Arminia Bielefeld
0 : 0
Kaiserslautern
Sa., 13.12.2025 13:00

Punktgewinn gegen Kaiserslautern

Am 16. Spieltag beendet unserer Mannschaft das Heimspieljahr mit einem 0:0-Unentschieden gegen den 1. FC Kaiserslautern. Auch wenn unsere Arminia bis zur Schlussminute kämpferisch alles gegeben hat, reichte es am Ende nicht zum Dreier. Dennoch ist es ein Punktgewinn gegen den Tabellensechsten der 2. Bundesliga.

Cheftrainer Mitch Kniat tauschte in der Startformation zweimal aus: Für Christopher Lannert und Joel Grodowski starteten Noel Sarenren Bazee und Marius Wörl. Leon Schneider musste kurzfristig krankheitsbedingt passen. Arminia in der Anfangsphase mit mehr Spielanteilen und unserem Turbo-Duo Momuluh und Boakye auf der rechten Seite. Erste vielversprechende Aktion nach sechs Minuten: Freistoß von Tim Handwerker auf Maximilian Großer, dessen Kopfball aber knapp das Ziel verfehlte. Schlussmann Jonas Kersken hatte einen recht entspannten Nachmittag, denn Aktionen fanden überwiegend in der Lauterer Hälfte statt.

Auch die zweite gefährlich Aktion hatte denselben Bauplan: Freistoß Handwerker von fast exakt derselben Stelle auf der rechten Seite, doch am Fünfmeterraum kommt Sarenren Bazee (12.) minimal zu spät. Arminia in dieser Phase mit rund 70 Prozent Ballbesitz und gefährlich immer wieder bei Standardsituationen, von denen aber keine zielführend war. Auch wenn es nach 23 Minuten vermeintlichen Grund zur Freude gab. Doch ein Sololauf von Wörl, inklusive erfolgreichem Abschluss, wurde wegen Abseits abgepfiffen. Ähnliches Szenario auf der Gegenseite: Nach einem Schuss von Marlon Ritter drückt Daniel Hanslik (26.) aus leichter Abseitsposition den Ball über die Linie.

Doch Lautern nun wacher und immer mal wieder über Konter gefährlich, vor allem Ritter sorgte für Betrieb auf der linken Seite. Kurz vor der Pause Alarm im Lauterer Strafraum: Zunächst wird Momuluh gefoult, doch Boakye (43.) nutzt den Vorteil, läuft halbrechts in den Strafraum, verzieht dann aber ans Außennetz. Schade, da war mehr möglich. Arminia in der ersten Hälfte mit fast 73 Prozent Ballbesitz, aber noch ohne nachhaltigen Ertrag, da die Gäste in einem engen Defensivblock kaum bespielbare Räume zuließ. 

Den Ertrag hätte es dann fast kurz nach Wiederbeginn gegeben. Doch einen satten Schuss von Wörl aus 25 Metern klärte Lauterns Torwart Julian Krahl mit beiden Fäusten soeben noch zur Ecke. Ansonsten zunächst eine Kopie der ersten Hälfte: Arminia hat den Ball, Lautern wartet ab. Und kommt ab und zu durch Hanslik (56.) zu aussichtsreichen Szenen, die aber entweder weit vorm Tor oder spätestens am Strafraum (Ritter, 58.) dann auch wieder vorbei sind. Ein Hallo-Wach-Schuss dann nach einer Stunde: An der Strafraumkante hält Stefano Russo einfach mal drauf, zielt aber zu genau und trifft die Querlatte. Wäre ein Treffer Marke „Traumtor“ geworden. Arminia legt offensiv für die Schluss-Viertelstunde nach, bringt Joel Grodowski und Isi Young. Die Ballbesitz-Quote erreicht mit zeitweilig 76 Prozent einen weiteren Top-Wert, nur fehlt auch weiterhin der eine Schuss ins Glück. Oder gern auch ein Kopfball. Aber selbst der will nicht gelingen. Ecke von Wörl und Felix (85.) taucht ab, aber Krahl mit einer weiteren Glanzparade. Die Führung in den Schlussminuten überfällig! Arminia legt nach und Lautern schmeißt sich in jeden Schuss: Wörls Schuss aus 16 Metern wird glücklich von einem Abwehrbein der Gäste zur Ecke geklärt. Kämpferisch, aber nicht kopflos spielt unsere Mannschaft nach vorne und probiert bis in die Nachspielzeit alles.

Doch letztlich bleibt es zwar beim Unentschieden, mit dem unsere Arminia aber gestärkt ins letzte Spiel des Jahres bei Hertha BSC Berlin (Freitag, 18.30 Uhr) gehen kann. 

DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Handwerker (79. Sicker) , Felix, Russo, Großer, Boakye (79. Lannert) – Corboz, Mehlem (67. Young) – Wörl, Sarenren Bazee, Momuluh (67. Grodowski)

1.FC Kaiserslautern: Krahl – Robinson, Gyamfi, Sirch – Kleinhansl, F. Kunze, S. Sahin (90.+2 Aremu), Joly – Ritter (70. Alidou), Hanslik (60.Tachie), Skyttä (70. Abiama)

Schiedsrichter: Felix Bichel (Wolfsburg)

Zuschauer: 26 750 (ausverkauft)

Gelbe Karten: Felix - Kunze

Tore:  - 

"Am Ende hat das Quäntchen Glück gefehlt!"

Nach dem 0:0-Unentschieden gegen den 1. FC Kaiserslautern äußern sich unser Cheftrainer Mitch Kniat, Noah Sarenren Bazee, Stefano Russo und Tim Handwerker vor den Mirkofonen der Medienvertreter. Wir haben die Stimmen für Euch zusammengefasst.

Noah Sarenren Bazee: „Wir wollten unbedingt noch ein Tor erzielen. Das hat man, glaube ich, auch gesehen. Am Ende hat einfach das Quäntchen Glück gefehlt. Trotzdem kann man sagen, dass wir im Vergleich zu den letzten Spielen einen Fortschritt gemacht haben. Wir waren über 90 Minuten dominant und haben kaum etwas zugelassen. Wenn der Gegner so tief verteidigt, ist es extrem schwer, sich klare Torchancen zu erspielen. Da haben wir uns etwas schwergetan, insgesamt war es aber ein guter Auftritt mit hoher Intensität von der gesamten Mannschaft. Leider hat es heute nicht gereicht, aber das haken wir schnell ab und schauen positiv auf die nächste Woche.“

Stefano Russo: „Dass Kaiserslautern so tief und kompakt verteidigt, damit haben wir nicht gerechnet. Wir wussten aber, dass es gegen so einen Block schwierig wird. Wichtig war, dass wir heute die Null gehalten haben und im Gegenpressing wach waren. Wir hatten unsere Chancen, unter anderem mein Lattenschuss und mehrere Standards. Kaiserslautern ist meine Heimat, ein Treffer hätte mir natürlich gutgetan. Wenn wir zu null spielen, holen wir Punkte. Daher geht das heute für uns in Ordnung.“

Tim Handwerker: „Für uns war es heute entscheidend, die Null zu halten und das ist uns gelungen. Man kann nicht immer erwarten, dass wir jeden Gegner auseinander spielen. Deshalb war es wichtig, defensiv sauber zu arbeiten und dem Gegner keine Umschaltmomente zu geben. Das nehmen wir positiv aus dem Spiel mit. Es war nicht einfach, aber wir freuen uns über den Punkt.“

Cheftrainer Mitch Kniat: „Wenn man den Spielverlauf betrachtet, ist das Unentschieden in Ordnung. Der Gegner hat sehr kompakt verteidigt, womit wir so nicht gerechnet hatten. Es hat etwas gedauert, bis wir unsere Abläufe angepasst haben, vielleicht auch etwas zu lange. Wichtig war, dass wir das Zentrum nicht zu offen bespielen, weil Kaiserslautern dort auf Umschaltsituationen gewartet hat. In der zweiten Halbzeit haben wir vermehrt über die Außenbahnen gespielt, das hat besser funktioniert. Entscheidend war, dass wir nach hinten kaum noch etwas zugelassen haben. Wir haben zu null gespielt, das war unser Ziel. Den Punkt nehmen wir mit und fahren jetzt mit einem besseren Gefühl nach Berlin, wo wir wieder dreifach punkten wollen.“

Torschüsse
Ballbesitz
Eckbälle
Freistöße
Passquote
Zweikampfquote
Fouls
Gelbe Karten
Gelb-Rote Karten
Rote Karten
Abseits
Laufdistanz (km)

Die Bilder zum Spiel

Nach dem 0:0-Unentschieden gegen den 1. FC Kaiserslautern haben wir die Bilder für Euch zusammengefasst.

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"Wir müssen an unsere Grenzen gehen!"

Vor unserem Heimspiel am Samstag, 13. Dezember (13 Uhr), gegen den 1. FC Kaiserslautern stellt sich unser Cheftrainer Mitch Kniat bei der Spieltagspressekonferenz den Fragen der anwesenden Journalisten. Wir haben seine Aussagen für Euch zusammengefasst.

Die SchücoArena ist am Samstag zum letzten Mal in diesem Kalenderjahr ausverkauft. Anstoß ist um 13 Uhr, die Stadiontore öffnen 90 Minuten vor Stadionbeginn (11:30 Uhr). 

