Das war schön. Punkt!

Selbst der ostwestfälische Himmel freute sich am Samstag um HALBVIER mit und begrüßte 13.750 Arminen in der ausverkauften SchücoArena. Ausgelassen bevölkerten die Fans die Tribünen der SchücoArena, die ihnen so lange verwehrt geblieben waren. Auf dem Platz nahm Cheftrainer Frank Kramer keinerlei Änderungen vor und baute auf die exakt selbe Startelf wie beim 6:3 Pokal-Erfolg in Bayreuth.
Die DSC-Elf startete lebendig in die Partie und kam in den ersten zehn Minuten zu den ersten beiden Abschlüssen durch Masaya Okugawa (7.) und Fabian Klos (8.). Doch auch die Freiburger zeigten spielerisches Engagement und übten immer wieder Druck auf unsere Abwehr aus. Yannik Keitel verfehlte nach 17 gespielten Minuten das Tor von Stefan Ortega Moreno mit einem satten Vollspannschuss nach einer Ecke nur knapp. Nur eine Zeigerumdrehung später kam der SC dem Arminia-Tor durch Nicolas Höfler erneut gefährlich nahe. Ortego Moreno machte sich lang und parierte die Chance mit einer sehenswerten Reaktion.
Doch auch der DSC blieb weiterhin bissig im Angriff – nach 26 gespielten Spielminuten legte Klos einen hohen Ball an der Strafraumkante zurück auf Bryan Lasme, der nicht lange zögerte und das Tor von SC-Schlussmann Mark Flekken anvisierte. Lasmes Distanzschuss strich knapp über den Querbalken.
Nach einer halben Stunde verteidigte Ortega Moreno den Punkt ein weiteres Mal mit einer sehenswerten Parade. Jonathan Schmid legte den Ball von der linken Strafraumseite auf Nico Schlotterbeck, der mit seinem Abschluss an unserer Nummer eins scheiterte. Der direkte Gegenangriff der Kramer-Elf ließ nicht lange auf sich warten. Klos steckte durch zu Okugawa, der frei auf Flekken zulief. Im letzten Moment griff der Schlussmann jedoch ein und verhinderte somit die gute Chance. In den folgenden Minuten lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch, sodass „Tego“ ein weiteres Mal glänzend eingreifen musste, um einen Kopfball des heranstürmenden Lucas Höler zu entschärfen (38.). Schiedsrichter Sven Jablonski schickte die Spieler nach einer sehenswerten ersten Hälfte pünktlich in die Pause – 0:0.
In der zweiten Halbzeit startete der DSC furios: Innerhalb der ersten fünf Minuten konnte sich Okugawa zwei Mal gegen die Freiburger Innenverteidigung durchsetzen und kam jeweils gefährlich zum Abschluss – beide Male scheiterte er aber am gut aufgelegten Flekken (47., 50.) Wenig später konnte sich dann auch wieder DSC-Torhüter Ortega auszeichnen und unterstrich mit zwei Paraden (55., 57.) seine herausragende Frühform.
Den nächsten offensiven Akzent konnte dann wieder unser DSC setzen: Der sehr auffällige Okugawa konnte den Ball 25 Meter vor dem Freiburger erobern, lief auf den Kasten zu und legte quer auf Klos. Ein Freiburger erahnte den klugen Pass allerdings und klärte im letzten Moment.
Nachdem bereits der erste Freiburger Wechsel verletzungsbedingt durchgeführt werden musste, ging in der 67. Spielminute auch der bis dahin stark aufspielende Okugawa vom Feld. Für ihn kam Robin Hack unter dem Applaus der Fans zu seinem Debüt in schwarz-weiß-blau.
Nachdem sich die Partie für einige Minuten etwas beruhigte, läutete der SCF in der 75. Minute (Schuss ans Außennetz) eine spannende und turbulente Schlussphase ein. Nach einer Freistoßflanke kam Höler im Strafraum an den Ball, köpfte diesen allerdings einen Meter neben das Tor (85.). Der DSC, angetrieben vom nimmermüden Publikum, kam durch Klos zur letzten Toraktion des Spiels (88.), scheiterte jedoch abermals an Flekken.
Als Schiedsrichter Jablonski das Spiel nach drei Minuten Nachspielzeit abpfiff, feierten die 13.750 euphorisierten Arminen den Punktgewinn mit stehenden Ovationen. Gegen einen starken Gegner holen wir den ersten Bundesliga-Punkt und halten hinten – so ganz nebenbei – die Null. Ein schöner Auftakt. Endlich wieder mit euch. Punkt!
DSC Arminia Bielefeld: Ortega Moreno – Brunner, Pieper, Nilsson (77. van der Hoorn), Laursen (77. de Medina) – Kunze, Prietl (C) – Okugawa (67. Hack), Schöpf – Lasme (77. Krüger), Klos (90. Serra).
SC Freiburg: Flekken – Gulde (62. Heintz), Lienhart, Schlotterbeck – Keitel (70. Santamaria), Höfler – Schmid, Günter (C) – Jeong (70. Sallai), Höler (85. Demirovic), Grifo (86. Haberer).
Gelbe Karten: Prietl, Laursen, Klos/Keitel, Gulde, Höfler, Demirovic.
Zuschauer: 13.750 (ausverkauft)

