Auf zu Olympia, Amos!

Amos, Du fährst als aktiver Teilnehmer zu den Olympischen Spielen – was bedeutet das für Dich?
„Ich habe total Bock drauf! Das ist ein Riesenevent und ich freue mich unheimlich, dass ich dabei sein darf. So etwas erlebt man als Fußballer in seiner Laufbahn vielleicht nur einmal.“
Bereits nächste Woche geht es nach Tokio mit dem DFB-Team, das bedeutet, Du verpasst die komplette Vorbereitung mit Arminia und möglicherweise auch die 1. Hauptrunde im DFB-Pokal.
„Ja, das stimmt. Das ist für Arminia alles andere als praktisch, umso dankbarer bin ich, dass der Verein mir die Teilnahme an den Olympischen Spielen ermöglicht.“
Hast Du schon mit deinem ehemaligen Arminia-Teamkollegen Ritsu Doan darüber gesprochen?
„Ja, er hatte sich direkt bei mir gemeldet und gesagt, dass er sich sehr darauf freut, mich dort hoffentlich wiederzusehen – am liebsten im Finale um die Goldmedaille.“
Träumst Du von einer Medaille?
„Das wäre das absolute Highlight – und dafür fährt man da ja auch hin…“
Ihr spielt mit Brasilien, Elfenbeinküste und Saudi-Arabien in einer Gruppe. Wie bewertest Du die Gegner?
„Das ist eine sehr gute Gruppe, und ich bin sehr gespannt darauf, wie die Kader der anderen Mannschaften aussehen. Aber klar ist, wir wollen so weit wie möglich kommen.“
In Japan steigen die Coronazahlen wenige Wochen vor den Spielen an. Mit welchen Gefühlen fährst Du nach Japan?
„Ich habe mich auch während der U21-Europameisterschaft im Umfeld der Nationalmannschaft mit den gesamten Hygiene- und Sicherheitsvorkehrungen und -konzepten sehr sicher gefühlt. Darauf vertraue ich auch bei den Spielen. Natürlich hofft man als Teilnehmer auf ein wenig Normalität, um das eine oder andere mitzubekommen.“
2020 Aufstieg in die Bundesliga, 2021 Klassenerhalt, U2-Europameister und jetzt die Teilnahme an den Olympischen Spielen – hast Du die letzten zwei Jahre seit Deinem Wechsel zu Arminia schon richtig realisiert?
„Das ist schon total verrückt! Es ist so gut gelaufen, manchmal ist es unbegreiflich. Zum ganz großen Glück haben in den letzten eineinhalb Jahren nur unsere Fans gefehlt, dann wäre es perfekt gewesen.“
Am nächsten Montag, 12. Juli, trifft sich die Kuntz-Mannschaft in Frankfurt am Main. Einen Tag später reisen die Olympioniken direkt nach Japan, wo sie in Wakayama City ein Trainingslager beziehen werden. Dort steht u.a. am 17. Juli ein Testspiel gegen Honduras auf dem Programm.
Ernst wird es dann in den Gruppenspielen gegen Brasilien (22.07., 13.30 Uhr), gegen Saudi-Arabien (25.07., 13.30 Uhr) und gegen Elfenbeinküste (28.07., 10:00 Uhr). Das Viertelfinale erreichen die beiden Gruppenbesten.
Arminia-Trainer Frank Kramer: „Wir freuen uns riesig für Amos, dass er an den Olympischen Spielen teilnehmen kann. Wir als DSC Arminia haben das wirklich gerne gemacht, um ihn mit der Freigabe zu unterstützen. Für den Termin, wann die Spiele stattfinden, kann Amos ja nichts. Aber wir bauen darauf, dass dieses emotionale Erlebnis Amos mehr Rückenwind geben wird, als dass die fehlende Vorbereitung ihn ausbremst.“


