Holstein Kiel
0 : 2
Arminia Bielefeld
So., 10.08.2025 13:30

2:0-Auswärtssieg in Kiel

Auswärtssieg im Holstein-Stadion: Unsere Mannschaft gewinnt nach Toren von Noah Sarenren Bazee (22.) und Tim Handwerker (45.) mit 2:0 gegen Holstein Kiel und sichert sich drei wichtige Punkte in einem umkämpften Spiel. Auch wenn Jonas Kersken nach 70 Minuten mit der Ampelkarte den Platz verlassen musste, hielt Ersatzmann Leo Oppemann sowie alle anderen den verdienten Sieg.

Zu Beginn wieder mal ein großes Kompliment an unsere Fans: Der Gästeblock war mit über 1500 Fans ausverkauft! Was für ein beeindruckendes Bild im Holstein-Stadion. Und die sahen exakt dieselbe Startelf wie beim 5:1-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf. Also auch mit den unter der Woche angeschlagenen Stefano Russo und Kapitän Mael Corboz.

Arminia startet mit hohem Offensiv-Pressing und in der Anfangsphase druckvoll. Doch auch die Kieler verstehen sich auf Stress-Fußball und greifen sehr früh an. Die erste Aktion gehört aber nach fünf Minuten unserer Arminia. Eine lange Flanke von Christoph Lannert erwischt Benjamin Boakye fünf Meter vorm Tor nicht richtig – erstes Ausrufezeichen unserer Arminia. Bielefeld bleibt spielbestimmend in einer temporeichen ersten Viertelstunde. Extrem präsent, was es den Kielern schwer macht, das eigene Spiel aufzubauen. Nach einem langen Ball muss Kiels Torwart Jonas Krumrey (16.) weit aus seinem Tor und gegen Noah Sarenren Bazee retten. 

Doch die beste Chance haben danach die Kieler: Steven Skrzybski (19.) dribbelt sich am Strafraum durch, sein Schuss klatscht aber zum Glück an den Außenpfosten. Für den ersten Treffer sorgt dann Noah Sarenren Bazee! Nach einem feinen Pass von Marvin Mehlem lässt er elegant einen Kieler aussteigen und schiebt den Ball aus vier Metern zum 1:0 ins Netz (22.). Bereits Saisontor Nummer zwei für den 28-Jährigen.

Nach 30 Minuten die nächste Chance: Nach einem Freistoß von Handwerker köpft Maximilian Großer knapp drüber. 6:1-Torschüsse für unsere Arminia sprechen bis hierhin eine deutliche Sprache. Da kann auch mal ein Ball durchrutschen, den Niklas Niehoff (39.) aber deutlich neben das Tor von Jonas Kersken setzt. Kurz vor der Pause sorgt Skrzybski mit einem Aufsetzer für Gefahr, doch unser Rückhalt packt sich das Leder im Nachfassen. 

Im Gegenzug gibt’s dafür einen weiteren DSC-Treffer. Einen Freistoß aus halbrechter Position zirkelt Tim Handwerker über die Mauer aus gut 20 Metern ins rechte Eck - Traumtor. Handwerker sorgt dann noch in der Nachspielzeit mit einer scharf getretenen Ecke für reichlich Unruhe im Kieler Fünfmeterraum, aber für kein weiteres Tor.

Kleiner Schock für unsere Arminia unmittelbar nach dem Wiederanpfiff: Ein glänzend vorgetragener Konter landet bei Phil Harres, der zwar aus 18 Metern trifft, aber um Millimeter im Abseits stand – Glück gehabt. Kiel macht weiter Druck und sorgt für mächtig Wirbel im Bielefelder Strafraum. Doch eine Hereingabe von Skrzybski kann Kersken zunächst parieren und dann gegen Harres retten. Turbulenter Auftakt und die Gastgeber mit deutlich mehr Druck auf das Bielefelder Tor. Der Anschlusstreffer nur eine Frage der Zeit? Vor allem der eingewechselte Jonas Therkelsen sorgt für deutlich zu viel Wirbel vor dem Tor. Der Dreifach-Wechsel der Kieler zur Pause zeigt Wirkung. Doch unsere Arminia kann kontern: Mustergültig treibt Grodowski den Ball über die rechte Seite, bedient in Überzahl Sarenren Bazee, der den freistehenden Boakye (64.) sieht. Doch der 20-Jährige schießt knapp übers Tor.

