2:1-Sieg gegen Gütersloh

Mit dem Anpfiff von Schiedsrichter Nils Hasse begann nicht nur die Partie, sondern auch ein kräftiger Regenschauer, der die komplette erste Hälfte andauern sollte. Unter erschwerten Bedingungen traten die Schwarz-Weiß-Blauen dominant auf, ohne den Nachbarn aus Gütersloh lange Ballbesitzphasen zu gestatten – ganz im Gegenteil. Das Mittelfeld agierte strukturiert und bestimmend, schaffte es aber nicht, das Spielgerät im Gehäuse von Gäste-Torwart Tim Matuschewsky unterzubringen. Weder die Abschlüsse von Louis Oppie, Christopher Schepp, Henrik Koch oder Manuel Wintzheimer sollten zum Torerfolg führen. „In der kommenden Saison wird uns diese Spielweise oft begegnen. Mannschaften, die sich hinten reinstellen, in einem 4-4-2 agieren und mit Mittelfeld- und Abwehrpressing spielen. Dafür braucht man Lösungen. In der ersten Halbzeit haben wir durch einige Flanken gesehen, dass wir Chancen kreieren. Da müssen wir noch zielstrebiger sein, dann kann so eine Mannschaft auseinanderbrechen“, bilanziert Mitch Kniat nach dem Spiel.
Dazu sollte es aber nicht kommen. Es dauerte bis zur 65. Minute, bis Kaito Mizuta den Bann brechen sollte: Einen geblockten Ball von Schepp verwertet der auffällige Japaner kompromisslos mit seinem linken Fuß zur 1:0-Führung. Im direkten Anschluss nutzte Kniat die Gelegenheit zum Vielfachwechsel: „Das Wochenende soll so genutzt werden, dass alle Spieler die vollen 90 Minuten spielen können. Einige werden ein Spiel durchspielen, andere werden in beiden Partien auf die volle Distanz kommen. Das ist das große Ziel.“ Die zahlreichen Wechsel änderten nichts an der Spielrichtung. Trotzdem erzielten die Gäste den Ausgleich. Während Schlussmann Leo Oppermann erst gegen Dimitrios Nemtsis stark hält, ist er in der 74. Minute machtlos. Hendrik Lohmar bringt eine Freistoß-Hereingabe mustergültig auf den Gäste-Stürmer, der über Oppermann hinweg einnetzt (1:1).
Erst kurz vor Schluss belohnte sich der DSC: Merveille Biankadi steckt den Ball auf den eingewechselten Fabian Klos durch, der mit Ruhe und Übersicht zur Führung einschiebt – 2:1 (87.). „Das Gegentor ärgert mich, weil wir das vorher auch trainiert haben. Das müssen wir uns anschauen. Aber insgesamt bin ich mit dem Spiel zufrieden. Wenn wir unsere Chancen besser nutzen, hätte das Ergebnis auch höher ausfallen können. Man darf nicht vergessen, dass wir heute fünf Spieler aus der U19 dabei hatten, was wirklich positiv für den Verein ist. Deswegen bin ich mit dem Testspiel heute total zufrieden“, erklärt Kniat.
Morgen geht’s für die DSC-Jungs zum niederländischen Zweitligisten VVV Venlo. Anstoß ist um 18 Uhr. Das Spiel wird per Livestream über YouTube übertragen.

