. Auch wenn es nur 15, 20 Minuten für jedes Kind waren, haben wir denen eine kleine Freude gemacht. Aber das nimmt einen dann auch schon mit. Man weiß dann wieder, wie nebensächlich eigentlich Fußball und drei Punkte sind. Der Termin gestern hat alle nochmal geprägt, jeder nimmt da auf jeden Fall auch was mit für die nächste Zeit.
… den Halleschen FC: Es ist ein Gegner, der heimstark ist. Eine Mannschaft, die immer wieder Zweikämpfe sucht. Sie stellen alle paar Spiele ein bisschen was um. Wenn es dann funktioniert, behalten sie es bei. Wir sind auf Halle gut vorbereitet, wollen unser Spiel wieder durchziehen. Nach dem Spielausfall (am vergangenen Freitag in Unterhaching) hatte Halle ein paar Tage länger frei. Ob das ein Vorteil oder Nachteil ist, kann ich nicht beurteilen.
… die Herangehensweise seines Teams: Wichtig ist, wenn der Schiri am Freitag anpfeift, dass wir bei 100 Prozent sind. Und wenn wir das schaffen, mache ich mir keine Sorgen um das Spiel. Das ist unser Plan. Egal was letzte Woche war: Jetzt werden die 90 Minuten entscheiden. Genauso gehen wir in das Spiel rein, wie zuletzt auch. Nur mit dem einen Unterschied, dass wir den Gegner nicht zu Großchancen einladen wollen.
… die Vorbereitung in der Trainingswoche: Vielleicht werden wir ein, zwei Sachen wieder ändern. Grundsätzlich war es eine sehr gute Trainingswoche, wir konnten trotz des Schnees in Bielefeld dank Rasenheizung auf dem Hybridrasen optimal trainieren. Wir wollen auf jeden Fall am Freitag dreifach punkten. Als Fußballer hat man ja immer wieder gute und schlechte Phasen. Deswegen kommen dann die vermeintlichen Back-ups rein, die aber bei uns keine Back-ups sind. Jeder kriegt bei uns Spielzeiten. Wenn ich mir das 11 gegen 11 von Dienstag angucke, dann weiß ich, dass jeder bei uns Gas gibt. Das verändert dann auch unser Spiel nicht, wir bleiben unserer Linie treu und wollen sie hoch pressen.
… die eigene Defensivarbeit: Das war auch unter der Woche wieder das Thema, da sind wir extrem fleißig. Wir müssen definitiv die Zweikämpfe eher führen, dürfen uns nicht so tief fallen lassen. Der Gegner dribbelt dann oft an und hat es dann wie beim ersten Gegentor gegen Aue ziemlich einfach.
… das Offensivverhalten seiner Mannschaft: Auch da sind die Jungs aktiv und fleißig. Wir machen sehr viele tiefe Läufe. Da kommt auch gerade ein Kaito Mizuta sehr gut zur Geltung. Er hat jetzt wieder ein Tor gemacht, eins vorbereitet. Er ist wahrscheinlich in den letzten Wochen der auffälligste Spieler. Er ist sehr viel unterwegs, vor allem aber auch nützlich für uns unterwegs.
… die Tabelle in der 3. Liga: Wenn man da ist, wo wir gerade sind, darf man nicht irgendwie auf Platz 3 schielen. Der Abstand nach unten muss jetzt größer werden. Und danach kommt alles Weitere von allein. Das habe ich ja schon mal gesagt: Wir wollen bis zur Winterpause weiter punkten. Wir haben zuletzt immer nur einen Punkt mitgenommen, deswegen wollen wir am Freitag unbedingt dreifach punkten. Dann ist es auch ganz normal, dass Du kletterst. Vor ein paar Wochen wäre es mit einem Sieg viel, viel schneller nach oben gegangen. Wir müssen jetzt step-by-step denken. Wichtig ist einzig und allein das Spiel am Freitag.
Die gesamte Pressekonferenz mit Mitch Kniat ist ab sofort HIER auf ArminiaClubTV abrufbar.

