0:2-Niederlage in Nürnberg

Ohne Veränderungen zur Vorwoche schickte Cheftrainer Mitch Kniat unsere Mannschaft auf den Rasen. Der wiedergenesene Stefano Russo hatte die Auswärtsfahrt nach Nürnberg zwar angetreten, musste aber aufgrund eines Infekts am Sonntag wieder nach Bielefeld reisen. Zu Beginn der Partie war es ruhig im Max-Morlock-Stadion. Rund zwölf Minuten einigten sich beide Fanlager auf einen stillen Protest. Auf dem Rasen hingegen ging es von Beginn an gut los.
Vor etwa 3.000 mitgereisten Arminen zündete Taddel Momuluh (3.) über rechts den Turbo, doch sein Zuspiel konnte Joel Grodowski nicht ganz im Nürnberger Tor unterbringen. Der Bielefelder Strafraum zum Beginn noch frostbedeckt, daher sehr rutschig. Ein vermeintlicher Nachteil, den unsere Mannschaft aber entspannt wegarbeitete. Auch wenn die Gastgeber in den ersten zehn Minuten 70 Prozent Ballbesitz hatten, gefährlich wurde es zunächst nur durch einen Schuss von Julian Justvan aus der Distanz (10.), den sich aber Jonas Kersken schnappte. Großchance nach zwölf Minuten: Corboz bediente im Strafraum Sarenren Bazee, der den Ball knapp übers Tor zog, aber auch knapp im Abseits stand. Die gefährlichen Szenen gehörten weiterhin der Arminia. Marius Wörls Pass (24.) in den Lauf von Momuluh, erwischte unsere Nummer 14 nicht perfekt. Zudem wars wiederum knapp Abseits.
Auch wenn Nürnberg nach einer halben Stunde optisch überlegen war, gabs kaum gefährliche Momente. Arminia wechselte zwischendurch in eine 5-4-1- Formation, stand sehr kompakt und ließ dem Club nur wenig Raum. Den ersten Eckball der Partie gabs übrigens erst nach 41 Minuten, die größte Nürnberger Chance in der Nachspielzeit durch einen satten Schuss von Rafael Lubach (45.+1) knapp neben das Tor.
Die erste Aktion nach dem Wechsel gehörte dem Club. Ein Schuss von Justvan übers Tor, ein leichtes Foul von Corboz im Strafraum und ein Elfmeter-Pfiff von Schiedsrichter Robert Schröder. Lubach traf vom Punkt zur Führung (49.). Der Club arbeitete in der Folgezeit am zweiten Treffer, setzte sich im Bielefelder Strafraum fest. Nach einigen vergeblichen Versuchen belohnten sich die Gastgeber schließlich durch Finn-Ole Becker (56.) und dem 2:0. Ein Dreifach-Wechsel nach einer Stunde sollte Besserung ins Spiel der Schwarz-Weiß-Blauen bringen. Ein paar Ecken und ein vielversprechender Abschluss von Wörl (63.) sahen schon mal ganz ordentlich aus. Arminia verlagerte das Spiel deutlich ins letzte Drittel der Nürnberger. Doch so richtig viel wollte gegen die Franken nicht gelingen. Auch ein Gewusel im Nürnberger Strafraum (75.) brachte Schüsse von Corboz, Kania und Momuluh aufs, aber leider nicht ins Tor des FCN. Auch Isi Young setzte in einer stärkeren und überlegen geführten Schlussviertelstunde immer wieder Akzente, ohne aber das Runde ins Eckige zu befördern. Leon Schneider blieb sein erster Saisontreffer verwehrt, sein Schuss (88.) knallte gegen das Lattendreieck. Trotz einer sehr starken Schlussoffensive fahren wir letztlich ohne Zählbares zurück nach Ostwestfalen.
Weiter geht’s am nächsten Sonntag (13.30 Uhr) im Heimspiel gegen Preußen Münster.
1.FC Nürnberg: Reichert – Yilmaz, Lochoshvili, Gruber, Janisch (79. Drexler) – Markhiev (64. Grimaldi) – Lubach, Becker (87. Baack) – Zoma (46. Diop), Stepanov (79. Knoche), Justvan
DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Handwerker (61. Sicker), Felix, Großer, Schneider, Boakye (61. Lannert) – Wörl, Corboz, Momuluh – Sarenren Bazee (61. Young), Grodowski (71. Kania)
Schiedsrichter: Robert Schröder (Hannover)
Zuschauer: 34 000
Gelbe Karten: Zoma, Diop, Yilmaz - Boakye, Corboz, Schneider
Tore: 1:0 (49., Foulelfmeter) Lubach, 2:0 (56.) Becker

