Profis

0:2-Niederlage in Berlin

Der DSC Arminia Bielefeld verliert sein Auswärtsspiel bei Hertha BSC mit 0:2 (0:0). Jovetic und Selke erzielen die Treffer für die Gastgeber.

Das Trainerteam um Frank Kramer vertraute der gleichen Startelf der Vorwoche.

Bei schwierigen äußeren Bedingungen starteten beide Mannschaften bedacht in das Spiel. Bei Temperaturen um den Nullpunkt sowie einem holprigen Geläuf, der keine 48 Stunden zuvor noch für das Conference League-Spiel des Herthaner Stadtrivalen Union Berlin herhalten musste, taten sich die Gastgeber und der DSC zunächst etwas schwer.

So dauerte es bis zur zehnten Minute, ehe die rund 5.000 Zuschauer im großen Olympiastadion (davon 200 Arminen) die erste Möglichkeit der Partie zu sehen bekamen. Berlins Linksverteidiger Marvin Plattenhardt brachte eine Ecke auf den Kopf von Innenverteidiger Niklas Stark, der die Kugel per Kopfball knapp neben das Tor setzte.

Die Elf von Trainer Tayfun Korkut erspielte sich mehr und mehr ein Übergewicht, welches in der 14. Minute beinahe die Führung bedeutet hätte. Suat Serdar kam aus kurzer Distanz zum Abschluss, doch DSC-Innenverteidiger Joakim Nilsson reagierte blitzschnell und klärte den Ball auf der Linie mit dem Kopf zur Ecke.

Der DSC tat sich im Gegensatz zu den letzten Spielen deutlich schwerer, zu Chancen zu kommen - so dauerte es bis zur 22. Minute ehe ein Arminia-Abschluss in Richtung des Berliner Tores flog. Der Schuss von Fabian Kunze aus der "zweiten Reihe" landete allerdings ein gutes Stück neben dem Kasten.

Zielstrebiger und aggressiver in den Zweikämpfen agierten die Herthaner - in der 36. Minute prüfte Vladimir Darida Stefan Ortega Moreno mit einem Flatterschuss aus 20 Metern. "Tego" zeigte sein ganzes Können und bugsierte den schwierig zu haltenden Ball mit dem Oberkörper unkonventionell ins Toraus.

In der 42. Minute war "Tego" dann allerdings geschlagen - nach einem feinen Steckpass in die Tiefe tauchte Stefan Jovetic aus spitzem Winkel frei vor Arminias Kasten auf und ließ dem DSC-Keeper mit einem Schuss ins kurze Eck keine Chance. Da der Serbe beim Zuspiel allerdings im Abseits gestanden hatte, ging es mit einem schmeichelhaften 0:0 in die Pause - auch, weil der DSC eine tolle Freistoßposition (44.) - knapp 18 Meter vor dem Berliner Tor - ungenutzt ließ.

Die zweite Halbzeit startete wie die erste aufgehört hatte - mit einer überlegenen Hertha, die dem DSC das Leben weiter schwermachte. Fast schon folgerichtig fiel in der 55. Minute dann der 1:0-Führungstreffer für die Hertha. Plattenhardt, ehemaliger deutscher Nationalspieler, kam von links zu einer scharfen Flanke, die Ishak Belfodil stark mit dem Rücken zum Tor annahm und auf Sturmkollege Jovetic ablegte. Der torgefährliche Serbe ließ sich diese Chance nicht nehmen und traf aus kurzer Distanz zum 1:0.

Arminias Trainerteam reagierte und brachte mit Florian Krüger und Bryan Lasme kurz darauf frische Offensivkräfte. Und Erstgenannter stand in der 65. Minute auch gleich im Mittelpunkt - bei der bis dato besten Torchance des DSC. Nach einer Flanke von Cedric Brunner auf den zweiten Pfosten kam Krüger an das Kunstleder, verarbeitet dieses blitzschnell und setzte es mit seinem Schuss nur einen Hauch neben den Berliner Kasten.

Boyata (73./Kopfballchance) und Piatek (83./ganz starke Parade von Ortega Moreno) hatten auf Berliner Seite die Vorentscheidung auf dem Kopf/Fuß, ließen diese aber ungenutzt, weswegen der DSC im Spiel blieb - und dann doch fast noch einmal zugeschlagen hätte.

Der eingewechselte Andres Andrade wurde tief in der Berliner Hälfte nicht angegriffen und nutzte Zeit und Raum für eine gute Flanke auf den zweiten Pfosten, wo Rechtsverteidiger Brunner wartete. Der fackelte nicht lang und zog aus spitzem Winkel direkt ab. Fast hätte Janni Serra, kurz zuvor ins Spiel gekommen, noch seinen Fuß am Ball gehabt und somit für den vermeintlichen Ausgleich gesorgt, doch es passte ins Bild, dass an diesem Tag Kleinigkeiten - in diesem Fall Zentimeter - fehlten.

Der DSC ging volles Risiko, welches die Gastgeber in Person von Davie Selke zum 2:0-Endstand (90.+5) nutzten. Schiedsrichter Tobias Welz pfiff die Partie danach gar nicht mehr erst an.

Das Gute ist, dass der DSC bereits am kommenden Dienstag (14. Dezember, 20:30 Uhr) die Möglichkeit hat, das Berlin-Spiel schnell vergessen zu machen und Bundesliga-Punkte einzufahren.

 


Hertha BSC:
Schwolow - Zeefuik, Boyata, Stark, Plattenhardt - Darida (88. Tousart), Ascacibar - Richter (69. KP Boateng), Serdar (69. Ekkelenkamp) - Belfodil (78. Piatek), Jovetic (88. Selke).

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno - Brunner, Pieper, Nilsson, Laursen (71. Andrade) - Prietl, Kunze (61. Krüger) - Wimmer (71. Serra), Schöpf, Okugawa (76. Hack) - Klos (61. Lasme).

Tore:
1:0 (53.) Jovetic, 2:0 (90.+5) Selke.

Zuschauer:
5.000

Gelbe Karten:
Darida/Brunner

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