2:3-Niederlage gegen K'lautern

Im Vergleich zum Auswärtsspiel bei der SpVgg Greuther Fürth (0:1) nahm Cheftrainer Daniel Scherning vier Wechsel in der Startelf vor. Janni Serra, Andres Andrade, Manuel Prietl und Bryan Lasme rückten für Fabian Klos, Ivan Lepinjica, Jomaine Consbruch (alle Bank) und Oliver Hüsing (Sprunggelenksverletzung) in die Anfangsformation.
Nach handgestoppten elf Sekunden konnte sich der DSC die erste Ecke erspielen - diese brachte leider nichts ein, zeigte aber sofort, dass der DSC vor 24.651 Zuschauern in der SchücoArena punkten wollte. Die Marschroute war klar: Es sollte der vierte Heimsieg aus den letzten fünf Heimspielen her.
Die Gäste aus der Pfalz, die in dieser Spielzeit bisher auswärts noch nicht verloren hatten, meldeten sich aber ebenfalls recht früh vor dem Tor des Gegners an. Philipp Klement tauchte nach einem feinen Doppelpass in halblinker Position frei vor Arminia-Keeper Martin Fraisl auf, blieb an diesem aber hängen. Zwei Minuten später zückte Schiedsrichter Patrick Alt die erste gelbe Karte des Spiels. Manuel Prietl, DSC-Kapitän, kam im Mittelfeld einen Schritt zu spät und stieg seinem Gegenspieler auf den Fuß. Dadurch setzte Alt früh ein Zeichen, sich und sein Gespann damit aber vielleicht auch ein Stück weit unter Druck.
Masaya Okugawa zeigte unmittelbar danach seine ganze Klasse, dribbelte sich an mehreren FCK-Spielern vorbei zur Grundlinie und kam von dieser mit links zur Flanke - Janni Serra stieg hoch, bekam jedoch nicht genug Druck hinter den Ball, sodass Andreas Luthe den Ball vor dem Kasten der "Roten Teufel" sicher aufnehmen konnte (7.) In der zwölften Minute blieb Fraisl im Duell mit FCK-Offensivspieler Marlon Ritter Sieger, dessen Flatterschuss der Österreicher gut abwehren konnte.
20 Minuten waren gespielt als Robin Hack mit seinem Schussversuch an einem Block der FCK-Abwehr hängenblieb und die Gäste dadurch kontern konnten. Am Ende des gefährlichen Gegenangriffs kam Klement nach einer scharfen Flanke von der linken Seite an die Kugel, setzte diese aber einen Hauch neben das Tor. Glück für den DSC.
Weniger Glück hatte der DSC dann in der 44. Minute als Schiedsrichter Alt das gewisse "Fingerspitzengefühl" vermissen ließ. Einen langen Ball versuchte der bereits verwarnte Lasme mit einem hohen Bein herunterzuholen und traf dabei - laut Meinung Alts - seinen Gegenspieler mit dem Fuß leicht im Gesicht. Daraufhin wurde der Franzose des Feldes verwiesen. Zur Wahrheit gehört wohl auch, dass es keine klare Fehlentscheidung war, aber mit ein bisschen mehr Milde hätte das Spiel wohl auch gut und gerne im Elf gegen Elf fortgesetzt werden können. Kurz darauf war Pause, in der Scherning auf dem Weg in die Katakomben auch noch eine gelbe Karte sah, weil er seinen Unmut zu laut äußerte.
Aus der Halbzeit kam Arminia mit Wut im Bauch, mit viel Energie und mit der Unterstützung der Fans. In der 51. Minute spielten sich Oczipka, Serra und Rzatkowski toll durchs Mittelfeld - am Ende steckte Arminias Nummer 16 den Ball fein auf Masaya Okugawa, der die Kugel mit dem ersten Kontakt aber leider etwas unsauber annahm, sodass die gute Chance verpuffte. Eine Minute später gab's die nächste gute Gelegenheit. Gästetorwart Luthe klärte einen tiefen Ball auf Hack weit vor dem eigenen Tor, spielte diesen dann aber genau in die Füße von Serra. Der versuchte, das Spielgerät aus 40 Metern ins verwaiste Tor zu chippen, doch FCK-Abwehrspieler Robin Bormuth kam noch eben mit dem Kopf an die Kugel und klärte zur Ecke.
Der DSC machte das Spiel, der eminent effiziente und abgezockte FCK die Tore - Klement nach feiner Vorlage von Prince Redondo (54.) und Aaron Opoku (58.) trafen innerhalb kürzester Zeit für die Gäste. Arminia ließ sich davon aber nicht beirren, im Gegenteil: Nachdem Rzatkowski den möglichen Anschlusstreffer noch vergab (Latte, 60.), erzielte Hack nur wenige Momente später nach feiner Vorarbeit von Okugawa, der tief in der "Lautrer" Hälfte schlau den Ball gewonnen hatte, den Anschlusstreffer (60.). Doch damit gab sich die Scherning-Elf nicht zufrieden.
Rechtsverteidiger Lukas Klünter wurde im Strafraum der Gäste gefoult, sodass Alt auf den Punkt zeigte. Hack nahm sich der Sache an und verwandelte sicher, 2:2! Der DSC war da, er wollte, er tat, er war besser, doch es sollte nicht sein - kurz vor Schluss traf der eingewechselte Hanslik zum 3:2 für den 1. FC Kaiserslautern und eine an sich glaubende Arminia damit komplett ins Mark (88.). Dabei blieb's.
DSC Arminia Bielefeld:
Fraisl - Klünter (89. Gebauer), Ramos, Andrade, Oczipka - Prietl (C) (61. Lepinjica), Rzatkowski (89. Jäkel) - Lasme, Okugawa, Hack - Serra (80. Klos).
1. FC Kaiserslautern:
Luthe (C) - Schad (84. Lobinger), Bormuth, Tomiak, Durm - Ritter, Niehues (84. Ciftci) - Opoku (66. Wunderlich), Klement (66. Hanslik), Redondo (75. Hercher) - Boyd.
Tore:
0:1 (54.) Klement, 0:2 (57.) Opoku, 1:2 (60.) Hack, 2:2 (74./Foulelfmeter) Hack, 2:3 (88.) Hanslik.
Gelbe Karten:
Prietl, Hack, Scherning/Durm
Gelb-Rote Karte:
Lasme (44./wdh. Foulspiel)
Zuschauer:
24.651

