1:4-Niederlage in Karlsruhe

Cheftrainer Mitch Kniat schickte die gleiche Startformation auf den Rasen Wildparkstadions. Auch Maximilian Bauer legte sein Fieber unter Woche rechtzeitig wieder ab. Das Vertrauen versuchte als erster Taddel Momuluh zurückzuzahlen. Sein Solo-Sprint (5.) nach einem feinen Zuspiel von Christopher Lannert fing jedoch KSC-Torwart Hans Christian Bernat rechtzeitig ab. Für die erste richtige Annäherung war wiederum Momuluh (8.) verantwortlich. Eine Ecke von Marius Wörl erwischte er aber volley nicht mit voller Wucht. Die zweite Chance brachte die Führung! Einen langen Einwurf von Joel Grodowski veredelte Robin Knoche, der mit dem ganz feinen Fuß den Ball am Torwart vorbei an den Innenpfosten und von da aus ins Tor lenkte. Bereits unser Standardtor Nummer 23 in dieser Saison – Bestwert in der Liga!
Doch leider ließ die Antwort der Gastgeber nicht lange auf sich warten. Über David Herold konterte sich der KSC zum Ausgleich. Seinen Pass steckte Marvin Wanitzek zu Louey Ben Farhat (18.) perfekt durch. Und der Tunesier traf aus 18 Metern. Eine abtastende Anfangsphase hat sich zu einem temporeichen Abnutzungskampf gewandelt. Rund 70 Prozent Ballbesitz für unsere Arminia machen in dieser Phase durchaus Hoffnung auf mehr. Auch, weil der DSC nach einer halben Stunde das Spiel kontrollierte. Und durch Semir Telalovic (33.) ein von drei aufeinander folgenden Ecken nur knapp daneben zieht. Alle statistischen Werte sprechen sechs Minuten vor der Pause für Arminia, nur leider schießt die Statistik keine Tore. Letzte Chance vor dem Seitenwechsel: Nach einem Foul an Momuluh bekommt Bernat gerade noch die Finger an den Freistoß von Stefano Russo, der aus 18 Metern draufhält.
Nach dem Seitenwechsel die nächste Annäherung: Ein langer Ball von Lannert faustet Bernat unzureichend weg und Corboz vor die Füße. Doch unser Kapitän (47.) verzieht knapp. Auf der anderen Seite haben die Gastgeber die nächste Chance: Wieder mal taucht Ben Farhat (54.) am Strafraum auf, aber Jonas Kersken holt den Ball aus der rechten Ecke. Danach hat Telalovic den Ball auf dem Fuß, rutscht aber im Strafraum weg (58.). Besseren Stand hat dann Christoph Kobald (63.): Nach einer Flanke von Stephan Ambrosius klärt Arne Sicker genau auf den Fuß des Karlsruhers, dessen Schuss aus 16 Metern unten rechts im Bielefelder Tor einschlägt. Bielefeld hatte alles im Griff, aber der KSC führte plötzlich. Doch der DSC versuchte es fortan mit Flankenläufe, aber weder die Hereingaben von Sicker von der Strafraumgrenze noch vom eingewechselten Jannik Rochelt fanden einen Abnehmer. Die Gastgeber hingegen hoch effektiv. Ein Freistoß von Wanitzek von der rechten Seite flog unbeirrt durch den Strafraum, Fabian Schleusener ließ ihn durch und zwölf Minuten vor dem Ende stand es 1:3. Die große Möglichkeit zum Anschluss ließ dann Noah Sarenren Bazee liegen, der eine langgezogene Flanke von Sicker knapp am Tor vorbei köpfte. Ein vierter Gegentreffer blieb dem DSC zunächst zwar erspart, denn bei einem Schuss aus der Distanz von Wanitzek (86.), der im Tor landete, stand ein Karlsruher leicht im Abseits. Doch in der 89. Minute klingelte es dann doch: Wanitzek hebelte mit einem Diagonalpass die Abwehr aus, Shio Fukuda machte dann mit dem 4:1 (89.) den Deckel drauf. Wenig später beendete Florian Lechner die Partie.
Karlsruher SC: Bernat – Kobald, M. Franke, Ambrosius – Herold (59. Förster), Rapp (84. Kwon), S. Jung – Wanitzek, Burnic – Schleusener (84. Müller), Ben Farhat (76. Fukuda)
DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Sicker, Knoche, M. Bauer, Lannert (62. Hagmann) – Russo – Wörl (83. Young), Corboz – Grodowski (62. Rochelt), Telalovic (75. Uldrikis), Momuluh (75. Sarenren Bazee)
Schiedsrichter: Florian Lechner (Insel Poel)
Zuschauer: 31 921
Gelbe Karten: Kobald, Rapp - Knoche
Tore: 0:1 (11.) Knoche, 1:1 (18.) Ben Farhat, 2:1 (63.) Kobald, 3:1 (77.) Wanitzek, 4:1 (89.) Fukuda

