Arminis erleben Bühnenzauber

Gleich zu Beginn ein besonderes Highlight: Auf der großen Bühne lief gerade eine Lichtprobe für das Stück Fahrenheit 451. Zwar konnten die Arminis die Szene nur von oben durch ein Bühnenfenster beobachten, doch Theaterbegeisterte dürfen sich freuen – wer möchte, kann sich selbst einmal auf die Bühne stellen, um gemeinsam mit dem Lichtteam die perfekte Beleuchtung zu finden.
Und dann ging es los mit dem Abenteuer: Vom öffentlichen Theater-Foyer, das die Arminis von ihren Besuchen kennen, ging es durch einen „geheimen“ Gang hinter der Toilette in den Bereich, der Zuschauern sonst verborgen bleibt. Die Arminis durchquerten die Lagerräume für Requisiten. Hier gibt es ganze Abteile, die für bestimmte Stücke reserviert sind. Die Arminis entdeckten rollende Regale, auf denen die Requisiten szenengenau bereitliegen. Kochtöpfe, Geschirr und Plastik-Kartoffeln für ein Küchenszene. Rote Rosen, Regenschirme und eine Popcornmaschine für ein anderes Stück.
Weiter ging es in die Proberäume für Musik und Schauspiel. Hier zeigte ein junger Armini sein Talent am Klavier – ein echter Gänsehautmoment! Anschließend bestaunten die Kinder den großen Lastenaufzug, mit dem riesige Kulissenteile transportiert werden. Die Bühnenmitarbeiter waren live bei der Arbeit zu sehen: Die märchenhafte Kulisse für die Oper Alice im Wunderland wurde gerade bewegt.
In der Perücken- und Maskenwerkstatt erfuhren die Arminis, dass viele der Perücken aus gespendetem, echtem Haar bestehen. Diese können gewaschen, gefärbt und frisiert werden – im Gegensatz zu Kunsthaar. Eine solche Perücke anzufertigen, dauert etwa eine Woche. Aber besonders faszinierend war die Werkstatt, in der Masken und Skulpturen aus Bauschaum entstehen. Venusspringbrunnen, Hai- und Löwenköpfe – echte Kunstwerke aus extra leichtem Material.
Der Kostümfundus beeindruckte, mit über 50.000 liebevoll sortierten Einzelstücken auf zwei Ebenen. Von mittelalterlichen Gewändern über Engelsflügel bis hin zu Socken und Handtaschen. Die Arminis kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus, hier waren sie wirklich ganz nah dran am Herz des Stadttheaters.
Zum Abschluss der Führung ging es nochmal auf die Probebühne: In einem halbstündigen Improvisations-Workshop mit Martina probierten die Arminis spielerisch aus, wie man Gefühle ganz ohne Worte ausdrücken kann. Nach einem lustigen Aufwärmspiel wurden erste Szenen aus dem Stegreif gespielt – mit viel Fantasie und großem Applaus!























