Arminis

Arminis: Reaktionsschnell an der Bande

Am zwölften Spieltag verfolgten 19.007 Zuschauer die Partie DSC Arminia Bielefeld gegen Holstein Kiel live im Stadion. Unter ihnen auch 122 Arminis, die in Block H den Sieg ihrer Blauen feierten. Armini Levin konnte jedoch nicht mit ihnen gemeinsam feiern, steht er doch die dritte Saison in Folge bei Heimspielen hinter der Bande am Spielfeldrand. Levin ist Ballkind und unterstützt den DSC mit weiteren 12 Ballkindern ehrenamtlich. Das Ballkids-Team engagierte sich, ebenso wie die Arminis, das Arminis-Team und beide Profimannschaften bei der Fotoaktion “Bielefeld stellt sich quer” des Bündnisses gegen Rechts. Von seinem spannenden Spieltag als Ballkind hat Levin einiges zu berichten.

“Alle Ballkinder haben eine Arbeitskarte von Arminia Bielefeld. Wir sind bei allen Heimspielen der Profis dafür zuständig, dass der Ball schnell zu den Spielern zurückkommt. An Spieltagen treffen wir uns alle in einer Kabine, um die Positionen am Spielfeld einzuteilen. Anschließend bekommen wir von Wenke, unserer Organisatorin, einen Essensgutschein, um uns für das Spiel zu stärken. Nach dem Essen können wir uns noch ca. 20 Minuten in der Kabine aufhalten, bevor es dann rechtzeitig zum Aufwärmen der Mannschaften auf den Platz geht. Denn auch schon beim Aufwärmen spielen wir den Mannschaften die Bälle zurück.

Wir haben rund um das Feld unterschiedliche Positionen. Ich bezog in diesem Spiel vor der Nordtribüne Stellung, in der Nähe des Gästeblocks. Ich stand auf der rechten Seite vom Tor, von wo aus ich das Spiel sehr gut verfolgen konnte. Direkt vor meinen Augen konnte ich beobachten, wie Marcel Hartel gefoult wurde und sich über den Elfmeter gefreut hat. Den Elfmeter, den Fabian Klos dann verwandelte, konnte ich ebenfalls perfekt sehen. Kurz darauf war Halbzeit und wir sind für zehn Minuten in die Kabine zur Pause gegangen. Insgesamt fand ich Arminia in der ersten Hälfte besser als Kiel. Sie haben immer versucht, das Spiel von hinten gut aufzubauen. Die 1:0-Führung zur Halbzeit war aus meiner Sicht verdient.

In der zweiten Halbzeit ist Kiel stärker geworden. In der Phase nach dem Anpfiff haben sie auch den Ausgleich erzielt, der leider auch nicht unverdient war. Von meiner Position aus konnte ich das Tor der Kieler perfekt sehen, was mich nicht wirklich gefreut hat. Doch fünf Minuten später fiel auf der anderen Seite das 2:1 für Arminia. Doch die Kieler gaben nicht auf, so dass es zum Ende direkt vor meinen Augen fast noch zum Ausgleich kam – Glück für Arminia, Nilsson rettete!

Nach Abpfiff haben wir alle Bälle in einem großen Ballsack gesammelt. Dann haben wir uns noch mit allen Ballkindern vor der Südtribüne getroffen und konnten noch ein wenig mit der Mannschaft und den Fans feiern. Anschließend war unser Arbeitstag beendet und wir sind zufrieden nach Hause gefahren.”

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