1:1-Unentschieden gegen Bochum

Nach dem 3:2 bei Preußen Münster gab es für Cheftrainer Mitch Kniat keinen Anlass die Startelf zu ändern. Die Kulisse war zu Beginn bereitet für den nächsten Heimerfolg. Zum 100-Jährigen unseres Stadions wurde die Tradition großgeschrieben und für 90 Minuten der gute alte Geist der Bielefelder Alm beschworen. Für alle Infos rund ums Spiel gabs für die 26 750 Fans eine frischgedruckte Ausgabe der „almpost“. Und unser Wohnzimmer erstrahlte über alle vier Tribünenseiten mit einer perfekt abgestimmten Choreo.
Zu Beginn des Spiels ging es vorerst in eine Richtung. Die gelungenen Aktionen von Roberts Uldrikis (3.) und Joel Grodowski (5.) machten Appetit auf mehr. Und den hätte Taddel Momuluh (9.) beinahe gestillt. Ein Solo über die rechte Seite endete mit einem Schuss, den Timo Horn soeben noch entschärfen konnte. Arminia in der ersten Viertelstunde äußerst präsent und Bochums Top-Scorer Philipp Hofmann bei Robin Knoche in guten Händen. 65 Prozent Ballbesitz, 4:0 Ecken in dieser Phase (23.) und bald der erste Treffer für den DSC. Dann eine Flanke von Handwerker, die Knoche knapp verpasste. Doch wurde er dabei von Cajetan Lenz gefoult? Nach Video-Check entschied Schiedsrichter Tobias Stieler auf Elfmeter. Und den verwandelte Grodowski mit Hilfe des Innenpfostens zur verdienten Führung! Knoche (32.) hatte kurz danach sogar den zweiten Treffer auf dem Kopf, doch Horn verhinderte Schlimmeres. Bochum fand bis dahin kaum statt, hatte noch keine einzige Aktion im Bielefelder Strafraum. Die hatte dafür Momuluh (38.) auf der anderen Seite, der nach starkem Antritt aber aus spitzem Winkel scheiterte. Und wenn Bochum doch einmal hoffnungsvoll etwas starten wollte, arbeite die Abwehr des DSC jeden kleinsten Ansatz erfolgreich weg. Erst in der Nachspielzeit entdeckten auch die Gäste den Strafraum für sich. Ohne jedoch dort jedoch nachhaltig in Erinnerung zu bleiben.
Nach 47 Minuten machte der VfL erstmalig auf sich aufmerksam, doch eine Direktabnahme von Gerrit Holtmann landete knapp neben dem Tor. Ein Aufschrei dann fünf Minuten später: Momuluh ging im Strafraum zu Boden, Stieler fand es aber nicht elfmeterwürdig, was der Videobeweis dann offenbar auch bestätigte. Arminia verwaltete danach die knappe Führung, setzte aber immer wieder Nadelstiche wie durch Mael Corboz (60.), der nach einer Flanke von Handwerker aus der Drehung knapp am linken Pfosten verzog. Kurz darauf wurden die Gäste besser. Erst bediente Koji Miyoshi mit einem Pass Callum Marshall, der frei vor Jonas Kersken auftauchte, doch lieber Holtmann bediente, statt abzuschließen. Den Schuss des Bochumers parierte Kersken. Arminia ging dann sehr defensiv und mit einer Fünferkette in der Schlussviertelstunde. Artistisch dann beinahe dennoch das zweite Tor durch zwei eingewechselte Spieler, doch eine Flanke des eingewechselten Marius Wörl traf Benjamin Boakye nicht perfekt.
Besser machten es dann zwei Bochumer: Nur eine Minute nach seiner Einwechslung bekommt Moritz-Broni Kwarteng (79.) nach einem Konter den Ball von Farid Alfa-Ruprecht und schiebt das Leder ins rechte Eck zum Ausgleich. Unglücklich, aber kein Grund, nicht nachzusetzen. Und so landet eine Flanke von Wörl bei Corboz (90.), der das Ding ganz knapp am Gehäuse von Horn vorbei köpft – da war mehr drin. Weil aber mehr nicht mehr passiert, nehmen wir einen Punkt mit und fahren am nächsten Freitag (18.30 Uhr) zum 1. FC Kaiserslautern.
DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Handwerker (83. Lannert), Knoche, M. Bauer, Hagmann – Russo (87. Großer) – Rochelt, Corboz – Grodowski (71. Wörl), Uldrikis (83. Sarenren Bazee), Momuluh (71. Boakye)
VfL Bochum: T. Horn – Wittek[TB1] (37. Morgalla), Strompf, Loosli, Olsen – Lenz (46. Marshall), Bero – Holtmann (78. Kwarteng), Onyeka (46. Pannewig), Miyoshi (67. Alfa-Ruprecht) – P. Hofmann
Schiedsrichter: Tobias Stieler (Sölden/Schwarzwald)
Zuschauer: 26 750 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Russo – Lenz, Marshall
Rot: Kniat
Tore: 1:0 (27., Foulelfmeter) Grodowski, 1:1 (79.) Kwarteng

