1:3-Niederlage in Hannover

Zwei Änderungen nahm Cheftrainer Mitch Kniat vor dem Anpfiff vor: Für Leon Schneider rückte Joel Felix, der sein Zweitliga-Startelf-Debut gab, in die Innenverteidigung. Und Taddel Momuluh rutschte von der rechten Abwehr-Seite noch vorne auf den Flügel.
Erster Schreckmoment nach 13 Sekunden: Ein erster Angriff der Gastgeber, ein Schuss, den Jonas Kersken im letzten Moment klären kann. Ein Tor hätte aber nicht gezählt, weil Schiedsrichter Tobias Stieler auf Offensivfoul entschied. Turbulent gings weiter: Nach fünf Minuten zappelte der Ball Im Tor, Benjamin Källman hatte geschossen. Doch der Videobeweis zeigte deutlich, dass im vorherigen Schlüsselmoment eine Abseitsstellung vorlag. Ein aufregender Beginn, der aber ohne nachhaltige Folgen blieb.
Taddel Momuluh, dann mit der ersten Offensiv-Aktion unserer Arminia nach 13 Minuten: von der rechten Seite zog er in die Mitte, verzog dann aber ein gutes Stück über das Tor. Auch die nächste Aktion gehörte Momuluh (15.), der im Strafraum der Gastgeber ganz stark drei Hannoveraner aussteigen ließ, aber wiederum knapp vergab.
96 sehr zielstrebig über die linke Seite. Doch einen Konter der Niedersachsen ließ Jannik Rochelt (26.) aus kurzer Distanz ungenutzt. Mittlerweile wars vor den 49 000 Zuschauern ein Spiel absolut auf Augenhöhe, auch akustisch waren unsere zahlreichen mitgereisten Fans mindestens ebenbürtig.
Nach 35 Minuten dann die Führung für unsere Farben: Joel Felix drückt eine perfekte Flanke von Momuluh zur Führung mit dem Kopf ins Netz. Kurz vor der Pause folgte ein Schockmoment (43.): Denn da entschied Schiedsrichter Stieler nach Videobewies auf Elfmeter für Hannover. Maximilian Großer war der Ball zuvor an die Hand gesprungen. Hannovers Boris Tomiak wählte die Mitte, schippte die Kugel aber gegen die Latte. Da anschließend auch ein Freistoß aus 17 Metern von Rochelt nicht zum Erfolg für 96 führte, ging es mit einer verdienten Führung für unsere Arminia in die Pause, in der Cheftrainer Mitch Kniat verletzungsbedingt Stefano Russo auswechselte.
Nach dem Wechsel folgten dann starke 96-Minuten: Ein Abschlag von Torwart Noll landete bei Husseyn Chakroun (53.), der im Eins-gegen-Eins die Ruhe behielt und den Ball an Kersken vorbei zum Ausgleich ins Netz lupfte. Nur 111 Sekunden später der zweite Treffer: Wiederum Chakroun war der Wegbereiter: Sein Anspiel landete bei Hayate Matsuda, dessen Schuss zunächst noch von Großer geblockt wurde. Den Nachschuss lenkte Mael Corboz dann aber unhaltbar für Kersken zur Führung der Gastgeber ins Tor.
Arminia berappelte sich nach diesem Doppelschlag recht schnell und hatte nach 70 Minuten die große Chance auf 2:2 zu stellen. Doch ein scharfes Zuspiel von Joel Grodowski von der Torauslinie bekam Corboz nicht richtig auf den Fuß und schoss den Ball knapp über das Gehäuse (70.). In der Folge blieb es eine offene Partie, in der die Gastgeber per Elfmeter nach einem Foulspiel von Isi Young den Schlusspunkt setzten (90.+1).
Hannover 96: Noll – Ghita, Tomiak, Okon (34. Blank) – Leopold (78. Roggow) – Neubauer, Aseko Nkili (78. Taibi), Matsuda – Rochelt, Källman (78. Nielsen), Chakroun (65. Yokota)
DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Hagmann, Großer, Felix, Lannert (83. Boakye)– Russo (46. Schneider) - Corboz, Mehlem (62. Young) – Wörl (78. Ocansey), Grodowski, Momuluh (62. Schreck)
Schiedsrichter: Tobias Stieler (Sölden/Schwarzwald)
Zuschauer: 49 000 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Leopold, Ghita - Mehlem (5.)
Tore: 0:1 (35.) Felix, 1:1 (53.) Chakroun, 2:1 (55.) Matsuda, 3:1 (90+1, Elfmeter) Tomiak