Aufregung dann nach 70 Minuten: Der bereits verwandte Kersken erhält die zweite Verwarnung von Schiedsrichter Daniel Schlager – Gelb-Rot! Dafür kommt Leo Oppermann ins Spiel, für ihn verlässt Grodowski den Rasen. Arminia nun in Unterzahl, dafür aber weiter extrem kämpferisch und mit einem gut aufgelegten Leo Oppermann zwischen den Pfosten, der kurz nach seiner Einwechslung gleich zweimal in höchster Not retten muss. 

Kiel setzt derweil alles auf eine Karte: Mit Mittelstürmer Müller kommt Stürmer Nummer vier ins Spiel. Doch unsere Mannschaft rührt mit der Fünferkette in der Abwehr Beton an. Und verteidigt alles weg. Vor allem Dank Oppermann, der im Fallen einen Kopfball von Müller rausfischt – Glanzparade Nummer vier. Und weil auch die fünfminütige Nachspielzeit ohne größere Schäden überstanden wird, hat unsere Arminia wenig später Saisonsieg Nummer zwei im Kasten. Es ist mittlerweile das 13. ungeschlagene Punktspiel hintereinander. 

Holstein Kiel: Krumrey – Ivezic, Zec, Ml. Cvjetinovic (75. Müller) – Tolkin (46. Harres), Schwab (46. Wagner), Knudsen, Rosenboom (46. Therkelsen)  – Bernhardsson, Skrzybski, Niehoff (83. Porath)

DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Handwerker, Großer, Schneider, Lannert – Russo (68. Schreck) - Corboz, Mehlem (89. Kunze) – B. Boakye (68. Felix), Grodowski (72. Oppermann), Sarenren Bazee  (68. Kania) 

Schiedsrichter: Daniel Schlager (Gernsbach)

Zuschauer: 15 034 (ausverkauft)

Gelbe Karten: / Russo, Großer, Kersken, Handwerker, Melem

Gelb Rot: Kersken (70.)

Tore: 0:1 (22.) Sarenren Bazee, 0:2 (45.) Handwerker

"Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment aussprechen!"

Nach dem Auswärtssieg bei Holstein Kiel äußern sich Cheftrainer Mitch Kniat, Tim Handwerker, Marvin Mehlem und Jonas Kersken vor den Journalisten. Wir haben die Stimmen für Euch zusammengefasst.

 

Jonas Kersken: „Wenn man das Ganze in Summe sieht, wünsche ich mir an der Stelle ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl. Trotzdem muss ich mir an die eigene Nase fassen, muss einen größeren Bogen um den Spieler herumlaufen. Dann passiert das erst gar nicht. Ich bin sehr froh, dass meine Mannschaft den Sieg über die Ziellinie gebracht und auch die Null gehalten hat. Ich konnte nicht mehr viel vom Spiel sehen, aber ich habe mir keine Sorgen gemacht, weil ich die Qualitäten von Leo kenne. Insgesamt waren wir sehr gut im Spiel, haben eiskalt unsere Chancen genutzt und haben hier auch verdient gewonnen.“ 

Tim Handwerker: „Es ist ein schönes Gefühl hier gewonnen zu haben und auch, dass ich ein Tor geschossen habe. So war es ein gutes Wochenende. Wir hätten ein paar Situationen noch besser ausspielen können, vielleicht erzielen wir dann sogar noch ein Tor mehr. Wir haben als Team sehr gut verteidigt, daher ist der Sieg auch verdient, weil wir die Druckphase von Kiel sehr gut überstanden und nicht viel zugelassen haben. Wir haben alle Vertrauen in Leo, ich hatte keine Bedenken, als er reingekommen ist.“ 

