3:0-Auswärtssieg bei den Löwen

Cheftrainer Mitch Kniat musste das Spiel aufgrund seiner Gelb-Sperre aus einem kleinen Fensterchen oberhalb der Haupttribüne verfolgen. In Zusammenarbeit mit seinem Co-Trainer Daniel Jara schickte er zum dritten Mal hintereinander dieselbe Startelf auf den Rasen. Die Sperre für Kniat war übrigens eine Light-Version, denn unser Cheftrainer durfte vor dem Spiel und in der Pause die Kabine aufsuchen und hätte während des Spieles über Funk sogar Kontakt zu Jara halten können - Letzteres tat er aber nicht.
Die erste Chance hatten die Gastgeber nach nur 52 Sekunden. Ein Einwurf landete bei Dickson Abiama, der aus spitzem Winkel aber an Jonas Kersken scheitert. Joel Grodowski (11.) setzte dann die ersten Nadelstiche für Arminia, ließ einen 60er aussteigen, sein Schuss landete am Außennetz. Joel Felix (16.) hatte die nächste Gelegenheit. Nach einer Flanke von Stefano Russo drückte er den Ball mit dem Kopf aufs Tor, was aber kein Problem für Löwen-Torwart Hiller war. Bei 1860 sorgte vor allem Abiama für gefährliche Momente. Eine Ball-Stafette landete beim Löwen-Stürmer (26.), der im Fallen die Kugel aber nicht an Kersken vorbeischieben konnte. Mael Corboz (32.) hatte dann die Führung auf dem Fuß. Noah Sarenren Bazee schlenzte den Ball von der Torraumlinie zurück an die Strafraumkante, doch ein 60-Abwehrbein verhinderte den ersten Treffer. Christopher Lannert kassierte kurz danach wie auch Felix und Lukas Kunze seine fünfte gelbe Karte. Alle drei fehlen der Arminia somit beim nächsten Spiel gegen die Reserve des VfB Stuttgart.
Augenblicke später ballte Mitch Kniat dann aber aus seiner Vogelperspektive die Faust und riss die Hände in die Luft. Was war passiert? Abschlag von Kersken, Roberts Uldrikis holte den Ball erst elegant runter und spitzelte ihn dann über die Löwen-Abwehr zu Grodowski (36.), der das Leder über den herausstürmenden Hiller zum 1:0 ins Netz lupfte und für viel Jubel bei den 1.400 mitgereisten Arminen im Auswärtsblock sorgte.
Ähnlich wie in Hälfte eins erwischten die Münchner, für die erstmals Ex-Armine Anderson Lucoqui spielte, den besseren Start: Einen Schuss von Julian Guttau (46.) konnte Kersken aber mit beiden Fäusten entschärfen. 1860 auch in der Folgezeit sehr aktiv, ohne jedoch so richtig gefährlich zu werden. Anders unsere Arminia: Zuerst rauschte ein Schuss von Lannert (56.) aus 23 Metern knapp am Tor vorbei, anschließend ließ Sarenren Bazee zwei Münchner im Strafraum stehen, vergab aber knapp. Grodowski (77.) hätte dann für die Vorentscheidung sorgen können. Eine Vorlage von Kunze setzte er neben das Tor. Das erledigte dann Uldrikis (83.) selbst, ebenfalls mit seinem Premierentreffer nach einem Zauberpass von Kunze zum 2:0. Julian Kania mit seinem achten Treffer stellte den Endstand nach einem mustergültigen Konter im Alleingang her. Es war übrigens Jokertor Nummer zwölf unserer Arminia - Ligabestwert.
Weiter geht in einer Woche zuhause gegen die Reserve des VfB Stuttgart.
TSV 1860 München: Hiller – Lucoqui, Reinthaler, Verlaat, Reich (61. Danhof) – Maier, Jacobsen (46. Frey) – Wolfram, Guttau, Abiama(81. Ott) – Hobsch (46. Kozuki)
DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Hagmann, Felix, Schneider, Lannert (90. Oppie) – Russo - Corboz, Wörl (70. Kunze) – Grodowski (81. Großer), Uldrikis (90. Kania), Sarenren Bazee (70. Schreck)
Schiedsrichter: Marc Philip Eckermann (Winnenden)
Zuschauer: 15.000
Gelbe Karten: Verlaat, Lucoqui/Grodowski, Lannert (5), Felix (5), Kunze (5)
Tore: 0:1 (36.) Grodowski, 0:2 (83.) Uldrikis, 0:3 (90.+3) Kania.

