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1:2 nach Verlängerung gegen Union

Was für ein großartiger Kampf, was für eine bittere Niederlage nach 120 Minuten: In der zweiten Runde des DFB-Pokals verliert unsere Mannschaft beim 1. FC Union Berlin nach Verlängerung mit 1:2 (1:1, 1:1). Weil bereits fünfmal gewechselt wurde, musste der DSC die letzte Viertelstunde in Unterzahl spielen. Marvin Mehlem (104.) konnte verletzt nicht mehr weiterspielen. Und das reichte Union schließlich für den entscheidenden Treffer durch Danhilo Doekhi in der 106. Minute.

Stürmischer Beginn unserer Mannschaft, die unverändert zum Wochenende von Cheftrainer Mitch Kniat auf den Rasen geschickt wurde: Benjamin Boakye (2.) zündete den Turbo, stürmte über seine rechte Seite, bediente Jonny Grodowski, der jedoch abgedrängt wurde. Starker Beginn unserer Arminia. Vor über 2400 Arminen im ausverkauften Gästeblock, die die Reise unter der Woche in die Hauptstadt angetreten waren. Ein großer Dank an unsere erstklassigen Fans! Union ließ sich allerdings auch nicht lange bitten. Eine Flanke von der linken Seite klärte Tim Handwerker artistisch mit einem Flugkopfball zur Ecke. Ein intensiver Beginn in der ausverkauften Alten Försterei. 

Kalte Dusche dann nach elf Minuten: Einen langgezogenen Freistoß köpfte Leopold Querfeld (11.) unhaltbar rechts oben in den Winkel. Frühe Führung der Gastgeber, aber Arminia keineswegs geschockt. Im Gegenteil: Belagerungszustand vor dem Strafraum der Unioner, doch sowohl Marius Wörl (17.) und auch Taddel Momuluh (19.) verziehen nur knapp. Munterer Beginn in der Hauptstadt, auch wenn Union in dieser Phase etwas mehr vom Spiel hat, ist vom Klassenunterschied kaum etwas zu sehen. Und nach 17 Minuten verschwindet der kleine Unterschied auch noch auf der Anzeigentafel: Sehenswert kommt Arminia über Handwerker in den Strafraum der Gastgeber, sein Zuspiel leitet Mael Corboz artistisch mit der Hacke zu Momuluh. Und der köpft sehenswert das Leder ins Tor. Schöner kann man einen Ausgleich kaum erzielen. 

Und kurz danach die dicke Chance auf den zweiten Treffer. Noah Sarenren Bazee kommt zentral im Strafraum im Rücken der Abwehr frei zum Schuss, doch der Ball springt ihm bei der Annahme einen Tick zu weit weg. Einen lang geschlagenen Ball der Berliner klärt danach Jonas Kersken danach souverän weit vor seinem Tor. 

Großangriff nach 36 Minuten: Zu dritt stürmen Grodowski, Sarenren Bazee und Momuluh in Überzahl auf das Berliner Tor zu. Grodowski drauf, was Union-Torwart Frederik Rönnow aber keine Probleme bereitet. Arminia mit offenem Visier: Boakye (41.) verzieht aus der Distanz nur knapp. Union etwas von der Rolle, weiß sich oft nur durch Fouls zu helfen. Arminia zur Halbzeit voll im Pokal-Modus und mit einem leichten Chancen-Plus.

Union nach dem Seitenwechsel mit einer kleinen Sturm- und Drangphase: Zweimal probieren es die Gastgeber mit einem satten Schuss, zweimal wirft sich unsere Abwehr in alles rein, was gefährlich werden könnte. Auf der anderen Seite unsere Mannschaft: Feiner Pass von Boakye auf Momuluh, der mit der Hacke an der Strafraumkante Grodowski bedient, dessen Schuss zur Ecke geklärt wird. Noch eleganter einer Minute später: Eine Flanke verlängert Momuluh mit der Schuhspitze zu Sarenren Bazee. Sein Schieber landet am Pfosten (56.). Die Führung für unsere Arminia in dieser Phase wäre nicht unverdient gewesen. Da aber auch Union ab und an Nadelstiche setzt, erleben 22 012 Zuschauer einen sehr intensiven Pokalabend. Mit der nächsten Aktion unserer Arminia: Grodowski (69.) schießt im Fallen, Rönnow hat erst im Nachpacken die Kugel. Auch wenn Union in der Schluss-Viertelstunde durch Rothe gefährlich wird, verteidigt Arminia alles weg. Und hat kurz vor Schluss die Entscheidung auf dem Fuß: Isi Young (89.) tankt sich durch den Union-Strafraum, doch seinem Schuss fehlt am Ende etwas das Tempo. Weil auch ein Kopfball von Doekhi (90+2) knapp übers Tor fliegt, bekommt der Pokalkrimi eine Verlängerung.

Und auch da ist kein Klassenunterschied zu erkennen. Denn Arminia lässt kaum etwas zu, weil Union auch wenig einfällt. Und fährt dafür immer wieder mal vielversprechende Konter. Einen davon spielt Young (103.) zu Ende, scheitert aber aus kurzer Distanz. Weil sich dann Mehlem (104.) verletzt und nicht weiterspielen kann, muss Arminia den Kampf in Unterzahl überstehen. Das klappt bis zur 106. Minuten. Dann trifft Doekhi zum 2:1. Und zehn grandios kämpfende Arminen werden zwar für ihre großartige Leistung über 120 Minuten nicht belohnt, werden aber nach Spielschluss von den 2400 mitgereisten Arminia-Fans wie Sieger gefeiert. 

1.FC Union Berlin: Rönnow – Diogo Leite, Querfeld, Dekhi – Rothe, Schäfer (60. Kemlein), Khedira, Trimmel (76. Haberer) – Ansah (61. Jeong), Ilic (67. Bogdanov), Skarke (67. Burke)

DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Handwerker, Felix (103. Sicker), Großer, Schneider, Boakye – Corboz – Wörl (81. Hagmann), Momuluh (73. Young) – Sarenren Bazee (73. Kania), Grodowski (73. Mehlem)

Schiedsrichter: Harm Osmers (Hannover

Zuschauer: 22 012 (ausverkauft)                                  

Gelbe Karten: Schäfer, Ilic, Doekhi, Baumgart- Sarenren Bazee, Mehlem

Tore: 1:0 (11.) Querfeld, 1:1 (27.) Momuluh, 2:1 (106.) Doekhi

 

 

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