1:1-Unentschieden in Dresden
Am 20. Spieltag in der 2. Bundesliga holt unsere Mannschaft einen Punkt bei Dynamo Dresden. Nach einem 0:1-Halbzeitrückstand kämpft sich unsere Elf zurück und erzielt per Elfmeter den Ausgleich vor 30.840 Zuschauern im Rudolf-Habig-Stadion. Am Ende teilen wir uns die Punkte mit den Gastgebern.

Im Auswärtsspiel bei Dynamo Dresden änderte Cheftrainer Mitch Kniat die Aufstellung auf zwei Positionen. In der Innenverteidigung rückte Neuzugang Robin Knoche in die Startelf. Zudem begann auch Christopher Lannert als rechter Verteidiger.
Es entwickelte sich schnell eine ausgeglichene Partie, mit der ersten Chance für unseren DSC. Semir Telalovic probierte es spitzem Winkel, verfehlte den Kasten allerdings klar (5.). Auf der anderen Seite sind es die Gastgeber, die wenige Minuten später an Schlussmann Jonas Kersken scheitern (8.). Mit dem ersten Arminia-Treffer belohnt sich dann Telalovic nach einer Hereingabe von Maxi Bauer (23.). Allerdings wird ihm Sekunden danach der Treffer aufgrund einer Abseitsstellung aberkannt. Es blieb bis zum Pausenpfiff eine ausgeglichene Partie, in der unsere Mannschaft die Gastgeber nicht zur Entfaltung kommen ließ. Doch mit dem Pausentee sollte dennoch der Gegentreffer fallen. Nach einer Parade von Kersken nach einem Lemmer-Schuss folgte eine Ecke. Christoph Daferner stieg in der Folge am höchsten und verwandelt pünktlich zum Pausentee (43.)
Mit einem Wechsel (Tim Handwerker für Arne Sicker) ging es in die zweiten 45 Minuten. Das Spielgeschehen änderte sich jedoch kaum. Die Gastgeber konzentrierten sich auf das Verteidigen der Führung, der DSC auf die Erzielung des Ausgleichs. Mit der Hereinnahme von Taddel Momuluh (65.) folgte der verdiente Treffer. Mit seiner ersten Aktion im Sechzehner zieht Taddel den berechtigten Strafstoß, den Tim Handwerker kompromisslos verwandelt (67.). Auch in der Folge macht unsere Mannschaft Druck, angefeuert von rund 1.600 Arminen im Gästeblock. Ein weiterer Treffer sollte aber nicht mehr gelingen. Kurz vor Schluss stellte Schiedsrichter Felix Wagner Dynamo-Spieler Robert Wagner nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb/Rot vom Platz. Am Ergebnis änderte es nichts mehr.
DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Sicker (46. Handwerker), Bauer, Knoche, Lannert – Corboz, Russo (90.+1 Großer), Wörl – Rochelt (86. Sarenren Bazee), Telalovic (65. Uldrikis), Grodowski (65. Momuluh)
SG Dynamo Dresden: Schreiber – Rossipal, Keller, Pauli, Sterner – Amoako, Wagner, Lemmer (75. Menzel), Herrmann (63. Bobzien), Ceka (75. Fröling) – Daferner (83. Kutschke)
Tore: 0:1 (43.; Daferner); 1:1 (67.; Handwerker)
Gelbe Karten: Telalovic, Russo, Lannert
Gelb-Rote: Wagner
Zuschauer: 30.840
„Wir haben uns verdient belohnt!“
Nach dem 1:1-Unentschieden sprechen Neuzugang Robin Knoche, Marius Wörl, Taddel Momuluh und Cheftrainer Mitch Kniat vor den anwesenden Medienvertretern. Wir haben die Stimmen für Euch zusammengefasst.

