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Am Samstag zu Gast: Der 1. FC Nürnberg

Vor unserem Spiel gegen den 1. FC Nürnberg am Samstag, 18. April (13 Uhr), blicken wir auf unseren Gegner aus Bayern. Beim letzten Aufeinandertreffen in Bielefeld gab es ein 2:2-Unentschieden in unserem Wohnzimmer. Damals fiel der entscheidende Gegentreffer per Strafstoß kurz vor dem Schlusspfiff.

So sieht es aktuell aus: Beide Trainer haben zusammen vor einigen Jahren den 67. Trainer-Lehrgang der DFB-Akademie absolviert und sind seitdem sehr wertschätzende Kumpel. Mit dabei waren damals auch Ex-Bundesligaprofis wie Hanno Balitsch, Andreas "Zecke" Neuendorf oder auch Tobias Schweinsteiger. Während wir noch am Klassenerhalt arbeiten, dürften sich die „Glubberer“, in unseren Breiten auch „Clubberer“ gesprochen, auf Platz 9 mit aktuell 37 Zählern aller etwas sicherer fühlen. Hauptaugenmerk unserer Abwehr sollte am Wochenende auch auf Mohamed Ali Zoma liegen. Namentliche Ähnlichkeiten zu unserem früheren Stürmer Sibusiso Zuma sind rein zufällig. Der 22-Jährige mit der spannenden Doppel-Staatsbürgerschaft Italien/Elfenbeinküste traf schon zehnmal. Kopfballtore waren angesichts seiner Körpergröße von 1,74 Meter nur wenige dabei. Perfekter Aufleger und fast ebenso erfolgreicher Vollstrecker ist Julian Justvan mit 14 Scorerpunkten (7 Tore/7Vorlagen). 

Face to face: Rückblick auf das Hinspiel: Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte und starken letzten 30 Minuten störten eigentlich nur die elf Minuten nach dem Seitenwechsel und die zwei entscheidenden Gegentreffer zur 0:2-Niederlage. Unsere Heimbilanz gegen den Club liest sich ganz ordentlich, vergessen wir mal die 10er-Jahre als wir zuhause zwischen 2011 und 2016 ein 1:5, ein 0:4 und ein 1:3 kassierten. Denn seit 2016 sind wir in unserem Wohnzimmer gegen den 1. FCN ungeschlagen. Zuletzt gabs 2023 ein 2:2. 

Kommen und Gehen: Tim Handwerker hat eine ansehnliche fränkische Vergangenheit. Er spielte viele Jahre für den Club und lief zwischen 2019 und 2024 insgesamt 114-mal für den Zweitligisten auf. Der gebürtige Bergisch-Gladbacher hatte in der Zeit sogar sieben Einsätze für die U21-Nationalmannschaft. 

Im Winter holte sich der Club drei internationale Verstärkungen: Rabby Nzingoula aus Strasbourg, vom kroatischen Verein Osijek kam Armenier Styopa Mkrtchyan. Javier Fernandez wechselte zwar vom FC Bayern München ins Frankenland, ist aber gebürtiger Spanier. 

Zahlen, bitte: Was Hoffnung auf Bielefelder Tore macht: Nürnberg blieb in den bisherigen 29 Spielen nur dreimal ohne Gegentreffer – Platz 18 in dieser Statistik.  

Mit einem Durchschnittsalter von gerade mal 23,4 Jahren ist der Kader der Nürnberger der jüngste der gesamten zweiten Liga.  

Fun-Facts: 

Meister-Abstieg: 1968 wurde der Club Deutscher Meister – und stieg 1969 mit Trainer Max Merkel als Titelverteidiger direkt wieder ab. Bis heute eine einzigartige Entwicklung.

Rugby-Fußball: Am 4. Mai 1900 trafen sich 18 junge Männer, um Rugby zu spielen. Da man für einen Rugby-Verein aber 30 Leute brauchte, beschlossen sie kurzerhand: „Dann spielen wir halt Fußball.“ Der Club war somit gegründet und gewann schon neun Jahre später seine erste Deutsche Meisterschaft. 

Eiskalte Rivalen: In den 1920er Jahren war die Rivalität zwischen dem FCN und SpVgg Fürth so extrem, dass sie sogar die Nationalmannschaft spaltete. Beim Länderspiel 1924 gegen die Niederlande standen ausschließlich Spieler der beiden Clubs auf dem Platz. Die Stimmung war aber so eisig, dass beide Fraktionen in getrennten Eisenbahnwaggons anreisten und sich anschließend im Hotel konsequent ignorierten. Das Spiel ging übrigens 1:0 aus, das Tor erzielte ein Nürnberger. 

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