Arminia Bielefeld
1 : 3
Greuther Fürth
Fr., 19.09.2025 18:30

1:3-Niederlage gegen Fürth

Am 6. Spieltag verliert unsere Mannschaft das Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth mit 1:3 (0:1). Marius Wörl erzielt in der 50. Minute den Ausgleich, doch die Gäste legen in den letzten zehn Minuten mit zwei Toren nach. Hier geht’s zum Spielbericht.

Nach dem 2:0-Sieg gegen Magdeburg am vergangenen Spieltag änderte Cheftrainer Mitch Kniat nichts an der Startelf. Somit standen exakt die elf Spieler in der Startformation, die vor einer Woche erfolgreich waren. Christopher Lannert rückte nach seiner Rot-Sperre wieder in den Spieltagskader.  

Bielefeld zu Beginn tonangebend und auf der Suche nach der Lücke in der Fürther Defensive. Die erste fand Felix Hagmann nach acht Minuten. Seinen Lauf über die linke Seite und den Passversuch zu Jonny Grodowski konnte Philipp Ziereis aber so eben noch unterbinden. Die ersten Chancen erarbeiteten sich die Gäste im Doppelpack: Zunächst kam Felix Klaus im Strafraum zu Fall, der Ball landete danach bei John, der aus spitzem Winkel an Jonas Kersken scheiterte. Kurz danach versuchte es Klaus mit einem Querpass vor Kersken, doch Noel Futkeu (11.) wurde im letzten Moment noch gestört.

Auch danach bekamen die Gäste in unserem Strafraum unverhältnismäßig viel Platz, der aber bis dahin ungenutzt blieb. Auf der anderen Seite war es Isi Young (15.), der etwas am Spielstand ändern wollte. Unser Flügelstürmer profitierte dabei von einer Unkonzentriertheit des Fürthers Brynjar Bjarnason, der den Ball nicht sichern konnte. Doch Young verzog knapp die bislang größte Chance unserer Arminia.

In Minute 25 dann die Führung für die Gäste: Futkeu eroberte sich den Ball, bediente auf der rechten Seite Klaus, der an der Strafraumgrenze flach in die Mitte schob. Dort ließ Hrgota das Leder für Futkeu durch. Der folgende Schuss des 22-Jährigen wurde von Großer noch unglücklich abgefälscht, sodass Kersken keine Chance mehr hatte, das 0:1 zu verhindern. 

Kalte Dusche also für unsere Arminia, die gegen taktisch sehr gut eingestellte Fürther immer wieder das Spielfeld groß machen mussten. Lediglich mit Standardsituationen sorgte die Arminia vorerst für Gefahr. Optisch mit 65 Prozent Ballbesitz überlegen, das Ergebnis passte allerdings nicht.

Zu Beginn der zweiten Hälfte justierte unser Cheftrainer nach, brachte Christopher Lannert und Julian Kania für Momuluh und Young. Und das zeigte Wirkung: Einen perfekt vorgetragenen Konter über die linke Seite vollendete Marius Wörl (50.) zum Ausgleich. Ähnlich wie bei der Gäste-Führung in der ersten Hälfte gab mit Bjarnason wieder ein Abwehrspieler dem Ball die entscheidende Richtung mit auf den Weg.  

Fürth aber unbeeindruckt, setzte stattdessen weiter Nadelstiche. Hrgota (56.) versuchte es mit einem Heber, doch Hagmann konnte klären. Arminia seit dem Ausgleich mit deutlich mehr Schwung nach vorne: Einen Fehler von Luca Itter (62.) kann Grodowski aus spitzem Winkel nicht ausnutzen. Im direkten Gegenzug dann aber fast die erneute Führung der Gäste: Klaus tankt sich bis zur Grundlinie durch, passt zu Aaron Keller (63.) in den Rückraum, der freistehend das Tor jedoch deutlich verfehlt. 

Arminia dann mit der riesigen Chance zur Führung: Nach einem Konter passt Mael Corboz auf den freistehenden Grodowski (75.). Doch seine Doppelchance führt nicht zur ersehnten Führung. 

Im Gegenzug zeigten sich die Gäste brutal effektiv: Marco John (80.) versucht es mit einer Flanke von der linken Seite. Der Ball fliegt an allen Akteuren vorbei und landet vollkommen überraschend im Tor. In der Nachspielzeit folgte der Treffer von Klaus (90+4). Der 33-Jährige lief mit dem Ball von der Mittellinie bis in den Strafraum und beförderte seinen Schuss mit viel Wucht unter die Latte ins Tor. 

Wenig später pfiff Tobias Welz die Partie vor 25.836 Zuschauern ab. 

DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Hagmann (89. Ocansey), Großer, Schneider, Momuluh (46. Lannert) – Russo - Corboz, Mehlem (89. Micheler) – Wörl (74. Sicker), Grodowski, Young (46. Kania) 

SpVgg Greuther Fürth: Boevink – Itter, Bjarnason (70. Münz), Ziereis, Dehm – John, Olesen (79. Green) – Keller (65. Consbruch), Hrgota, Klaus – Futkeu (79. Higl)

Schiedsrichter: Tobias Welz (Wiesbaden)

Zuschauer: 25.836

Gelbe Karten: Young, Mehlem - Klaus

Tore: 0:1 (25.) Futkeu, 1:1 (50.) Wörl, 1:2 (80.) John, 1:3 (90+4) Klaus

„Wir müssen immer an unsere Leistungsgrenze kommen“

Nach der 1:3-Niederlage stellen sich Kapitän Mael Corboz, Stefano Russo und Cheftrainer Mitch Kniat den Fragen der Medienvertreter. Wir haben die Stimmen für Euch zusammengefasst.

Kapitän Mael Corboz: „Wir waren in der ersten Halbzeit nicht gut genug und liegen dann zur Pause 0:1 zurück. In der zweiten Hälfte sind wir am drücken und müssen eigentlich das 2:1 machen. Stattdessen bekommen wir das Gegentor, das vermeidbar war. Heute waren wir in beiden Boxen nicht präsent genug. Mit einer guten Leistung können wir das Spiel gewinnen, das hat uns heute gefehlt. In dieser Liga wird das bestraft, die Gegner machen aus wenigen Chancen Tore. Wir hatten heute einzelne Aktionen, die nicht sauber waren und wir wussten, dass sie vorne sehr viel Qualität haben. Wir hatten eine Chance das Spiel zu gewinnen, aber es nicht gereicht.“ 

Stefano Russo: „Wir waren heute immer etwas zu spät, haben uns nicht komplett an unseren Matchplan gehalten und die Duelle nicht gewonnen. Wir müssen in dieser Liga in jedem Spiel an unsere Leistungsgrenze kommen. Das ist uns nicht gelungen und dann verliert man so ein Spiel, das wir in der ersten Halbzeit schon hergeben. Eine Mannschaft wie Greuther Fürth macht es uns schwer, wir sind immer noch der Aufsteiger. Unsere Fans standen nach dem Spiel hinter uns, das ist ein sehr gutes Zeichen gewesen.“ 

Cheftrainer Mitch Kniat: „Es ist eine extrem bittere Niederlage, die wir uns auch selbst zuzuschreiben haben. Der Gegner hat es gut gemacht, sie haben immer wieder die Räume groß gemacht. Auch unsere Kette stand phasenweise zu tief, beim 0:1 waren wir schlecht positioniert. Nach der Halbzeit haben wir etwas nachjustiert, wollten eine Seite überladen. Das ist uns auch gut gelungen, wir erarbeiten uns Torchancen und machen den Ausgleich. Wir haben nie aufgegeben, aber insgesamt waren nicht bei einhundert Prozent. Wenn wir nicht an unser Limit kommen, wird es in dieser Liga schwer zu punkten. Es gibt ganz viele Mannschaften, die das ausnutzen, die Qualität haben, die gut eingestellt sind – und das war heute der Fall.“

 

Torschüsse
Ballbesitz
Eckbälle
Freistöße
Passquote
Zweikampfquote
Fouls
Gelbe Karten
Gelb-Rote Karten
Rote Karten
Abseits
Laufdistanz (km)

Die Bilder zum Spiel

Der 6. Spieltag in der 2. Bundesliga liegt hinter uns. Nach der 1:3-Niederlage gegen Greuther Fürth haben wir Euch die Bilder des Spiels zusammengefasst.

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"Die Jungs sind fokussiert!"

Vor unserem Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth stellt sich unser Cheftrainer Mitch Kniat bei der Spieltagspressekonferenz den Fragen der anwesenden Journalisten. Wir haben seine Aussagen für Euch zusammengefasst.

Das Spiel gegen die Spielvereinigung wird heimseitig so gut besucht sein wie selten zuvor. Nach Absprache mit den Gästen wurden die Blöcke A2 und B1 für den Mitglieder-Verkauf freigegeben, sodass auch dieser Bereich von Euch besetzt werden konnte. Zudem werden an dem Spieltag zahlreiche Kinder und Jugendliche vor Ort sein. Im Rahmen des Arminis-Spieltags wurde ein Extra-Kontingent an Karten kostenlos für die Jungsten in unserem Club bereitgestellt. 

Das sagt unser Cheftrainer über… 

… das Personal: „Am Freitag werden uns Tim Handwerker, Benjamin Boakye und Noah Sarenren Bazee aufgrund muskulärer Probleme ausfallen. Zudem fehlen nach wie vor die Langzeitverletzten Roberts Uldrikis und Jeredy Hilterman. Christopher Lannert wird nach seiner Rot-Sperre auf jeden Fall wieder zum Kader dazustoßen.“ 

… den Gegner und die Herangehensweise: „Insbesondere das letzte Spiel kann man natürlich nicht so gut bewerten, da sie nach wenigen Sekunden bereits in Unterzahl spielen mussten. Aber die Spiele davor waren extrem gut, vor allem in der Offensive. Im hinteren Teil hatten sie ein paar Löcher. Aber ich kenne Thomas Kleine zu gut und weiß, dass er diese kleine Schwäche sehr schnell abstellen und beheben wird. Es ist ein Gegner, der immer wieder schnell umschaltet und vorne richtig gute Spieler hat. Ballgewinne bedeuten in der Regel auch immer Torgefahr für sie. Da müssen wir sehr aufpassen. Unsere Mannschaft ist fokussiert und gut vorbereitet. Wer die Jungs kennt, weiß, dass wir niemals locker in ein Spiel gehen werden. Da muss ich mir überhaupt keine Gedanken machen.“ 

