Frauen und Mädchen Aktuelles Karriere Fans Profis Sponsoring Der DSC

"Da gibt es keinen Unterschied!"

Seit dem vergangenen Sommer und mit dem Start in die Kaderplanung der laufenden Spielzeit leitet Sandra Hausberger die Geschicke rund um die Mannschaft. Als Teammanagerin ist sie nicht nur die Schnittstelle zwischen der Geschäftsführung und der Mannschaft, sondern auch die Ansprechpartnerin für externe Ansprechpartner und Dienstleister. Im Interview stellen wir euch die Ex-Kapitänin der Frauenmannschaft vor.

Wie und wann bist Du zu Arminia und Deinem aktuellen Job gekommen?

Ich bin seit Juli 2017 bei Arminia. Mein Beginn bei Arminia lag im sportlichen Bereich, da ich von Werder Bremen zu Arminia gewechselt bin, um dort für die 1. Frauen zu spielen. Parallel begann auch meine Arbeitszeit beim DSC. Ich startete als Mitarbeiterin in der Mitgliederverwaltung und am Empfang der Geschäftsstelle in der SchücoArena. 2019 wurde ich dann Assistentin des Präsidiums und habe gleichzeitig organisatorische Aufgaben für die 1. Frauen mitübernommen. Ab 2021 habe ich dann auch einige Sachen im Teammanagement der Profimannschaft übernommen und wurde im Sommer 2023 Teammanagerin unserer Profis.

Was macht Deinen Job besonders? Worin liegt für Dich der tägliche Antrieb, durch Deine Tätigkeit etwas zu bewegen?

Die Emotionalität des Sports ist ein großer Teil, der diesen Job besonders macht. Die Fußballwelt ist eine ganz eigene Welt, die man von außen vielleicht gar nicht so richtig vorstellen kann. Tag für Tag mit deiner Leidenschaft zu arbeiten, macht es ganz besonders. Außerdem ist die Arbeit mit einer Mannschaft und auch dem Funktionsteam eine sehr enge und vertrauensvolle Aufgabe, die zusammenschweißt und den Teamalltag in den Vordergrund stellt. Das ist etwas nicht Alltägliches.

Als Frau möchte ich anderen Frauen zeigen, dass man auch in der Männerdomäne Fußball im Vordergrund stehen kann und wichtige Aufgaben übernehmen kann. Ich bin genauso Teil des Teams, wie meine männlichen Kollegen. Da gibt es keinen Unterschied!

Wurdest Du auf deinem Weg zur Führungskraft mit Hindernissen konfrontiert, weil Du eine Frau bist?

Ehrlicherweise nein. Arminia Bielefeld war einer der ersten Vereine mit einer Frau als Teammanagerin im deutschen Profifußball. Das macht es also sozusagen normal, dass eine Frau in meinem Bereich auch Führungskraft ist. Auch im Austausch mit anderen Vereinen merke ich dabei, dass mir der nötige Respekt entgegengebracht wird.

Welche Verantwortung hast Du konkret in Deiner Leitungsfunktion bei Arminia Bielefeld?

Ich bin verantwortlich für die Organisation rund um die Mannschaft und Schnittstelle zwischen Trainerstab, Mannschaft und Geschäftsführung Sport, aber genauso zur Geschäftsstelle und Externen. Für mich ist es dabei wichtig, ein Gespür für die Stimmungen in der Mannschaft und rundherum zu haben und diese verlässlich einzuschätzen. Ich bin als Ansprechperson für die Spieler und das Trainerteam zur Stelle und übernehme gleichzeitig die Verantwortung für das Funktionsteam. Dabei habe ich eine enge Abstimmung mit meiner Kollegin Katrin Meyer, der Assistentin von Michael Mutzel. Katrin war früher selbst Teammanagerin bei Arminia. Rund um den Sport soll alles passen, so dass sich die Mannschaft und das Trainerteam komplett auf ihre Aufgaben auf dem Platz konzentrieren kann.

Die Anzahl von Frauen im Berufsfeld Fußball hat sich in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. Diversität ist ein hohes Gut. Wie ist Deine Wahrnehmung dieser Entwicklung?

Es ist ein sehr positives Zeichen. Warum soll eine Frau, die sich für das Berufsfeld interessiert, nicht auch in diesem Bereich arbeiten? Es soll und muss meiner Meinung nach Normalität werden, dass Frauen im Fußball arbeiten und diese auch in den Fokus rücken.

Wo muss sich der Sport öffnen, damit der Anteil an Frauen in Führungspositionen steigt? (Bsp.: interne Förderprogramme?)

Wie bereits angedeutet finde ich, dass die Entwicklung bereits begonnen hat. Meiner Meinung nach müssen Vereine und Verbände einfach die Bereitschaft vermitteln, dass Frauen genau den gleichen Stellenwert wie Männer haben. Dazu bedarf es natürlich weiterer Förderprogramme, welche jedoch auch vom Verband oder sogar der FIFA bzw. UEFA gefördert werden. Allerdings finde ich auch, dass es nicht nur Förderprogramme extra für Frauen geben sollte. Vor allem gemischte Teilnehmerfelder machen den Austausch und die Förderung nochmal bedeutsamer, da dann vielleicht auch geschlechterspezifische Verhaltensmerkmale besser auffallen und gegebenenfalls auch besser genutzt werden können.

Hast Du (weibliche) Vorbilder im Sport?

Da ich früher selbst gespielt habe, hatte ich auch im Fußball ein Vorbild, das war ehrlicherweise mit Sergio Ramos aber männlich. Generell fand ich aber viele Sportlerpersönlichkeiten sehr interessant. Sie alle prägt das Merkmal des enormen Ehrgeizes und dass sie immer hart für ihren Erfolg arbeiten. Das ist eine Maxime, die ich mir auch für mein Leben vorgenommen habe. Man muss für seine Träume auch etwas investieren, dann wird man auch belohnt.

Bild 1 der Galerie
Bild 2 der Galerie
Bild 3 der Galerie
Bild 1 der Galerie Thumbnail
Bild 2 der Galerie Thumbnail
Bild 3 der Galerie Thumbnail
×

Arminia-Adventskalender

24 Türchen, 24 Gewinne: Mach´ mit bei unserem Arminia-Adventskalender und sicher´ Dir tolle Preise!