1:2-Niederlage in Fürth

Weil es zweimal perfekt passte, ließ unser Cheftrainer Mitch Kniat in Fürth zum dritten Mal in Folge dieselbe Startelf beginnen. Bei den Gastgebern saß Top-Torschütze Noel Futkeu zunächst auf der Bank. Die Anfangsphase begann mit leichter Feldüberlegenheit der Gastgeber. Und die nutzten sie nach vier Minuten zur Führung: Ein langer Einwurf von Jannik Dehm, der zu Branimir Hrgota durchrutschte. Und am langen Pfosten drückte Fürths Kapitän (4.) den Ball mit dem Kopf über die Linie. Frühe kalte Dusche für unsere Mannschaft, die es danach mit Kontern probierte. Der erste Versuch über Jannik Rochelt, der auf der linken Seite in den Strafraum lief und Tim Handwerker (13.) bediente, war die erste Annäherung. Doch auch die Fürther witterten ihre Chance: Jonas Kersken kann einen Freistoß von Paul Will (15.) aber im letzten Moment noch klären.
Und was gegen Magdeburg funktioniert hat, klappt auch gegen Fürth! Ecke Handwerker, Kopfball Robin Knoche (19.) – Tor und 1:1-Ausgleich. Letzte Woche hatte Maximilian Bauer nach einer Handwerker-Ecke erfolgreich den Kopf hingehalten. Für Handwerker war es übrigens im vierten Spiel hintereinander schon die vierte Tor-Beteiligung! Knoche mit seinem ersten Pflichtspieltor für den DSC war bereits der 16. Torschütze unserer Arminia in dieser Saison. Und für den DSC wars das 21. Tor nach einem Standard – beide Werte sind absolute Liga-Spitze! Außerdem ein nachhaltiger Beweis dafür, wie schwer der DSC aktuell auszurechnen ist. Mit dem Ausgleich waren nicht nur die rund 1.300 mitgereisten Arminia-Fans akustisch überlegen, auch auf dem Rasen übernahm Bielefeld die Regie und arbeitete am Führungstreffer. Fürth reagierte mit einer Fünferkette in der Abwehr, was nichts an größer werdenden Feldvorteilen der Bielefelder änderte. Vor allem Handwerker brachte immer wieder die eine oder andere Chance auf den Weg, die aber weder Rochelt (38.) noch Taddel Momuluh (43.) nutzen konnten. Wenn Fürth dann doch etwas einfiel, war in der ersten Hälfte vor allem Bauer zur Stelle, der alles erfolgreich wegverteidigte.
Die erste Szene nach dem Wechsel gehörte der Arminia: Wieder einmal Momuluh, der in den Strafraum der Fürther läuft. Sein Zuspiel erreicht aber keinen Mitspieler – da war mehr möglich. Auf der anderen Seite ist es der eingewechselte Futkeu, der sich in Szene setzt. Sprint über die rechte Seite, ein Pass zu Dennis Srbeny (53.), der in der Mitte zur erneuten Führung der Gastgeber einschieben kann. Arminia reagiert, bringt mit Joel Grodowski, Benjamin Boakye und Marvin Mehlem nach einer Stunde frischen Schwung. Und der hätte fast für den Ausgleich gesorgt! Wieder eine Flanke von Handwerker, die Grodowski auf Knoche (66.) verlängert. Doch sein Kopfball aus kurzer Distanz landet in den Armen von Fürths Torwart Silas Prüfrock. Gezählt hätte es wegen einer Abseitsstellung aber ohnehin nicht. Einen Doppelpass-Stafette zwischen Boakye und Momuluh sorgte dann für Alarm im Fürther Strafraum, mehr als eine Ecke sprang aber nicht dabei heraus. Arminia auch in der Folgezeit immer wieder mit Nadelstichen, aber ohne die ganz große Gefahr. So blieb auch Stefano Russos (87.) Schuss aus der Distanz ohne Erfolg, wie weitere Versuche in der siebenminütigen Nachspielzeit. Sowohl Yasar und Grodowski (90+3) als auch Bauer (90+4) mit einem Schuss aus zentraler Position vergaben knapp. So blieb es bei der knappen 1:2-Niederlage.
Weiter geht’s am Samstag (13 Uhr) in der Schüco-Arena gegen Hannover 96.
SpVgg Greuther Fürth: Prüfrock – Münz, Ziereis, Elvedi (88. Bjarnason) – Keller, Will, Arifi (46. Dietz), Dehm (72. Reich) – Hrgota – Ltaief (46. Futkeu), Srbeny (72. Marita)
DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Handwerker, Knoche, M. Bauer, Lannert (60. Boakye) – Wörl (70. Yasar), Russo, Corboz (60. Mehlem) – Rochelt (60. Grodowski), Uldrikis, Momuluh (79. Telalovic)
Schiedsrichter: Wolfgang Haslberger (St. Wolfgang)
Zuschauer: 10.990
Gelbe Karten: Futkeu, Marita - Handwerker, Grodowski, Mehlem
Tore: 1:0 (4.) Hrgota, 1:1 (19.) Knoche, 2:1 (53.) Srbeny