Robin Knoche: „Ich habe mich gut gefühlt und ich weiß, dass ich fit bin und wollte der Mannschaft gleich helfen. Wir haben die erste Druckphase von Dresden gut überstanden, sind dann immer besser reingekommen, ohne den letzten Punch zu setzen. Dann gehen wir unglücklich in Rückstand. In der zweiten Halbzeit haben wir uns verdient belohnt, das zeigt den Charakter der Mannschaft. In Dresden muss man erst einmal zurückkommen. Es gibt immer wieder solche Phasen im Fußball, da muss man stabil bleiben und darf sich nicht verrückt machen. Wir haben mit der Mannschaft und dem Trainerteam genau die richtigen Leute und ich bin sehr optimistisch, dass wir das gemeinsam hinbekommen.“
Marius Wörl: „Natürlich hätten wir gerne gewonnen. Aber nach dem Spielverlauf können wir sehr zufrieden sein, dass wir hier etwas mitgenommen haben. Wir haben am Ende sehr viel Druck gemacht, müssen vielleicht noch etwas zielstrebiger sein, um drei Punkte mitzunehmen. Die erste Hälfte war sehr ausgeglichen. Auswärts in Dresden ist es immer schwer zu spielen. Wenn ich sehe, wie wir gespielt haben, bin ich überzeugt davon, dass wir kommende Woche den Dreier holen.“
Taddel Momuluh: „Als Einwechselspieler müssen wir Energie reinbringen, die Mannschaft mitreißen. Das ist heute wieder gut ausgegangen. Ich konnte unter der Woche nicht viel trainieren, dem Knie geht es aber wieder besser. Wir haben erneut Moral bewiesen, am Ende waren wir die Mannschaft, die das Spiel noch gewinnen wollten. Manchmal hat man das Spielglück nicht auf seiner Seite und gerät in Rückstand. Das müssen wir uns jetzt wieder erarbeiten, aber da sind wir nah dran.“
Cheftrainer Mitch Kniat: „Wir können mit dem Punkt zufrieden sein. Ich habe eine gute erste Halbzeit gesehen gegen einen Gegner, der immer wieder Nadelstiche gesetzt hat. Dann gehen sie mit einem Standard in Führung. Wir kommen dann mit mehr Risiko aus der Kabine, aber das wurde belohnt. Mit fahren mit einem Punkt nach Hause, den wir uns hart erarbeitet haben. In einem Spiel, das sehr giftig war, mit vielen intensiven Zweikämpfen.“
Die Bilder zum Spiel
Nach dem 1:1-Unentschieden gegen der SG Dynamo Dresden am 20. Spieltag haben wir die Bilder für Euch zusammengefasst.

„Innerhalb der Mannschaft stimmt alles"
Vor unserem Auswärtsspiel gegen SG Dynamo Dresden am 1. Februar (13:30 Uhr), stellt sich unser Cheftrainer in der Pressekonferenz den Fragen der anwesenden Journalisten. Wir haben die Aussagen für Euch zusammengefasst.

Rund 1.600 Arminen begleiten unsere Mannschaft nach Dresden, insgesamt wird das Stadion mit über 30.000 Zuschauern gut gefüllt sein. Bitte beachtet die Anreise-Infos, damit alle sicher und rechtzeitig ankommen. Vor dem Duell spricht unser Cheftrainer über…
… das Personal: „Joel Felix hat sich am vergangenen Spieltag eine schwere Schulterverletzung zugezogen und wurde heute operiert. Der Eingriff ist ohne Komplikationen verlaufen und wir wünschen ihm eine schnelle und gute Genesung. Heute ist Robin Knoche zur Mannschaft gestoßen und hat sein erstes Training absolviert. Er hat direkt einen guten Eindruck hinterlassen. Robin bringt viel Erfahrung in der 2. Bundesliga, ist vielseitig einsetzbar und direkt eine Option für Sonntag. Unter der Woche mussten wir Taddel etwas im Training steuern. Er hatte aus der letzten Aktion im Spiel gegen Kiel noch eine kleine Blessur, ist heute aber wieder ins Training eingestiegen. Da müssen wir schauen, ob es für das Wochenende reicht. Alle anderen konnten heute trainieren.“
… den Gegner und unsere Herangehensweise: „Es ist ein komplett neues Spiel, beide Mannschaften haben sich verändert, ebenso die Vorzeichen. In der vergangenen Saison standen beide oben in der Tabelle, jetzt geht’s für beide darum, sich unten herauszuspielen. Dresden hatte im Laufe der Saison ähnliche Probleme wie wir, mit Spielern aus der 3. Liga, die in der 2. Bundesliga klarkommen müssen. Das ist ganz normal bei Aufsteigern. Wir gehen in das Spiel und wollen den Abstand auf Dresden möglichst vergrößern.“
… die aktuelle Situation: „Innerhalb der Mannschaft stimmt alles, das hat auch das Spiel gegen Kiel gezeigt, als wir uns nach dem 0:2 wieder zurückgekämpft haben. Natürlich lief in der ersten Halbzeit nicht alles gut, aber die Mannschaft glaubt immer daran, dass ein Spiel noch positiv ausgehen kann. Trotzdem müssen wir uns hinterfragen, warum solche Halbzeiten entstehen. In der 2. Liga werden Fehler deutlich schneller bestraft als zuvor, deshalb müssen wir lernen, dem Gegner weniger Chancen zu geben. Das ist vor allem eine Frage von Fokus und Überzeugung - und das muss am Sonntag ab der ersten Sekunde an stimmen."
Die komplette PK könnt Ihr über ClubTV auf YouTube nachschauen:
Zu Gast im Rudolf-Harbig-Stadion
Am Sonntag, den 1. Februar, gastieren unsere Profis bei der SG Dynamo Dresden. Anstoß ist um 13:30 Uhr im Rudolf-Harbig-Stadion. Wir werfen einen Blick auf unseren Gegner aus Sachsen.

