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1:1-Unentschieden in letzter Minute

Was für ein großartiges Finale am 120. Geburtstag unserer Arminia! Dank eines Eigentores des Dresdners David Kubatta in der fünften Minute der Nachspielzeit sicherte sich der DSC beim 1:1 (0:0) gegen Dynamo Dresden am 36. Spieltag in letzter Sekunde einen ganz wichtigen Zähler.

Schon der Beginn war eine großartige Eröffnung für das absolute Spitzenspiel der 3. Liga: Erster gegen Zweiter, Dresden mit der besten Offensive (67 Tore) gegen die beste Defensive, unsere Arminia kassierte bislang gerade mal 34 Treffer – mehr geht nicht! Und passend dazu feierten 25 907 Zuschauer in der restlos ausverkauften SchücoArena unsere Arminia mit einem großartigen schwarz-weiß-blauen Fahnenmeer. 

Arminia dann mit dem ersten Versuch über die rechte Seite: Doch ein Schuss von Noah Sarenren Bazee (3.) konnte zur Ecke abgewehrt werden, die aber nichts einbrachte. Dresden danach mit der ersten Chance: Jakob Lemmer (6.) überspielte Maximilian Großer, kam dann aber nicht zum Abschluss. Ein sehr griffiger Beginn, bei dem sich beide Teams nichts schenkten. Und bei dem die Gäste die besseren Gelegenheiten hatten, doch ein Distanzschuss von Sascha Risch (8.) rauschte knapp über den Querbalken.

Nächster Aufreger nach dann 15 Minuten: Dresdens Lars Bünning räumte Stefano Russo übermotiviert ab und sah völlig zu Recht Gelb. Ein sehenswerter Konter dann über die rechte Seite. Wiederum Sarenren Bazee lief auf und davon, übersah in der Mitte allerdings den besser positionierten Mael Corboz. Bei seinem Versuch blieb der 28-Jährige am Gegenspieler hängen. Arminia in dieser Phase deutlich besser im Spiel, setzte immer wieder Nadelstiche: Joel Grodowskis Steckpass zu Sam Schreck sorgte erneut für Gefahr, aber wieder nichts Zähbares.

Perfekte Position dann nach 25 Minuten: Nach einem Foul an Grodowski zirkelte Louis Oppie aus gut 20 Metern mittig das Leder aber knapp über das Tor. Arminia weiter im Vorwärtsgang, doch auch Schreck (28.) verzog knapp. Die größte Chance dann nach einer halben Stunde: Marius Wörl tanzt sich durch die Dresdner Strafraum, spielt gleich drei Abwehrspieler aus, den Ball, der dann am Fünfmeterraum bei Schreck landet, kann unser Achter aber nicht im Tor unterbringen. Wenig später hatten die meisten Fans den Torschrei schon auf den Lippen, doch eine scharfe Flanke von Oppie schob Corboz knapp neben den Pfosten. Ein klares Chancen-Plus bis dahin für unsere Mannschaft! Doch auch eine Flanke von Grodowski (37.) führte nicht zur mittlerweile verdienten Führung, Corboz verzog knapp. Kurz vor der Pause dann noch eine Sturm- und Drangphase der Gäste mit einigen Angriffsversuchen, die Arminia aber erfolgreich verteidigte.

Die erste gefährliche Szene nach der Pause gehörte den Gästen. Doch Dominik Kother (50.) rutschte an einem langen Flankenball in Mittelstürmerposition knapp vorbei. Oppie (52.) versuchte es dann mal mit einem Schuss aus 20 Metern - leider vergeblich. Arminia setzte sich in der Dresdner Hälfte fest. Eine Serie von Ecken endete mit einem feinen Kabinettstückchen: Über Russo und Corboz landete der Ball bei Oppie, der das Leder volley knapp neben das Tor setzte. 

Praktisch im Gegenzug dann die Dresdner Führung: Niklas Hauptmann tankte sich auf der linken Seite durch, Christoph Daferner verlängerte die Kugel mit der Hacke, sodass Lemmer (62.) nur noch mit dem Kopf vollenden musste. Cheftrainer Mitch Kniat reagierte, brachte mit Julian Kania und Isaiah Young neuen Schwung für die Offensive. Und Oppie hätte diesen Schwung fast zum Ausgleich genutzt, doch sein platzierter Schuss verfehlte das Tor um Haaresbreite. Weil Arminia nur noch den Vorwärtsgang kannte, boten sich den Gästen Kontermöglichkeiten. Eine davon verzog Kother (76.) aus spitzem Winkel. Mit Merveille Biankadi zog Kniat dann die nächste offensive Option. Arminia setzte alles auf eine Karte und als alles trotz klarer Überlegenheit schon auf einen Sieg der Gäste hindeutete, schlug Bielefeld zu. In der fünften Minuten der Nachspielzeit landete Oppies Hereingabe bei Lukas Boeder, der über den Ball trat. Vom Schienbein Kubattas trullerte die Kugel dann zum umjubelten Ausgleich ins Tor. Grodowski, der zunächst als Torschütze angesagt wurde, war es ebenso egal wie den 25 907 Zuschauern, die die Mannschaft noch minutenlang mit stehenden Ovationen feierte.

DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Oppie, Großer, Schneider, Lannert (90+7 Hagmann) – Russo – Corboz, Schreck (78. Biankadi) – Wörl (71. Young), Grodowski, Sarenren Bazee (71. Kania)

SG Dynamo Dresden: Schreiber – Risch (85. Menzel), Bünning (70. Kubatta), Kammerknecht, Marx (77. Casar) – Sapina – Boeder, N. Hauptmann (85. Kutschke)– Kother (85. Oehmichen), Daferner, Lemmer

Schiedsrichter: Patrick Ittrich (Hamburg)

Zuschauer: 25 907

Gelbe Karten: Russo / Bünning, Sapina, Kother, Schreiber, Oehmichen

Tore: Lemmer (0:1; 62.); Eigentor (1:1; 90.+5)

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