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Arminis besuchen die Philharmoniker im Stadttheater

Ein Blick hinter die Kulissen, den man so schnell nicht vergisst! Die Arminis erlebten in den Osterferien einen ganz besonderen Tag im Stadttheater. In zwei Kleingruppen aufgeteilt, erkundeten die 8- bis 14-Jährigen abwechselnd das Theater bei einer Führung und schauten den Bielefelder Philharmonikern bei der Probe zu. Dazwischen stärkten sich alle bei einer gemütlichen Frühstückspause in der Theaterlounge.

Der Theaterrundgang führte treppauf, treppab durch verwinkelte Gänge und eröffnete faszinierende Einblicke in die Welt hinter der Bühne, die man als Zuschauende normalerweise nie zu sehen bekommt. Im Kostümfundus mit über 10.000 Kostümen gab es ebenso viel zu bestaunen wie in der Maske, in der Echthaarperücken sogar selbst hergestellt werden. Im Malsaal wurden gerade Kulissen für „Peter Pan“ gefertigt, und ganz nebenbei entdeckten die Kinder alte Bekannte wie das Pferd „Kleiner Onkel“ aus Pippi Langstrumpf.

Auf der Bühne selbst sorgte die beeindruckende Technik für Staunen. Eine große Drehscheibe ermöglicht schnelle Szenenwechsel, das kannten die Arminis aus dem Weihnachtsmärchen „Die kleine Hexe“. Und bei ihrer Begehung kam eine andere, flexible Bühnentechnik zum Einsatz: Für ein Tanztheaterstück wurden riesige Tücher an Stangen befestigt und später nach oben gezogen. 

Neben all den spannenden Eindrücken wurde dabei eines besonders deutlich: Nicht nur Schauspielerinnen und Schauspieler sorgen dafür, dass eine Vorstellung gelingt. Ohne die vielen Technikerinnen und Techniker sowie die Teams in Werkstätten, Maske und Organisation wäre kein Abend auf der Bühne möglich. Rund 370 Menschen arbeiten am Theater Bielefeld aus etwa 80 verschiedenen Ländern, die 80 unterschiedliche Sprachen sprechen.

Dazu gehören auch die Bielefelder Philharmoniker, deren Probe die Arminis besuchen durften. Sie erlebten die erste Übungsstunde für das Stück „Candide“ von Leonard Bernstein. Mucksmäuschenstill saßen die Arminis im Proberaum und beobachteten die Musikerinnen und Musiker bei der Arbeit. Der Dirigent ließ die Ouvertüre zunächst einmal komplett durchspielen, bevor es direkt in die Detailarbeit ging: einzelne Passagen wurden wiederholt, präzisiert und mit konkretem Feedback versehen – mehr Akzente hier, weichere Übergänge dort. So wurde schnell deutlich, wie viel Feinarbeit und Konzentration in einer solchen Probe steckt, damit am Ende alles harmoniert.

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