2:1-Heimsieg gegen Aue

Vor 17.903 Zuschauern schenkte Cheftrainer Mitch Kniat derselben Elf das Vertrauen, die schon in Sandhausen am vergangenen Spieltag auflief. Auch Isaiah Young schaffte es in den Kader, nachdem er sich beim Aufwärmen am vergangen Freitag am Oberschenkel verletzte.
Während die erste Anfangsphase den Schwarz-Weiß-Blauen gehörte, kamen die Gäste aus dem Erzgebirge mit zunehmender Spieldauer immer besser in die Partie. Die Folge waren zwei Ecken, von denen die zweite den ersten kleinen Schreckmoment nach sich zog: Marvin Stefaniak (7.) schoss den Ball von außen parallel zur Torlinie, da jedoch kein Auer Spieler den Fuß noch dazwischen bekam, blieb es zum Glück ungefährlich. Für die ersten Achtungszeichen sorgten dann Joel Grodowski (11.) und Mael Corboz (14.), deren Schüsse jedoch jeweils neben dem Tor landeten. Aue, die im Umschaltspiel erwartungsgemäß mit hohem Tempo agierten, kamen immer wieder durch Flanken gefährlich vors Bielefelder Tor. Bis dahin jedoch ohne Erfolgserlebnisse. Denn wenn es brenzlig wurde, konnten sich die Arminen auf Schlussmann Jonas Kersken verlassen, der nach einer Ecke der Gäste einen Kopfball von Boris Tashchy (19.) mit den Fingerspitzen über die Latte lenkte. Schreckmoment dann Mitte der ersten Halbzeit: Nach einem langen Ball konnte Marcel Bär im Alleingang auf Kersken zulaufen, traf aber nur den Pfosten (25.). Aue legte kurz darauf nach: Stefaniak (29.) zirkelte einen Freistoß aus 20 Metern auf den linken oberen Torwinkel, doch Kersken hielt unsere Mannschaft mit seiner zweiten Glanzparade im Spiel, während auf der anderen Seite Grodowski (32.) und Roberts Uldrikis (35.) beide das Tor von Martin Männel verfehlten.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Geschehen mit frühem Pressing und einigen guten Aktionen in Tornähe merklich: Joel Felix‘ Kopfball (48.) hätte fast zur frühen Führung gereicht. Unsere Mannschaft wurde nun deutlich aggressiver und kam mit mehr Zug zum Tor der Gäste in die Partie.
Großer Aufreger nach 69 Minuten. Marius Wörl tankte sich auf rechts durch bis zum Fünfmeter-Raum, uneigennützig passte er den Ball zu Corboz zurück, der stark elfmeterverdächtig am Schuss gehindert wurde. Wenig später brachte Cheftrainer Mitch Kniat neue Kräfte auf das Grün: Drei Angreifer raus, drei neue rein (Julian Kania, Isaiah Young und Merveille Biankadi). In der Schluss-Viertelstunde setzte der DSC auf Attacke, ohne dabei die Ordnung zu verlieren. Und das wurde belohnt! Corboz, der zuvor ein weiteres Mal im Strafraum gefoult wurde, zog vom Strafraum ab und vollendete eine Willensleistung mit dem Führungstreffer (1:0; 82.). Perfekt machte den Nachmittag dann Julian Kania. Den Pass von Oppie veredelte er mit seinem siebten Saisontreffer (2:0; 86.). Auch wenn es nach dem Anschluss-Treffer von Burghardt (90.) noch einmal spannend wurde, brachte unsere Mannschaft den Sieg über die Zeit.
Weiter geht’s am Freitag (19 Uhr) bei 1860 München.
DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Hagmann, Felix, Schneider, Lannert (46. Oppie) – Russo – Corboz (89. Großer), Wörl – Grodowski (72. Young), Uldrikis (72. Kania), Sarenren Bazee (72. Biankadi)
FC Erzgebirge Aue: Männel – Rosenlöcher, Vukancic (66. Nkansah), Barylla, Fallmann (75. Burghardt) – Stefaniak (63. Clausen), Loune, Pepic, Sijaric (75. Seitz) – Tashchy (75. Hoffmann), Bär
Schiedsrichterin: Fabienne Michel
Zuschauer: 17.903
Gelbe Karten: Grodowski, Schneider, Kniat - Fallmann, Rosenlöcher
Tore: 1:0 (82.) Corboz, 2:0 (86.) Kania, 2:1 (90.) Burghardt

