Arminia Bielefeld
1 : 1
Dresden
Sa., 03.05.2025 16:30

1:1-Unentschieden in letzter Minute

Was für ein großartiges Finale am 120. Geburtstag unserer Arminia! Dank eines Eigentores des Dresdners David Kubatta in der fünften Minute der Nachspielzeit sicherte sich der DSC beim 1:1 (0:0) gegen Dynamo Dresden am 36. Spieltag in letzter Sekunde einen ganz wichtigen Zähler.

Schon der Beginn war eine großartige Eröffnung für das absolute Spitzenspiel der 3. Liga: Erster gegen Zweiter, Dresden mit der besten Offensive (67 Tore) gegen die beste Defensive, unsere Arminia kassierte bislang gerade mal 34 Treffer – mehr geht nicht! Und passend dazu feierten 25 907 Zuschauer in der restlos ausverkauften SchücoArena unsere Arminia mit einem großartigen schwarz-weiß-blauen Fahnenmeer. 

Arminia dann mit dem ersten Versuch über die rechte Seite: Doch ein Schuss von Noah Sarenren Bazee (3.) konnte zur Ecke abgewehrt werden, die aber nichts einbrachte. Dresden danach mit der ersten Chance: Jakob Lemmer (6.) überspielte Maximilian Großer, kam dann aber nicht zum Abschluss. Ein sehr griffiger Beginn, bei dem sich beide Teams nichts schenkten. Und bei dem die Gäste die besseren Gelegenheiten hatten, doch ein Distanzschuss von Sascha Risch (8.) rauschte knapp über den Querbalken.

Nächster Aufreger nach dann 15 Minuten: Dresdens Lars Bünning räumte Stefano Russo übermotiviert ab und sah völlig zu Recht Gelb. Ein sehenswerter Konter dann über die rechte Seite. Wiederum Sarenren Bazee lief auf und davon, übersah in der Mitte allerdings den besser positionierten Mael Corboz. Bei seinem Versuch blieb der 28-Jährige am Gegenspieler hängen. Arminia in dieser Phase deutlich besser im Spiel, setzte immer wieder Nadelstiche: Joel Grodowskis Steckpass zu Sam Schreck sorgte erneut für Gefahr, aber wieder nichts Zähbares.

Perfekte Position dann nach 25 Minuten: Nach einem Foul an Grodowski zirkelte Louis Oppie aus gut 20 Metern mittig das Leder aber knapp über das Tor. Arminia weiter im Vorwärtsgang, doch auch Schreck (28.) verzog knapp. Die größte Chance dann nach einer halben Stunde: Marius Wörl tanzt sich durch die Dresdner Strafraum, spielt gleich drei Abwehrspieler aus, den Ball, der dann am Fünfmeterraum bei Schreck landet, kann unser Achter aber nicht im Tor unterbringen. Wenig später hatten die meisten Fans den Torschrei schon auf den Lippen, doch eine scharfe Flanke von Oppie schob Corboz knapp neben den Pfosten. Ein klares Chancen-Plus bis dahin für unsere Mannschaft! Doch auch eine Flanke von Grodowski (37.) führte nicht zur mittlerweile verdienten Führung, Corboz verzog knapp. Kurz vor der Pause dann noch eine Sturm- und Drangphase der Gäste mit einigen Angriffsversuchen, die Arminia aber erfolgreich verteidigte.

Die erste gefährliche Szene nach der Pause gehörte den Gästen. Doch Dominik Kother (50.) rutschte an einem langen Flankenball in Mittelstürmerposition knapp vorbei. Oppie (52.) versuchte es dann mal mit einem Schuss aus 20 Metern - leider vergeblich. Arminia setzte sich in der Dresdner Hälfte fest. Eine Serie von Ecken endete mit einem feinen Kabinettstückchen: Über Russo und Corboz landete der Ball bei Oppie, der das Leder volley knapp neben das Tor setzte. 

Praktisch im Gegenzug dann die Dresdner Führung: Niklas Hauptmann tankte sich auf der linken Seite durch, Christoph Daferner verlängerte die Kugel mit der Hacke, sodass Lemmer (62.) nur noch mit dem Kopf vollenden musste. Cheftrainer Mitch Kniat reagierte, brachte mit Julian Kania und Isaiah Young neuen Schwung für die Offensive. Und Oppie hätte diesen Schwung fast zum Ausgleich genutzt, doch sein platzierter Schuss verfehlte das Tor um Haaresbreite. Weil Arminia nur noch den Vorwärtsgang kannte, boten sich den Gästen Kontermöglichkeiten. Eine davon verzog Kother (76.) aus spitzem Winkel. Mit Merveille Biankadi zog Kniat dann die nächste offensive Option. Arminia setzte alles auf eine Karte und als alles trotz klarer Überlegenheit schon auf einen Sieg der Gäste hindeutete, schlug Bielefeld zu. In der fünften Minuten der Nachspielzeit landete Oppies Hereingabe bei Lukas Boeder, der über den Ball trat. Vom Schienbein Kubattas trullerte die Kugel dann zum umjubelten Ausgleich ins Tor. Grodowski, der zunächst als Torschütze angesagt wurde, war es ebenso egal wie den 25 907 Zuschauern, die die Mannschaft noch minutenlang mit stehenden Ovationen feierte.

DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Oppie, Großer, Schneider, Lannert (90+7 Hagmann) – Russo – Corboz, Schreck (78. Biankadi) – Wörl (71. Young), Grodowski, Sarenren Bazee (71. Kania)

SG Dynamo Dresden: Schreiber – Risch (85. Menzel), Bünning (70. Kubatta), Kammerknecht, Marx (77. Casar) – Sapina – Boeder, N. Hauptmann (85. Kutschke)– Kother (85. Oehmichen), Daferner, Lemmer

Schiedsrichter: Patrick Ittrich (Hamburg)

Zuschauer: 25 907

Gelbe Karten: Russo / Bünning, Sapina, Kother, Schreiber, Oehmichen

Tore: Lemmer (0:1; 62.); Eigentor (1:1; 90.+5)

"Das zeigt unsere Mentalität!"

Nach dem 1:1-Unentschieden im Topspiel der 3. Liga äußern sich Marius Wörl, Maximilian Großer und Joel Grodowski vor den Mikrofonen der Medienvertreter. Wir haben die Stimmen für Euch zusammengefasst.

Marius Wörl: „Es war auf jeden Fall ein Spitzenspiel. Man hat gesehen, dass hier der Erste gegen den Zweiten spielt. Es war sehr taktisch geprägt mit viel Tempo drin. In der zweiten Halbzeit haben wir den Gegner hinten reingedrückt und uns dann spät belohnt. Es war auf jeden Fall ein Tor des Willens. Wir wollten unbedingt zuhause ein Tor machen. Ein Gegentor kann mal passieren, aber wir sind immer dran geblieben. Ich glaube, dass wir die fitteste Mannschaft der Liga sind. Man sieht oft, dass wir die Tore hinten raus machen. Es ist ein Zeichen des enormen Willens und Mentalität. Rechnen wollen wir nicht. Wir haben noch zwei Spiele, die wollen wir möglichst auch gewinnen.“

Maximilian Großer: „Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Die Lage hat sich nicht verändert, beide haben einen Punkt geholt. Ein wichtiger Punkt für uns. Wir haben alles reingeworfen, wollten wenigstens noch ein Tor schießen. Das zeigt unsere Mentalität. Dresden ist eine sehr gute Mannschaft, die nicht umsonst auf Tabellenplatz eins steht. Der Torwart fälscht ihn ab und dann geht er an den Oberschenkel des Innenverteidigers und dann rein. Das nehmen wir mit. Es war ein besonderes Spiel. Ich habe mehr als zehn Jahre dort gespielt, die ganze Jugend, ist meine Heimatstadt. Der Ausgleich war auf jeden Fall wie ein Sieg für uns. Brutal wichtig.“

Joel Grodowski: „Von uns wollte heute kein eigenes Tor über die Linie aber das Eigentor haben wir uns über das ganze Spiel erarbeitet. Wir hatten die besseren Torchancen, haben uns aber nicht belohnt. Wir waren absolut am Drücker. Dresden hat das 1:0 aus dem Nichts gemacht. Wir wollten für uns heute drei Punkte holen, für das 120-jährige Jubiläum. Jetzt haben wir einen Punkt, aber der war immens wichtig. Jetzt wissen wir, dass wir nächste Woche in Unterhaching was erreichen können. Wir werden die ganze Woche dafür arbeiten, dass wir uns da belohnen.“

Torschüsse
Ballbesitz
Eckbälle
Freistöße
Passquote
Zweikampfquote
Fouls
Gelbe Karten
Gelb-Rote Karten
Rote Karten
Abseits
Laufdistanz (km)

Die Bilder zum Spiel

Nach dem 1:1-Unentschieden gegen SG Dynamo Dresden haben wir Euch die Bilder des Spiels in der Galerie zusammengestellt.

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"Wir wollen das Spiel gewinnen!"

Vor dem 36. Spieltag gegen SG Dynamo Dresden beantwortet Cheftrainer Mitch Kniat die Fragen der Journalisten in der Medienrunde vor dem Spiel. Wir haben seine Aussagen für Euch zusammengefasst.

Anlässlich des 120. Jubiläums ist unsere SchücoArena ausverkauft. Das sagt unser Cheftrainer Mitch Kniat über…

…das Arminis-Sommerfest: „Es waren nochmal mehr Arminis da als im vergangenen Jahr, das hat man auch gemerkt. Ich habe auf der Bühne einige Fragen gestellt bekommen, da waren wirklich kreative Sachen dabei. Die Jungs haben zwei, drei Stunden Autogramme gegeben. Wenn man dann sieht, wie lange die Kids da teilweise in der Schlange gewartet haben, wirklich unglaublich.“

…den Gegner SG Dynamo Dresden: „Momentan ist das die stärkste Mannschaft mit einem der besten Trainer der Liga. Ich schätze Thomas Stamm sehr. Wir spielen einen ähnlichen Fußball mit hoher Intensität und viel Ballbesitz. Es wird auf die Tagesform ankommen, denn einen guten Matchplan haben wir beide. Sie hatten vor der Saison eine andere Ausgangssituation als wir. Im Moment stehen sie völlig zurecht auf Platz eins, weil sie es in der gesamten Saison gut umsetzen.“

…das Personal: „Bis auf die beiden verletzten Nassim Boujellab und Roberts Uldrikis sind alle verfügbar. Roberts ist momentan für ein paar Tage in Bielefeld und wird danach seine Reha in Köln fortsetzen, um unter besten Bedingungen wieder fit zu werden.“

…unsere Herangehensweise: „Wir werden das Spiel auf jeden Fall so angehen, wie jedes zuvor auch. Es geht nicht darum, dass wir Dresden die Aufstiegsfeier vermiesen, sondern darum, dass wir das Spiel gewinnen wollen. Wir spielen vor einer ausverkauften SchücoArena, feiern unseren 120. Geburtstag und sind insgesamt gut drauf. Das wollen wir auch zeigen.“

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