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„Ärgerlich, dass wir uns nicht belohnen konnten“

Die Stimmen nach unserem Auswärtsspiel beim 1. FC Köln.

Amos Pieper:
"Wir haben heute wieder gesehen, dass jede Situation entscheidend sein kann. Wir hatten die Chance aufs 2:2, am Ende kann jeder Punkt entscheiden. Jetzt gerade überwiegt die Enttäuschung."

Patrick Wimmer:
"Die Basics haben gestimmt: Das war ein harter Kampf heute, mit vielen intensiven Zweikämpfen. Wir sind gut aus der Pause gekommen und hatten unsere Chancen - leider haben wir das Tor nicht gemacht. Am Ende liegt’s nicht am Trainer, sondern an den Spielern, die auf dem Platz stehen. Der Trainer hat uns gut eingestellt, aber leider wurde der Kampf nicht belohnt. Nächste Woche geht’s gegen einen direkten Konkurrenten, das müssen wir auf unsere Seite ziehen, wenn wir weiter die Chance haben wollen."

Stefan Ortega Moreno:
"Es war schwer. An sich war es ein vernünftiges Spiel, doch in den Momenten, in denen du es entweder killen oder verteidigen musst, waren wir zu naiv. Die drei Tore, die die Kölner geschossen haben, waren Einladungen. Wir kriegen es im Gegenzug nicht hin, ihre Fehlerhaftigkeit auszunutzen. Nur einmal ist uns das gelungen, bei dem ersten Tor, dass wir erzielen, doch solche Momente hatten wir heute häufiger. Diese Angriffe haben wir nicht gut genug zu Ende gespielt, deshalb ist es enttäuschend und gerade bin ich ziemlich leer."

"Als klar war, dass Marco Kostmann Cheftrainer werden wird, haben wir miteinander gesprochen. Er sagte zu mir, dass er sich gerne komplett auf die Mannschaft einlassen würde. Doch an unserem Verhältnis ändert sich nichts. Wir können uns blind vertrauen und wenn wir uns anschauen, wissen wir, was der andere denkt. Ich habe versucht, ihn weitestgehend in Ruhe zu lassen, damit er sich vollständig auf die Aufgabe einlassen kann. Denn auch für ihn ist es eine neue Situation. Ich glaube, alles in allem hat er das mit allen anderen aus dem Trainerteam vernünftig gemacht, doch wofür es am Ende reicht, weiß ich noch nicht."

"Ich persönlich kann den Schalter gerade noch nicht auf das Hertha-Spiel umlegen. Jetzt gerade bin ich sehr leer, aber spätestens übermorgen, nachdem ich einen freien Tag hatte, sollte der Blick wieder in Richtung Spiel gehen. Doch für den Moment muss ich mich gerade erstmal sammeln."

Marco Kostmann:
"Mein Hauptaugenmerk war, dass wir Engagement und Spielwucht erhöhen. Das habe ich heute über weite Strecken gesehen. Im Fußball geht es aber darüber hinaus. In der Box haben wir es nicht gut verteidigt. Kurz vor Schluss hatten wir durch Burak die Chance zum 2:2. Ich glaube, das wäre verdient gewesen. Leider kriegen wir durch schlechte Konterabsicherung das 1:3 und das ist im Moment vielleicht der Unterschied. Es ist ärgerlich, dass wir uns mit der Chance nicht belohnt konnten. Vom Engagement und von der Leidenschaft war es ok, aber das brauchen wir auch, um in der Bundesliga zu bestehen. In der Box haben wir heute zweimal nicht gut verteidigt, normalerweise resultiert daraus ein Gegentor, hier waren es heute leider zwei."

"Wir arbeiten genauso weiter, wie wir angefangen haben. Wir bereiten die Mannschaft auf das Spiel gegen Hertha vor und darauf vor, mit diesem Fußball weiterhin Bundesliga zu spielen. Jeder Einzelne muss sich in eine gute Situation bringen, um vom läuferischen Engagement alles hereinzubringen. Dazu müssen wir die Fehler minimieren - das ist unser Auftrag."

"Burak ist schnell in die Kabine gegangen, weil er sehr traurig war. Wir werden ihm versuchen, die Last zu nehmen, dass er das Tor nicht gemacht. Er hatte zwei mutige Aktionen und nun müssen wir ihn auffangen und ihn in seiner Entwicklung unterstützen."

"Ich habe die Fans von Arminia in all den Jahren immer als sensibel und empathisch erlebt. Sie sehen sachlich, wie ein Ergebnis zustande kommt. Mal gibt es mehr Redebedarf, aber heute haben sie gesehen, dass wir es versucht haben. Von daher bin ich dankbar darüber, dass sie uns bis Saisonende unterstützen."

Steffen Baumgart:
"Ich glaube, dass Bielefeld dichter am 2:2 dran war als wir am 3:1. Entscheidend war, dass die Jungs abgerufen haben, was sie können. Damit meine ich Leidenschaft und Einsatz. Heute sind wir mit dem Ergebnis zufrieden, die Einstellung hat gepasst, aber das Spiel hätte auch Unentschieden ausgehen können. Mir hat einiges gefehlt. Wir arbeiten kompakt und stehen stabil, das ist gut. Punktetechnisch sind wir in einer guten Situation, aber die Jungs überlegen natürlich. Bielefeld hat heute zum wiederholten Male auf Augenhöhe gespielt. Wir haben nicht so leichtfüßig gespielt, wie wir das können."

 

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