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1:4-Niederlage in Nürnberg

Im Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg verliert unsere Mannschaft am 3. Spieltag mit 1:4. Die extrem effektiven Gastgeber führen zur Halbzeit mit 0:3 und treffen dabei mit jedem einzelnen Versuch auf das Tor. In einer Partie, die ausgeglichener war als das Ergebnis es hergab, trifft Marius Wörl aus 45 Metern zum 1:4-Endstand.

Cheftrainer Oliver Kirch nahm vor dem Anpfiff drei Änderungen im Vergleich zum Pokalspiel in Großaspach vor: Für Joel Felix, Arne Sicker und Isi Young spielten Maximilian Großer, Tim Handwerker und Sam Schreck von Beginn an. 

Beide Mannschaften kamen schwungvoll in die Partie. Aber trotz längeren Ballbesitzphasen der Gastgeber ließ die Arminia in der Anfangsphase den Club kaum vors eigene Tor kommen. Jedenfalls bis zur elften Minute: Da startete Mohamed Ali Zoma von der Mittelinie über die linke Seite bis in den Sechzehner und schob schließlich auch noch an Jonas Kersken vorbei, der vergeblich versuchte den Winkel zu verkürzen. Kalte Dusche, die beinahe im Gegenzug schon korrigiert worden wäre. Nach einer Ecke kamen gleich drei Bielefelder nacheinander an den Ball, doch immer war noch ein Nürnberger Abwehrbein dazwischen. Wenn dann sorgte der DSC über die die Außen für gefährliche Momente, doch Zählbares verhinderten die Abwehr der Franken oder Schlussmann Jan Reichert. 

Nürnberg dafür nach 20 Minuten maximal effektiv: Ein weiterer Torschuss, ein weiterer Treffer. Nach einer Flanke von Finn Ole Becker steht Tim Janisch (22.) völlig frei im Strafraum, nimmt die Hereingabe direkt und schiebt links unten ins Tor. Als Gegenmittel presste Arminia deutlich höher und ließ sich vom Rückstand nicht beirren. Doch die DSC-Angriffe stellen Reichert noch nicht vor unlösbare Probleme. Auf der anderen Seite dann der dritte Treffer: Adam Markhiev fasst sich aus 20 Metern ein Herz, hält drauf, Stefano Russo fälscht mit dem Kopf unhaltbar für Kersken ab: 3:0 nach 38 Minuten. Doch auch davon ließ sich der DSC wie schon nach dem ersten Gegentreffer nicht beeindrucken: Marvin Mehlem dribbelt sich im direkten Gegenzug links in den Strafraum, legt für Schreck auf, der freistehend aus zehn Metern erneut an Nürnbergs Torwart Reichert scheitert, der sehr gut hält. Bielefeld hatte in dieser ersten Hälfte nicht weniger Chancen, Nürnberg war einfach nur gnadenlos effektiv.

Wie es gehen könnte, sahen die 1.800 mitgereisten Arminen vor den 36.269 Zuschern direkt nach Wiederanpfiff. Koudossou nahm Tempo auf, sein Zuspiel zu Momuluh konnte der Bielefelder mitnehmen, scheiterte aber erneut an Reichert. Und nur eine Minute später dribbelte sich Momuluh (48.) an der Strafraumkante in hohem Tempo in die Mitte, schoss aber knapp drüber. Zwei gute Chancen in zwei Minuten, die zeigten, dass unsere Mannschaft immer noch im Spiel war. Auch im weiteren Verlauf sollte es ein ausgeglichenes Verhältnis bleiben, doch die erarbeiteten Chancen kamen nicht zwingend vors Nürnberger-Tor. Anders gestalteten es die Gastgeber: Aus 18 Metern schloss erneut Markhiev ab und ließ Kersken keine Abwehrchance (67.). 

Nach den Einwechslungen von Roberts Uldrikis und Till Wegener, der zu seinem Zweitligadebüt kam, fiel der Anschlusstreffer durch Marius Wörl. Ein abgefangenes Zuspiel brachte Wörl mit seinem Linken direkt aufs Tor. Sein 45-Meter-Versuch senkte sich über Reichert ins Nürnberger Tor. Es sollten bis zum Abpfiff von Schiedsrichter Patrick Schwengers allerdings keine weiteren Treffer fallen. 

1.FC Nürnberg: Reichert – Porstner, Mandic, Kalogeropoulus, Janisch (70. Masouras) – Fernandez, Markhiev – Becker (83. Soldic) – Zoma (83. Ghrieb), Scobel (70. Haugen), Justvan (63. Lubach)

DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Handwerker, Großer, M. Bauer, Koudossou – Schreck (46. Wörl), Russo, Mehlem (71. Wegener) – Rochelt (71. Uldrikis), Grodowski (57. Boakye), Momuluh (83. Young)

Schiedsrichter: Patrick Schwengers (Frankfurt am Main)

Zuschauer: 41 000

Gelbe Karten: Zoma, Mandic

Tore: 1:0 (11.) Zoma, 2:0 (22.) Janisch, 3:0 (38.) Markhiev, 4:0 (67.) Markhiev, 4:1 (76.) Wörl

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