„Bei Arminia kann ich den nächsten Schritt machen.“

Den Start bei der Arminia hat Micheler sehr positiv erlebt: „Ich wurde richtig gut aufgenommen“, sagt er. „Felix Haggmann kannte ich bereits aus meiner Zeit in Hoffenheim. Das hat den Einstieg erleichtert. Auch auf dem Platz macht es richtig Spaß. Ich bin gespannt, was noch kommt. Ich bin ja erst seit einer Woche hier”, sagt der Mittelfeldspieler, der bereits im Test gegen den TSV Havelse und gegen den SC Imst in Südtirol zum Einsatz kam.
Talent mit Erfolgsbilanz
Geboren in Innsbruck, bringt Micheler reichlich Erfahrung aus dem Nachwuchsfußball Österreichs und Deutschlands mit. Nach seinen ersten Stationen beim FC Wacker Innsbruck und der AKA Tirol wechselte er im Alter von 16 Jahren ins Nachwuchsleistungszentrum der TSG Hoffenheim.
Der Wechsel nach Deutschland war ein großer Schritt für den Österreicher. „Die Intensität war deutlich höher und die Leistungsdichte größer. Auch das Niveau der jungen Spieler ist in Deutschland allgemein besser“, beschreibt er rückblickend die Unterschiede.
Trotz dieser Umstellung fand er sich schnell zurecht und entwickelte sich rasant: Mit der U19 der TSG Hoffenheim wurde er Deutscher Meister und Pokalsieger. Noch bevor er für die zweite Mannschaft auflief, stand er im DFB-Pokal gegen die Würzburger Kickers auf dem Platz. Es folgte ein Einsatz in der Bundesliga bei Eintracht Frankfurt und er spielte international in der Europa League gegen Tottenham Hotspur und RSC Anderlecht. Zudem wurde er die stets für die Jugendnationalmannschaften seines Heimatlandes nominiert.
In der zweiten Mannschaft der TSG überzeugte Micheler mit 21 Einsätzen, sieben Toren und vier Vorlagen und trug somit in der vergangenen Saison entschieden zum Aufstieg in die 3. Liga bei.
Vielseitig und ambitioniert
Bei der Arminia will Micheler an diese Entwicklung anknüpfen. Als flexibler Mittelfeldspieler kann er auf der Sechs, Acht oder Zehn eingesetzt werden. Insbesondere im gestrigen Test gegen den österreichischen Drittligisten SC Imst lief Micheler schon als Sechser auf: „Ich habe schon viele Positionen gespielt. Meistens offensiv, aber ich übernehme auch gern defensiv Verantwortung“, erklärt er. „Mein Ziel bei Arminia Bielefeld ist es, mich persönlich weiterzuentwickeln, der Mannschaft zu helfen, eine gute Saison zu spielen und dabei auch Spaß zu haben. Ich bin sehr ambitioniert, möchte mich durchzusetzen und freue mich auf die Herausforderung.“
Micheler hat die letzte Saison von Arminia genau verfolgt und er ist der Meinung, dass er gut in das Team passt: „Ich kann die Intensität gegen den Ball mitgehen. Jetzt gilt es, die Euphorie aus dem letzten Jahr mitzunehmen. Man spürt hier im Trainingslager, dass die Mannschaft sehr gefestigt ist.“
Ein Stück Heimat im Trainingslager
Das Trainingslager ist etwas ganz Besonderes für Micheler. „Es ist schön wieder hier in Österreich zu sein. Kiens liegt nur eine Stunde von meiner Heimat entfernt“, sagt er mit einem Lächeln. Ebenso groß war die Freude beim Aufeinandertreffen gegen Imst. Dort traf er auf zwei ehemalige Kollegen, denn mit Benjamin Schmiederer und Luis Marberger traf der Neuzugang auf zwei ehemalige Bekannte aus seiner Jugend. Nach der Partie geht der Blick aber bereits nach vorne: Am Samstag steht der nächste Härtetest für ihn und unsere Mannschaft bevor: “Gegen Nürnberg wird wieder ein echter Höhepunkt auf uns. Das wird ein intensives Spiel gegen eine Top-Mannschaft. Da freue ich mich drauf”, so der 20-Jährige.

