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1 | Achterbahnfahrt zum Jahresanfang

Das Kalenderjahr 2021 neigt sich dem Ende entgegen, alle Partien sind gespielt und Weihnachten steht vor der Tür. Zeit für uns, einen Rückblick zu wagen: In sechs Teilen widmen wir uns jeweils zwei Monaten des zurückliegenden Jahres und schauen auf unterscheiedlichen Ebenen auf die Geschehnisse. Den Anfang machen die Monate Januar und Februar.

AUF DEM PLATZ
Die Wochen im Januar und Februar waren geprägt von einem großen achterbahnähnlichen Auf- und Ab: Auf sportlich enttäuschende Ereignisse folgte meist eine starke Reaktion. Nach einer unglücklichen Niederlage zum Jahresauftakt gegen Borussia Mönchengladbach (0:1) konnten wir drei Spiele in Folge ungeschlagen bleiben: Auf einen knappen aber verdienten 1:0-Sieg gegen Hertha BSC, folgte ein torloses Remis gegen die TSG Hoffenheim. Die Hinrunde beendeten wir mit dem höchsten Saisonsieg: Gegen den VfB Stuttgart trafen Fabian Klos (28.) und Ritsu Doan (86.) und ein Stuttgarter per Eigentor. So beendeten wir die Hinrunde mit 17 Punkten und zehn Punkten Vorsprung auf den direkten Abstiegsplatz.

Der Start in die Rückrunde missglückte leider vollkommen: einer 1:5-Heimniederlage gegen Frankfurt folgte nur wenige Tage später eine bittere 1:3-Niederlage beim 1. FC Köln. Der Februar begann mit einer weißen Überraschung: Unser Spiel gegen den SV Werder Bremen musste kurzfristig aufgrund heftigen Schneefalls abgesagt werden. Doch wir konnten auch unseren Profit aus den weißen Massen ziehen: Das Auswärtsspiel beim frisch gebackenen Weltpokalsieger FC Bayern musste zwischenzeitlich unterbrochen werden, da die Spielfeldbegrenzungen aufgrund von Schneefall nicht mehr erkennbar waren. Wir schafften es in einem sehr starken Spiel den Rekordmeister an den Rande einer Niederlage zu bringen: Durch Tore von Neuzugang Michel Vlap (9.) und Amos Pieper (37.) führten wir mit 2:0 zur Halbzeit. Auch wenn es am Ende „nur“ zu einem 3:3 reichte (Christian Gebauer markierte in der 49. Minute sogar das zwischenzeitliche 3:1), zeigte diese Partie, dass wir an guten Tagen auch die Besten der Welt ärgern können.

Leider endete der Februar nicht ganz so erfolgreich wie er begann: Nach zwei 0:3-Niederlagen gegen den VfL Wolfsburg und bei Borussia Dortmund entschieden wir uns für einen Trainerwechsel. Frank Kramer, ehemaliger Cheftrainer von u.a. Greuther Fürth, der TSG Hoffenheim und Fortuna Düsseldorf übernahm von nun an das Ruder im Bielefelder Paddelboot. Sein Start ist aber eine Geschichte, die wir im nächsten Teil erzählen wollen…

NEBEN DEM PLATZ
Um auch den jungen Arminia-Fans und denen, die es (noch) nicht sind, in dieser Zeit eine Freude neben dem Fußball bieten zu können, bemühten wir uns, mit zahlreichen verschiedenen Aktionen die Kinder und Jugendlichen abzulenken: Unter anderem das gemeinsame Online-Training oder auch die selbstgemachten Anti-Stressbälle wurden in dieser Zeit großartig angenommen und sorgten auf beiden Seiten für leuchtende Augen. Aber auch Bielefeld United, ein Projekt für fußballerische Integration, Teilhabe und Chancengleichheit in unserer Gesellschaft, sorgte in dieser Zeit für gewisse Ablenkung und feierte im Januar fünfjähriges-Jubiläum.

UND SONST SO?
Unsere Jugendabteilungen mussten auch im Januar und Februar 2021 pausieren: Bis auf einige Online-Einheiten war auch in den Jugendbundesligen kein Spielbetrieb möglich. Unsere Frauenmannschaft befand sich zu diesem Zeitpunkt in der Winterpause. Dementsprechend fanden in diesen beiden Monaten keine Spiele statt.

ERWÄHNENSWERT
"Wir wären verrückt, wenn wir uns über den einen Punkt nicht freuen würden. Wir hatten heute teilweise Stafetten drin, die wir schon lange nicht mehr hatten und da können wir absolut zufrieden sein. Dass ich das Tor mache - mein Erstes für Arminia - ist unglaublich, ein unbeschreibliches Gefühl. [...] Auch gegen Top-Mannschaften ist etwas möglich, die Punkte können wir sehr gut gebrauchen."
Amos Pieper nach seinem Tor beim 3:3-Unentschieden gegen den FC Bayern München

SEHENSWERT
Yokosu, Masaya Okugawa!
Tegos beste Paraden

 

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