Almpost jetzt auch online verfügbar

Die Gestaltung orientiert sich an der historischen Arminia-Zeitung. Inhaltlich erzählt sie die Geschichten der Alm von ihren Anfängen bis heute. Themen sind unter anderem:
- Von der Wiese zur legendären Alm und seit über 20 Jahren SchücoArena: Die Entwicklung des Stadions von 1926 bis heute
- Persönliche Erinnerungen und Anekdoten von Zeitzeugen
- Zahlen, Daten und Rekorde aus 100 Jahren Heimspielgeschichte
- die langjährige Partnerschaft zwischen Arminia und Schüco
- Geschichte unserer Stadionzeitung und alternativer Fankultur-Magazine
- Entstehung legendärer Alm-Gesänge wie „BIIIE-LEEE-FELD“
Wer die Almpost online lesen möchte, kann sie hier herunterladen.
Korrektur und Ergänzung
Auf Seite 4 der Almpost schreiben wir, dass der ehemalige Arminia-Präsident Julius Hesse in Auschwitz ermordet wurde. Diese Information ist falsch. Julius Hesse wurde im Ghetto Theresienstadt ermordet. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.
Zudem fehlte im Artikel „100 Jahre Stadion an der Melanchthonstraße“ eine historische Einordnung zur Rolle von Paul Fleege während der NS-Zeit. Dies möchten wir nachfolgend ergänzen.
Paul Fleege war in den 1920er- und frühen 1930er-Jahren in verschiedenen Funktionen im Vorstand des DSC Arminia tätig. 1926 weihte er als zweiter Vorsitzender die sogenannte „Melanchthonalm“ als neues Sportgelände ein. Vor der nationalsozialistischen Machtübernahme war er Vorsitzender des Vereins und blieb dies bis Juni 1933. Anschließend wurde er von der Mitgliederversammlung zum Vereinsführer gewählt.
Am 1. Mai 1933 trat Fleege gemeinsam mit dem damaligen Vorstand der NSDAP bei. Unter seiner Führung wurde im Verein das Führerprinzip umgesetzt und nationalsozialistische Ritualpraxis eingeführt, darunter das Singen des Horst-Wessel-Liedes nach Versammlungen. Jüdische Mitglieder wurden in dieser Zeit aus dem Verein ausgeschlossen. Wie viele andere Vereine ordnete sich auch Arminia Bielefeld der nationalsozialistischen Sportführung unter.
Paul Fleege erhielt als Immobilienmakler Honorare für die Verwaltung und Mitabwicklung jüdischer Wohnungen vor der Deportation ihrer Bewohnerinnen und Bewohner. Außerdem war er an sogenannten „Arisierungsgeschäften“ in Bielefeld beteiligt und profitierte damit von der Verfolgung jüdischer Menschen während der NS-Zeit.
Paul Fleege starb 1945.
Eine sorgfältige und kritische Aufarbeitung der Vereinsgeschichte bleibt für uns ein wichtiger Anspruch. Die in der Almpost fehlende historische Einordnung bitten wir zu entschuldigen.