Das sagt unser Cheftrainer über…

… das Personal: „Roberts Uldrikis und Jeredy Hiltermann fallen weiterhin aus. Stefano Russo und Benjamin Boakye werden in dieser Woche noch etwas gesteuert. Benny hat noch leichte Probleme von einem Tritt am Wochenende, da müssen wir schauen, wie es bis Samstag aussieht. Alle anderen Spieler sind fit und einsatzbereit.“

… den Gegner: „Kaiserslautern ist eine sehr gute Mannschaft, besonders mit dem Ball haben sie eine sehr hohe Qualität. Sie haben Spieler, wie beispielsweise Marlon Ritter, bei denen eine Tagesform dazu führen kann, dass sie das Spiel entscheiden. Der Kader ist extrem stark. Klar, sie haben ein paar verletzungsbedingte Ausfälle, das schwächt die Mannschaft etwas. Aber sie haben genügend Qualität, um das zu kompensieren. Wir müssen bereit sein, ans Limit zu gehen, um eine Chance zu haben, und wir müssen Lücken finden, um sie zu stressen.“

… die Herangehensweise: „Wir wollen das Spiel gewinnen. Es ist unser letztes Heimspiel der Hinrunde. In allen Bereichen haben wir noch etwas Luft nach oben. Wir wollen vorne mehr Torchancen kreieren und gleichzeitig hinten weniger zulassen. Dazu gehört auch das Verteidigen der Box. Entscheidend wird sein, dass wir fleißig sind und mehr Laufwege über die Tiefe machen, auch wenn es anstrengend ist. Wir müssen an unsere Grenzen gehen und immer mehr laufen als der Gegner. Die Puste wird uns niemals ausgehen.“

"Rote Teufel" zu Gast in der SchücoArena

Am Samstag reist der 1. FC Kaiserslautern in unsere heimische SchücoArena. Im letzten Duell im Mai 2023 siegte die Arminia mit 2:1 in Kaiserslautern. Wir blicken auf unseren kommenden Gegner.

So sieht es aktuell aus: Dieser Junge hat einen Lauf: Lauterns Nordlicht Naatan Skyttä, der im Sommer aus dem belgischen Dunkerque an den Betzenberg kam, trifft und trifft! Aktuell steht er bei acht Saisontoren, wobei er zuletzt gegen Holstein Kiel gleich dreimal getroffen hat. Da gerät fast in Vergessenheit, dass der FCK auf seinen zweiten Top-Scorer am Wochenende verzichten muss. Ivan Prtajin, den es Anfang der Saison von Union Berlin nach Kaiserslautern zog, hat auch schon acht Treffer auf seinem Konto, fehlt aber gegen die Arminia wegen einer Verletzung.

Kommen und Gehen: Im Lauterer Mannschaftsbus werden am Samstag zwei gute alte Bekannte sitzen, die sich bestens in der SchücoArena auskennen. Fabian Kunze, dessen Zwillingsbruder Lukas bei uns spielt, ist mit uns 2020 Zweitliga-Meister geworden und spielt seit dieser Saison im Mittelfeld der Pfälzer, nachdem er zwischendurch drei Jahre in Hannover verbracht hat. Außerdem am Wochenende wieder in Ostwestfalen: Carsten Rump, der seit Ende April als Co-Trainer an der Seite von Trainer Torsten Lieberknecht arbeitet. Und wer erinnert sich nicht mehr an die legendäre Kabinenansprache unseres ehemaligen Co-Trainers vor dem Heimspiel gegen Aufstiegsanwärter Eintracht Braunschweig im Mai 2017? 6:0 ging das Spiel damals aus. 

Face to Face: Die Statistiken zeigen, dass Lautern nicht gerade unser Wunschgegner am Samstag ist: Bei 41 Vergleichen haben wir nur zehnmal den Platz als Sieger verlassen. Auch in der Heimspiel-Statistik ist es Zeit, die Bilanz zu optimieren: 20 Spiele, nur fünf Siege. Immerhin versprechen die Spiele in der SchücoArena einen großen Spektakel-Faktor. Die letzten beiden Partien endeten mit 3:2, einmal für uns, einmal für den FCK. Aber: Das letzte Aufeinandertreffen im Mai 2023 haben wir auf dem „Betze“ mit 2:1 für uns entschieden. 

Zahlen, bitte: Was Mut macht: Von ihren 26 Zählern haben die Pfälzer in dieser Saison nur sieben auswärts geholt. Zudem wartet der FCK schon seit dem 18. Oktober auf einen Auswärtssieg (3:2 in Karlsruhe). Zuletzt gab es zwei Niederlagen in anderen Stadien. 

Fun-Fact am Rande: Ein historisches Kunststück hat der FCK 1998 geschafft. Als Aufsteiger in die Bundesliga gelang unter Trainer Otto Rehhagel sensationell der Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Bis heute einmalig in der Bundesliga-Historie.

Das Prädikat der „Roten Teufel“ haben die Pfälzer einem Spiel aus dem Jahr 1920 zu verdanken. Damals landeten sie einen unerwarteten Sieg gegen den favorisierten Karlsruher FV. Ein Journalist schrieb damals von den „Roten Teufeln am Betzenberg“ – ein Name, der bis heute geblieben ist.

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