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2:2-Unentschieden in Lübeck

Später Schock in der Nachspielzeit: In einer umkämpfter Partie entreißen uns die Gastgeber mit dem Schlusspfiff die sicheren drei Punkte und gleichen zum 2:2 aus (90.+6). Zuvor hatten Merveille Biankadi (56.) und Leon Schneider (62.) eine 2:0-Führung herausgespielt. Mit einem Doppelschlag durch Mats Facklam endet die Partie Unentschieden. Hier geht's zum Spielbericht.

Mit nur einem Wechsel im Vergleich zum vergangenen Spieltag gegen SV Sandhausen schickte Cheftrainer Mitch Kniat seine Elf auf den Rasen. Statt Aygün Yildirim bekam Merveille Biankadi das Startrecht. Alle anderen Positionen blieben unverändert beim Auswärtsspiel in Lübeck.

Die rund 2000 Arminen im Gästeblock sahen von Beginn an keinen guten Start ihrer Mannschaft im Stadion an der Lohmühle. Beide Teams waren um eine stabile Defensive bemüht, taten sich zeitgleich aber extrem schwer, gute Aktionen nach vorne zu fahren. Nach sechs Minuten kommt Max Großer im Zweikampf gegen Cyrill Akono zu spät und bekommt die frühe gelbe Karte – glücklicherweise stand Leon Schneider noch neben ihm und hätte eingreifen können, sonst wäre es wohl der frühe Platzverweis gewesen.

Torchancen hatte das Spiel nur über Standards zu bieten. Die gefährlicheren waren zunächst auf Seiten des VfB, zumeist nach Eckbällen. Doch die Nachschüsse verfehlten alle ihr Ziel (19./29.). Bis zur 30. Minute schafften es die Schwarz-Weiß-Blauen nicht, das 4-4-2 der Gastgeber zu knacken, da halfen auch die vielen Ballbesitzphasen nicht. Im Gegenteil: Nach 35 Spielminuten ist es Fabian Klos, der nach einer Ecke in höchster Not vor dem einschussbereiten Mirko Boland klärt. Mit dem Halbzeitpfiff sahen die 8.293 Zuschauer die ersten dicken DSC-Chancen. Diesmal steht Fabi auf der anderen Seite vorm Tor, bekommt eine Eckballverlängerung durch Leandro Putaro vor die Füße und wird vor dem Einschuss von Tommy Gruppe verteidigt. Kurz darauf ist es eine Biankadi-Klos-Kombi, an deren Ende Kaito Mizuta an Schlussmann Philipp Klewin scheitert. Mit einem zähen 0:0-Unentschieden schickte Schiedsrichter Martin Speckner beide Teams in die Halbzeit.

Mit dem gleichen Personal brachte Kniat seine Elf zurück auf den Rasen. Und dieses wirkte deutlich aktiver als die 45 Minuten zuvor. Nach wenigen Zeigerumdrehungen trifft Sam Schreck nach einer Mizuta-Hereingabe nur das Außennetz (51.). Kurz darauf ist es wieder Mizuta, der eine gefährliche Flanke vors Tor bringt. Über den Kopf von Klos landet der Ball bei Biankadi, der aus kurzer Distanz die 1:0-Führung erzielt (56.). Der Bann schien gebrochen, denn Leon Schneider erhöhte nach ähnlichem Muster (Oppie-Flanke, Klos-Verlängerung) auf 2:0 (62.). Doch der doppelte Vorsprung sollte nur eine Minute Bestand haben: Im eigenen Spielaufbau verlieren wir den Ball gegen die aufgerückten Gastgeber. Aus 20 Metern überlegt der gerade eingewechselte Mats Facklam nicht lange und verkürzt auf 1:2 (63.). Es entwickelte sich weiter eine über weite Strecken umkämpfte Partie, in der sich keiner entscheidende Vorteile erspielte.

Mit den eingewechselten Can Özkan, Manuel Wintzheimer und Semi Belkahia wollte Kniat das Ergebnis über die Zeit bringen. Und bis kurz vor dem Abpfiff sollte das auch gelingen. Aber mit dem Schlusspfiff hatten die Gastgeber das Spielglück auf ihrer Seite: Ein letzter langer Ball landete in unserem Strafraum, im Getümmel blieben allerdings alle Klärungsversuche erfolglos. So ist es wieder Facklam, dem das Spielgerät vor die Füße fällt und der Jonas Kersken ein zweites Mal keine Abwehrchance lässt (2:2; 90.+6). Im Anschluss pfiff Speckner die Begegnung nicht mehr an.

VfB Lübeck: Klewin – Hauptmann, Gruppe, Reddemann, Sternberg – Egerer, Thiel (63. Velasco), Boland (90.+1 Löhden), Gözüsirin (79. Farrona Pulido) – Akono (79. Sommer), Schneider (63. Facklam)

DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Oppie, Großer, Schneider, Lannert – Schreck, Mizuta (90.+4 Belkahia), Wörl (82. Özkan) – Biankadi (82. Wintzheimer), Klos, Putaro (68. Shipnoski)

Tore: Biankadi (0:1; 56.), Schneider (0:2; 62.), Facklam (1:2; 63.), Facklam (2:2; 90.+6)

Gelbe Karten: Großer, Kersken/Thiel, Velasco

Zuschauer: 8.293

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