… die Atmosphäre im Stadion: „Es freut mich natürlich, dass wir etwas mehr Heimfans begrüßen können als sonst, das kann sich sicher auf die Stimmung auswirken. Es werden auch viele Arminis da sein, das wird die Stimmungslage im Allgemeinen verändern. Wir freuen uns auf das Spiel und hoffen auf einen guten positiven Ausgang für uns.“ 

Hier könnt ihr die Pressekonferenz über ArminiaClubTV nachschauen:

Greuther Fürth zu Gast in Bielefeld

Am Freitag ist die SpVgg Greuther Fürth zu Gast in der SchücoArena (Anstoß um 18:30 Uhr). Wir haben für Euch einen Blick auf unseren kommenden Gegner geworfen.

So sieht’s aktuell aus: Die Spielvereinigung Greuther Fürth steht in dieser Saison durchaus für Spektakel! Nach dem torreichen 5:4 in Magdeburg stellten die Franken am letzten Wochenende einen Zweitliga-Rekord auf. Im Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern (0:3) wurde Noah König nach nur 27 Sekunden nach einer Notbremse an Faride Alidou vom Platz gestellt - Rekord! Deshalb wird König am Freitag auch nicht mit dabei sein. Auf Platz zwei dieser Wertung liegen mit dem St. Paulianer Fabio Morena und dem Braunschweiger Tino Loechelt eine gefühlte Ewigkeit dahinter. Beide kassierten in der zweiten Minute des jeweiligen Spieles einen Platzverweis. Greuther Fürth bringt mit Felix Klaus und Noel Futkeu das erfolgreichste Stürmer-Duo der Liga mit nach Bielefeld. Beide trafen bislang je viermal. Nur der Darmstädter Isac Lidberg war in dieser Saison erfolgreicher (5). In der Scorer-Wertung liegen die beiden sogar auf Platz eins, weil beide jeweils auch noch einen Treffer vorbereiteten.  

Face to Face: in den bisherigen 28 Vergleichen liegt unsere Arminia knapp mit zehn Siegen vorn, die Fürther konnten bislang acht Spiel für sich entscheiden. Es wäre übrigens nicht überraschend, wenn die Partie am Freitag unentschieden ausgehen würde, denn fünf der letzten sechs Duelle endeten mit einer Punkteteilung, außerdem gabs dazwischen noch eine 2:3-Niederlage. Der letzte Heimsieg gegen Fürth liegt mittlerweile über neun Jahre zurück: Am 24. April 2016 gab es ein 4:2 mit drei Treffern von Fabian Klos. Wäre also mal wieder Zeit für einen Heim-Dreier!

Kommen und Gehen: Die Franken haben vor der Saison ordentlich durchgemischt: 14 Neue wurden geholt, 17 Spieler haben den Verein verlassen. Darunter übrigens auch Roberto Massimo, der in Bielefeld die U17 und U19 durchlief. Und das recht erfolgreich: In der U17 traf er in 28 Spielen insgesamt 18 Mal. Bei den Profis kam er in der Saison 2018/19 zu 13 Einsätzen und traf einmal. Aktuell steht mit dem gebürtigen Bielefelder Jomaine Consbruch ein weiterer ehemaliger Armine im Kader der Fürther. 

Zahlen, bitte: Der Spitzenreiter kommt am Freitag in die Schüco-Arena! Gut, nicht der Tabellenerste der aktuellen Zweitliga-Saison. Aber der Erster der ewigen Zweitliga-Tabelle! Und da liegen die Fürther über 100 Punkte vor dem FC St. Pauli und Hannover 96. Unsere Arminia folgt mit respektablem Abstand auf Platz zwölf. Fürth spielte in 34 von 50 möglichen Spielzeiten in der zweiten Bundesliga. Auch wenn die Fürther aktuell nur auf Platz 13 liegen, haben sie neben unserer Arminia (elf Tore) mit zehn Treffern in dieser Saison am zweithäufigsten getroffen.

Fun Facts: Fürth war schon dreimal Deutscher Meister (1914, 1926 und 1929) und freut sich in dieser Saison wieder auf die „Mutter aller Derbys“: Das Duell mit dem 1. FC Nürnberg ist einer der ältesten Derbys im Land. Zudem liegen die beiden Stadien nur sieben Kilometer auseinander. 

Gegründet wurde der Verein 1903 als „Spielvereinigung Fürth“. 1904 wählten die Mitglieder das dreiblättrige Kleeblatt als Vereinsabzeichen. Es steht seit Jahrhunderten als Wahrzeichen der Stadt Fürth. Erst 1996 gab es dann den Zusammenschluss mit dem TSV Vestenbergsgreuth, verbunden mit dem neuen Vereinsnamen „Greuther Fürth“.

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