Marvin Mehlem: „Unser Plan ist voll aufgegangen und wir haben es auch gut runtergespielt. Das erste Tor fällt etwas glücklich, Tim will eigentlich schießen, dann landet der Ball über mich bei Noah. Trotzdem haben wir es sehr gut gemacht und am Ende auch verdient gewonnen. Kiel ist sehr stark aus der Halbzeit rausgekommen. Wir konnten aber unser Spiel durchsetzen, auch wenn sie ordentlich Druck gemacht haben.“ 

Cheftrainer Mitch Kniat: „Es war ein extrem gutes Spiel, in dem viel passiert ist. Wir haben uns viel vorgenommen und gerade in der ersten Halbzeit viel davon umgesetzt. Wir wussten, dass Kiel in der zweiten Hälfte druckvoll herauskommen wird. Da haben wir sehr gut verteidigt und haben wenig zugelassen. Die Gelb-Rote ist vielleicht etwas zu viel, aber das darf uns im Spiel nicht interessieren. Ab dann mussten wir weiter verteidigen, aber da muss ich meiner Mannschaft ein Riesenkompliment aussprechen. Das hat sie sehr gut gemacht. Es hat mich auch nicht überrascht, dass Leo Oppermann so eine Leistung abliefert. Ich sehe ihn täglich im Training, ich weiß, dass er das kann.“

Torschüsse
Ballbesitz
Eckbälle
Freistöße
Passquote
Zweikampfquote
Fouls
Gelbe Karten
Gelb-Rote Karten
Rote Karten
Abseits
Laufdistanz (km)

Die Bilder zum Spiel

Am vergangenen Sonntag feierten wir im ersten Auswärtsspiel der Zweitliga-Saison einen 2:0-Erfolg bei Holstein Kiel. Wir haben die Bilder des Spiels für Euch in der Galerie zusammengefasst.

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"Wir müssen gut dagegenhalten"

Am Sonntag steht für den DSC Arminia Bielefeld das erste Auswärtsspiel der neuen Zweitliga-Saison an. Unsere Mannschaft ist zu Gast beim Bundesliga-Absteiger Holstein Kiel. In der Pressekonferenz vor der Partie sprach Cheftrainer Mitch Kniat über die personelle Situation, die Stärken des Gegners und die eigene Ausgangslage.

In das Holstein-Stadion werden uns rund 1.500 Fans begleiten. Anstoß ist Sonntag um 13:30 Uhr.

Das sagt unser Cheftrainer Mitch Kniat vor dem Spiel über…

… das Personal: „Jonny Grodowski ist heute Vater geworden! Das freut mich natürlich sehr für ihn und seine Familie. Die letzten zwei Tage war er deshalb nicht im Training, am Sonntag in Kiel wird er aber spielen können. Bei Stefano Russo sieht es soweit besser aus. Er hat heute ein bisschen mittrainiert, aber wir müssen die nächsten zwei Tage abwarten. Bei Mael Corboz ist es ähnlich: Auch er konnte bislang nicht voll trainieren, da er muskuläre Probleme hatte. Beide könnten fürs Wochenende ausfallen. Wenn sie spielen, dann wird’s eine Punktlandung. Da müssen wir genau abwägen, ob es reicht und ob es sinnvoll ist."

… den Gegner: „Kiel hat sehr gute Qualitäten. Sie haben ein Heimspiel, und es ist klar, dass ein Verein, der gerade aus der Bundesliga kommt, im ersten Heimspiel in der 2. Liga ein Ausrufezeichen setzen will. Da müssen wir gut dagegenhalten. Wir müssen versuchen, sie in den Mittelblock zu bekommen, um dort unsere Lösungen zu finden. Und dann ist vor allem die Restverteidigung extrem wichtig. Am Ende müssen wir schauen, wer seinen Matchplan am besten durchsetzt.“

… die Ausgangslage: „Wir hatten eine gute Trainingswoche. Es gab ein paar Themen, die wir nach dem Düsseldorf-Spiel noch aufarbeiten mussten – vor allem im Bereich Restverteidigung. Jetzt am Wochenende treffen wir mit Kiel auf einen Absteiger aus der Bundesliga. Das wird ein ordentliches Stück Arbeit. Aber wenn wir wieder eine ähnlich gute Leistung abrufen wie zuletzt in Düsseldorf, sind wir zuversichtlich, dass wir Punkte mitnehmen können.“

Arminia zu Gast bei Bundesliga-Absteiger Kiel

Am Sonntag, 10. August, spielen wir um 13:30 Uhr im Holstein-Stadion. Alles Wissenswerte rund ums Spiel und den Gegner haben wir für Euch zusammengefasst.

