Knappe 1:2-Niederlage im Derby

Im ersten Pflichtspiel des noch jungen Kalenderjahres stellt Cheftrainer Mitch Kniat seine Startelf um und verändert sie auf drei Positionen im Vergleich zum letzten Punktspiel gegen Dynamo Dresden. Für Louis Oppie, Manuel Wintzheimer und Niklas Shipnoski beginnen heute Mael Corboz, Thaddäus Momuluh und Can Özkan. Damit steht auch fest, dass sich das Spielsystem verändert und wir mit einer Dreierkette agieren.
Die ersten Minuten sind geprägt durch Schweigen auf den Rängen und wenig Aufregungen auf dem Rasen. Die Gastgeber überlassen uns den Ball und stehen abwartend im 4-4-2 teils in der eigenen Hälfte. Auf der anderen Seite sind wir im ständigen Ballbesitz bestrebt, die Lücken zu finden. Erst mit dem Ende des stillen Protestes änderte sich auch die Betriebstemperatur auf dem Grün. Nur kurz darauf ist es Christopher Lannert, der die erste Großchance des Spiels hat. Eingeleitet von Sam Schreck knallt Lannert per Drehschuss den Ball an die Latte, den Abstauber kann Corboz nicht am Verteidiger vorbeibringen (20.). Die beste Gelegenheit erspielt sich Münster über einen Konter. Nach einer DSC-Ecke schalten die Preußen schnell um und kommen über zwei Stationen zum Abschluss. Joel Grodowski trifft aber nur das Außennetz (32.). Zehn Minuten vor der Pause bringt Merveille Biankadi den Sportclub dann verdient in Führung. Nach einem Foul an Nassim Boujellab entscheidet Schiedsrichter Lars Erbst auf Strafstoß. Diesen verwandelt Merv souverän zum 1:0 (35.). Doch noch vor der Pause erzielen die Gastgeber den Ausgleich. Ein verunglückter Schuss fällt Daniel Kyerewaa vor die Füße. Aus kurzer Distanz nimmt er Maß und gleicht aus.
Auch im zweiten Durchgang sollte es vorerst nur in eine Richtung gehen. Thaddäus Momuluh hat nach wenigen Zeigerumdrehung die Führung auf dem Fuß, sein Schlenzer aus 16 Metern trifft aber den langen Pfosten (48.). Auch kurz darauf verpasst unser Neuzugang ein Zuspiel von Biankadi knapp (54.), ehe unsere Nummer 17 danach selbst das Spielgerät nach Vorarbeit von Sam Schreck über den Kasten schießt (57.). Von nun an nahm auch Münster vermehrt am Spiel teil und drehte aus dem Nichts das Spiel. Nach einer Ecke bekommen wir den Ball nicht sauber geklärt und lassen eine weitere Flanke zu. Während Jonas Kersken den Kopfball von Jano ter Horst stark abwehrt, ist er gegen den Nachschuss von Grodowski chancenlos (67.). Mit der Führung im Rücken spielen die Gastgeber clever, lassen nicht mehr viel zu und setzen immer wieder Nadelstiche. Zu klaren Torchancen kommt in der Restspielzeit aber keine Mannschaft mehr.
SC Preußen Münster: Schulze Niehues – Scherder, Mrowca, Koulis – Ter Horst, Bazzoli, Lorenz (68. Bouchama), Böckle – Kyerewaa (90.+3 Schad), Batmaz (83. Wegkamp), Grodowski
DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Özkan, Schneider, Belkahia – Lannert, Corboz, Biankadi (82. Putaro), Schreck (58. Schreck) – Momuluh (58. Wintzheimer), Klos, Boujellab (72. Mizuta)
Gelbe Karten: Momuluh, Corboz/Kyerewaa, Mrowca
Tore: Biankadi (0:1; 35.); Kyerewaa (1:1; 42.); Grodowski (2:1; 67.)
Zuschauer: 11.744