So sieht’s aktuell aus: Nach einer schwierigen Hinrunde hat Dynamo Dresden in der Winterpause personell nachjustiert und die Maßnahmen zeigen Wirkung. Als Tabellenachzehnter starteten die Sachsen ins neue Jahr, präsentierten sich zuletzt aber stabilisiert. Mit Robert Wagner, Jason Ceka, Jonas Sterner und Thomas Keller schafften es gleich vier Winter-Neuzugänge in die Startelf. Vor allem Innenverteidiger Thomas Keller fügte sich direkt ein und erzielte sowohl beim 2:0-Heimsieg gegen Greuther Fürth als auch beim 2:1-Auswärtserfolg in Magdeburg jeweils einen Treffer. „Es ist verrückt, als Innenverteidiger zwei Spiele in Folge zu treffen. Das habe ich so auch noch nicht erlebt“, sagte Keller nach seinem gelungenen Einstand. Ein weiterer Neuzugang, Ben Bobzien (Mainz 05), steht ebenfalls kurz vor seinem ersten Einsatz. Mit nun 19 Punkten hat Dynamo wieder Anschluss gefunden und liegt nur noch wenige Zähler hinter den Plätzen bis Rang zwölf.
Face-to-face: Die Duelle gegen Dresden sind oft eng, intensiv und auch nicht selten dramatisch. Im Hinspiel gabs eine umstrittene rote Karte für Christopher Lannert und eine lange Nachspielzeit von zwölf(!) Minuten, die wir nahezu unversehrt überstanden hätten. Doch in der 100. Minute traf Luca Herrmann für die Sachsen zum Sieg. Auch frühere Duelle boten reichlich Spannung. In der Saison 2024/25 verhinderte ein spätes Tor von Louis Oppie Dresdens vorzeitigen Zweitliga-Aufstieg, den die Dresdener eine Woche später dennoch perfekt machten. Dramatisch war es schon häufiger zwischen den beiden Teams: 2014 zählte für Arminia nur ein Sieg, um den Abstieg zu verhindern. Nach der Bielefelder 2:0-Führung durch zwei Klose-Tore und anschließender Spielunterbrechung schlug Dresden zurück, glich in Unterzahl zum 2:2 aus, ehe unsere Arminia durch Kacper Przybyłko letztlich mit 3:2 siegte und sich in die Relegation rettete. Ansonsten sieht die Bilanz gegen Dresden recht ausgeglichen aus: In 18 Spielen gabs acht Siege und sieben Niederlagen. Luft nach oben gibts bei der Auswärtsbilanz: Nach 0:3 (2024) und 1:3 (2023) gabs den letzten Sieg 2019 mit einem 1:0.
Kommen und Gehen: Eine besondere Verbindung zum kommenden Gegner hat Maximilian Großer. Der gebürtige Dresdner durchlief die Jugend von Dynamo und schaffte dort den Sprung zu den Profis. Er ist jedoch nicht der einzige Spieler mit Vergangenheit bei beiden Vereinen. Auch Sebastian Schuppan (2010 - 2014 in Dresden, 2014 – 2017 in Bielefeld), Abdelaziz Ahanfouf (2002 – 2003 in Dresden, 2006 – 2007 beim DSC), Thomas Hübener (2007 – 2011 in Dresden, 2011 – 2014 für Arminia), Pascal Testroet (2012 – 2015 für Arminia, 2015 – 2018 für Dynamo) und Patrick Weihrauch (2017 – 2020 für den DSC, 2020 – 2023 für Dresden) trugen sowohl das Trikot des DSC als auch das von Dynamo Dresden. Testroet erlangte in der Saison 2017/18 bei Dynamo Kultstatus: Er erzielte 13 Treffer, knapp ein Drittel aller Dynamo-Tore in der Spielzeit.
Zahlen, bitte: Dynamo Dresden blickt auf eine durchwachsene Vereinsgeschichte zurück. Von der ersten bis zur vierten Spielklasse war in den vergangenen 35 Jahren alles dabei. 1995 wurde Dynamo nach finanziellen Problemen die Lizenz verweigert: Abstieg in die Regionalliga, später sogar kurzzeitig in die vierte Liga.
FunFacts: Noch heute erinnern sich die Dynamo-Fans mit Bauchschmerzen an den 19. März 1986. An das Wunder von Uerdingen. Im Europapokal der Pokalsieger hatte Dresden das Hinspiel mit 2:0 gewonnen und führte im Rückspiel zur Pause 3:1. Scharenweise verließen die Uerdinger Fans das Stadion und verpassten eine der größten Sensationen im deutschen Fußball. In 45 Minuten machten die Gastgeber aus dem Zwei-Tore-Rückstand noch ein 7:3 und fügten Dresden die wohl schmerzhafteste Niederlage der Vereinsgeschichte zu.
Ein kurioser Zufall aus jüngerer Zeit: In der Drittliga-Saison 2023/24 beendete Dynamo die Spielzeit mit 53 Punkten und einer Tordifferenz von +19 – exakt passend zum Gründungsjahr 1953. Ein Detail, das bei den Fans bis heute in Erinnerung bleibt.











































