"An solchen Tagen geht auch der Elfer nicht rein"

Cheftrainer Mitch Kniat: „Wir haben gerade extrem viel Pech und verteilen Geschenke an die Gegner und nutzen eine Elfmetersituation nicht für uns. So laufen wir der Musik nach zwanzig Minuten komplett hinterher und da ist es gegen jeden Gegner schwer, wieder zurückzukommen. Danach können wir auch das zweite Geschenk mit der Gelb-Roten Karte für den Gegner leider nicht für uns nutzen. So verlierst du ein Spiel, das du nicht verlieren musst. Wir müssen das jetzt als Team auffangen, denn nur so kommen wir da auch wieder heraus. Es geht aber gerade nicht um Einzelschicksale, sondern um das große Ganze, nämlich Arminia Bielefeld. Wir sind als Kollektiv in diese Situation gekommen und werden auch als Kollektiv wieder aus dieser herauskommen. Nur so bekommen wir das hin und werden auch wieder siegen.“
Marius Wörl: „So ins Spiel zu starten ist natürlich extrem bitter. Wir haben uns viel vorgenommen und wollten heute gewinnen. Nach zwanzig Minuten verteilen wir zwei Geschenke, ab dann laufen wir hinterher. Mit Dresden, Ulm und Regensburg hatten wir jetzt drei sehr gute Gegner, das darf man auch nicht vergessen. Ich sehe in der Mannschaft den Willen, dass wir die Spiele unbedingt gewinnen wollen. Nur im Moment setzen wir das nicht um. Wir müssen jetzt schauen, dass wir uns stabilisieren und da unten herauskommen und Schritt für Schritt punkten. Ich habe Vertrauen in die Mannschaft, die jeden Tag hart arbeitet. Ich kann unseren Fans nur Respekt zollen und ihnen für die Unterstützung, gerade nach so einer langen Fahrt, danken!“
Jonas Kersken: „Das Ergebnis ist brutal bitter. Das frühe Tor wirft alles über den Haufen, was wir uns für das Spiel vorgenommen haben. Ich muss mich für das zweite Tor bei der Mannschaft entschuldigen. Das geht komplett auf meine Kappe und darf mir so nicht passieren. Die Chance zum Tor war da, das hätte uns sicher gutgetan. Aber es gibt einfach Tage, an denen auch das dann nicht klappt. Wir haben jetzt eine Woche Zeit, um uns auf den nächsten Gegner vorzubereiten und zu zeigen, dass wir da unten nicht hingehören.“
Sport-Geschäftsführer Michael Mutzel: „Ich muss es mir noch einmal genau anschauen, aber sicher hat Jonas da die falsche Entscheidung getroffen, gar keine Frage. Damit haben wir den Gegner ohne großen Aufwand ins Spiel gebracht, denn auch das erste Tor war schon ein kleines Geschenk. Wenn wir unsere eigenen Chancen nicht machen, wird es schwierig beim Tabellenführer zu punkten. Zumal sie in der laufenden Saison wenige Gegentore zulassen uns sehr gut verteidigen können. Es passt dann ins Bild, dass wir den Elfmeter nicht machen. Wir tun uns gerade schwer, Tore zu schießen, weil die letzte Überzeugung fehlt und wir kassieren zu leicht, aus ungefährlichen Situationen, Gegentore. Das allerdings auch gegen Mannschaften, die ganz vorne stehen und die eine Führung dann auch sehr gut ins Ziel bringen können. Wir werden jetzt nicht alles in Schutt und Asche reden, denn dafür gab es zu viele Ansätze, die auch gut waren. Wir wissen, wo wir stehen, wir wissen auch, wo wir heute gespielt haben, und wir können die Situation sehr gut einschätzen. Wir werden das Spiel jetzt analysieren und alles daran setzen, in den kommenden Wochen zu punkten.“