So sieht es aktuell aus: Der Bundesliga-Absteiger aus dem hohen Norden, der erste Erstligist Schleswig-Holsteins, ist denkbar bitter in die neue Zweiliga-Saison gestartet. Beim SC Paderborn gab es am 1. Spieltag eine unglückliche Niederlage. Unglücklich, weil zum spät möglichsten Zeitpunkt. Nachdem Armin Gigovic in der 85. Minute die Paderborner Führung von Marcel Hoffmeier ausgeglichen hatte, schlugen die Ostwestfalen in der neunten Minute der Nachspielzeit zu. Quasi mit dem Schlusspfiff traf Filip Bilbija zum 2:1. Kein Wunder, dass die Kieler umgehend Wiedergutmachung ankündigten – gegen unsere Arminia.

Face to face: Nichts wie hin an die Kieler Förde. Denn rein statistisch gesehen fahren wir zu einem unserer Lieblingsgegner. Die letzten sechs direkten Vergleiche haben wir allesamt gewonnen. Zuletzt am 2. April 2023 beim 3:2 in Kiel. Unvergessen auch der 2:1-Triumph im Mai 2020, der unter anderem durch einen überragenden Treffer von Sven Schipplock in er 92. Minute den folgenden Bundesliga-Aufstieg auf den Weg brachte. Die letzte Niederlage gabs vor knapp acht Jahren, am 21. Oktober 2017 in Kiel (1:2). 

Kommen und Gehen: Für einen Bundesliga-Absteiger nicht untypisch, gab es in Kiel ziemlich viel Bewegung im Kader. Elf neue Spieler wollen Holstein wieder auf Kurs bringen. Zwölf Akteure hatten Lust auf eine Luftveränderung und verließen den Verein. Ganz aktuell schloss sich Mittelstürmer Shuto Machino für schlanke acht Millionen Euro noch den Borussen aus Mönchengladbach an. 

Zahlen, bitte: Das Laufwunder kam schon in der letzten Drittliga-Saison aus Bielefeld. Und auch am ersten Spieltag der zweiten Liga haben wir mit 129 Kilometern vorgelegt. Aber Achtung! Auch die Kieler haben eine beneidenswerte Ausdauer und lagen mit 124,5 Kilometern auf Platz 3 am ersten Spieltag. Unsere Fans könnten also am Sonntag nicht nur recht ausdauernde Nerven gebrauchen.

Das Wohnzimmer der Kieler liegt am Westring 501 in der Stadt, hat für 15 034 Fans Platz und ist damit etwas größer als der Verein Mitglieder hat (11 565). Ein bisschen sieht man dem Stadion an, dass es bereits 1911 erbaut wurde und deshalb auch ein Neubau angestrebt wird. Damit ist es übrigens das älteste Stadion des Bundeslandes und sogar eines der ältesten im ganzen Land. Nur die Heimspielstätte der Stuttgarter Kickers ist noch sechs Jahre älter. Bei schlechtem Wetter pfeift es schon mal an allen Ecken und Enden. Nichtsdestotrotz hat das Holstein-Stadion deshalb natürlich auch einen reizvollen Charme.

Fun-Fact am Rande: Holstein hat etwas geschafft, was für viele Vereine wohl für immer ein Traum bleiben wird. Sie waren schon einmal Deutscher Meister. Gut, das liegt schon eine Weile zurück: 1912, ein Jahr nach dem Bau des erwähnten Holstein-Stadions. Aber immerhin!

 

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